Der vergessene Holocaust
Die Ermordung der ukrainischen Juden
Seiten
2009
|
1., Aufl.
Berlin Verlag
978-3-8270-0826-8 (ISBN)
Berlin Verlag
978-3-8270-0826-8 (ISBN)
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Ein erschütterndes Monument der Erinnerung
1941. Die deutschen Einsatzgruppen dringen in sowjetisches Gebiet vor. Vor allem in der Ukraine gehen sie systematisch gegen die jüdische Bevölkerung vor. Zu Hunderttausenden werden jüdische Männer, Frauen und Kinder in den Dörfern zusammengetrieben, gezwungen sich auszuziehen, erschossen und anschließend in Massengräbern verscharrt. Juni 2002. Der Priester Patrick Desbois begibt sich auf die Spuren dieser auch in der Forschung bislang vernachlässigten Seite des Holocaust. Dorf für Dorf sammelt er zum ersten Mal die Zeugenaussagen derer, die damals als Kinder oder Jugendliche bei den Massenerschießungen heimlich zugesehen haben oder die gezwungen wurden, den Henkern zur Hand zu gehen. Ihre Schilderungen nach Jahrzehnten des Schweigens sind erschütternd - für sie selbst und für jeden, der ihnen zuhört. Desbois Buch ist ein Versuch, den ermordeten Juden ein Stück ihrer Würde zurückzugeben. Eine Erinnerung, dass Menschen der grausamsten Taten fähig sind. Eine Mahnung, wachsam zu bleiben.
1941: Die deutsche Wehrmacht überfällt die Sowjetunion. In der Ukraine gehen die deutschen Besatzer systematisch gegen die jüdische Bevölkerung vor. Zu Hunderttausenden werden jüdische Frauen, Männer und Kinder zusammengetrieben, zumeist abseits der Städte erschossen und in Massengräbern verscharrt.
Patrick Desbois hat die Spuren dieses vielfach verdrängten Kapitels des Holocaust gesucht. Dabei ist er auf Zeugen des nationalsozialistischen Völkermords gestoßen, die von der Forschung bisher kaum beachtet wurden: Menschen, die die Erschießungen vor über sechzig Jahren gesehen und gehört haben oder sogar gezwungen wurden, den Mördern zur Hand zu gehen.
Desbois hat es sich zur Aufgabe gemacht, die noch lebenden Zeugen zu finden und mit kriminalistischer Akribie die Spuren des Genozids zu dokumentieren. Zusammen mit einer Übersetzerin, einem Historiker, einem Fotografen und einem Ballistik - experten ist er dafür von Dorf zu Dorf gefahren. Mit ihrer Hilfe hat er bislang Hunderte von Tatorten und vergessenen Massengräbern ausfindig gemacht und ist Frauen und Männern begegnet, die nach Jahrzehnten des Schweigens zum ersten Mal über ihre schmerzhaften Erinnerungen sprechen.
Der vergessene Holocaust ist nicht nur ein bedeutender Beitrag zur zeitgeschichtlichen Forschung. Es ist auch ein erschütterndes Monument der Erinnerung an die 1,5 Millionen ukrainischen Juden, die abseits der Vernichtungslager ermordet wurden und denen bis heute eine würdige Grabstätte verwehrt geblieben ist.
1941. Die deutschen Einsatzgruppen dringen in sowjetisches Gebiet vor. Vor allem in der Ukraine gehen sie systematisch gegen die jüdische Bevölkerung vor. Zu Hunderttausenden werden jüdische Männer, Frauen und Kinder in den Dörfern zusammengetrieben, gezwungen sich auszuziehen, erschossen und anschließend in Massengräbern verscharrt. Juni 2002. Der Priester Patrick Desbois begibt sich auf die Spuren dieser auch in der Forschung bislang vernachlässigten Seite des Holocaust. Dorf für Dorf sammelt er zum ersten Mal die Zeugenaussagen derer, die damals als Kinder oder Jugendliche bei den Massenerschießungen heimlich zugesehen haben oder die gezwungen wurden, den Henkern zur Hand zu gehen. Ihre Schilderungen nach Jahrzehnten des Schweigens sind erschütternd - für sie selbst und für jeden, der ihnen zuhört. Desbois Buch ist ein Versuch, den ermordeten Juden ein Stück ihrer Würde zurückzugeben. Eine Erinnerung, dass Menschen der grausamsten Taten fähig sind. Eine Mahnung, wachsam zu bleiben.
1941: Die deutsche Wehrmacht überfällt die Sowjetunion. In der Ukraine gehen die deutschen Besatzer systematisch gegen die jüdische Bevölkerung vor. Zu Hunderttausenden werden jüdische Frauen, Männer und Kinder zusammengetrieben, zumeist abseits der Städte erschossen und in Massengräbern verscharrt.
Patrick Desbois hat die Spuren dieses vielfach verdrängten Kapitels des Holocaust gesucht. Dabei ist er auf Zeugen des nationalsozialistischen Völkermords gestoßen, die von der Forschung bisher kaum beachtet wurden: Menschen, die die Erschießungen vor über sechzig Jahren gesehen und gehört haben oder sogar gezwungen wurden, den Mördern zur Hand zu gehen.
Desbois hat es sich zur Aufgabe gemacht, die noch lebenden Zeugen zu finden und mit kriminalistischer Akribie die Spuren des Genozids zu dokumentieren. Zusammen mit einer Übersetzerin, einem Historiker, einem Fotografen und einem Ballistik - experten ist er dafür von Dorf zu Dorf gefahren. Mit ihrer Hilfe hat er bislang Hunderte von Tatorten und vergessenen Massengräbern ausfindig gemacht und ist Frauen und Männern begegnet, die nach Jahrzehnten des Schweigens zum ersten Mal über ihre schmerzhaften Erinnerungen sprechen.
Der vergessene Holocaust ist nicht nur ein bedeutender Beitrag zur zeitgeschichtlichen Forschung. Es ist auch ein erschütterndes Monument der Erinnerung an die 1,5 Millionen ukrainischen Juden, die abseits der Vernichtungslager ermordet wurden und denen bis heute eine würdige Grabstätte verwehrt geblieben ist.
Patrick Desbois ist katholischer Priester und Beauftragter der französischen Bischofskonfe - renz und des Erzbischofs von Paris für den Dialog mit dem Judentum. Er ist Berater des Vatikans und Vorsitzender des Vereins Yahad-In-Unum, der von Kardinal Jean-Marie Lustiger und Israel Singer vom World Jewish Congress zur katholisch-jüdischen Verständigung gegründet wurde. Seit 2002 bereist er die Ukraine und erforscht die Geschichte der Massen - erschie ßungen von Juden durch deutsche Besatzungs - truppen während des Zweiten Weltkriegs. Patrick Desbois lebt in Paris.
| Erscheint lt. Verlag | 27.1.2009 |
|---|---|
| Übersetzer | Hainer Kober |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Porteur de Mémoires |
| Gewicht | 520 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► 20. Jahrhundert bis 1945 |
| Schlagworte | Deutsche Besatzung; Berichte/Erinnerungen • Holocaust; Berichte/Erinnerungen • Holocaust / Shoah; Berichte/Erinnerungen • National Jewish Book Award in Holocaust Studies • Russlandfeldzug 1941-1944; Berichte/Erinnerungen • Ukraine, Geschichte; Berichte/Erinnerungen |
| ISBN-10 | 3-8270-0826-3 / 3827008263 |
| ISBN-13 | 978-3-8270-0826-8 / 9783827008268 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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