Was würde Google tun?
Heyne HC (Verlag)
978-3-453-15537-4 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
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Jeff Jarvis, geboren 1954, ist Mitbegründer des Magazins »Entertainment Weekly« und unterrichtet als Professor für interaktiven Journalismus an der City University of New York. Er betreibt den sehr erfolgreichen Medien-Blog »Buzzmachine.com« und wurde auf
Kein Manager, kein Unternehmen, keine Institution scheint wirklich zu wissen, wie man im Zeitalter des Internets überlebt und wächst. Außer Google.
Gleich, welche Herausforderung sich auch stellen mag, ist es also sinnvoll zu fragen: WWGT? Was würde Google tun?
Ob es um Management, Handel, Nachrichten, Medien, Produktion, Marketing, Dienstleistungen, Politik, die Regierung oder gar Bildung und Religion geht, die Antwort auf diese Frage ist der Schlüssel zum Überleben in einer Welt, die sich radikal und dauerhaft verändert hat.
Diese Welt ist voller Widersprüche und verwirrend, sie steht kopf und kehrt das Innerste nach außen. Wer hätte je geglaubt, dass ein Internetportal sich derart tiefgreifend und nachhaltig auf die gesamte Zeitungsbranche auswirken würde, dass Jugendliche mit Kamera und Internetzugang ein breiteres Publikum erreichen würden als das Fernsehen, dass ein paar Eigenbrötler von der Tastatur ihres Computers aus Politiker und ganze Konzerne zu Fall bringen könnten oder dass ein paar Aussteiger milliardenschwere Unternehmen aufbauen würden? Dafür mussten sie keine Regeln brechen. Sie arbeiten mit neuen Regeln für ein neues Zeitalter, etwa diesen: Heutzutage hat der Kunde das Sagen. Seine Stimme zählt überall auf der Welt und wirkt sich unmittelbar auf jede Art Institution aus. Menschen können sich überall zusammenschließen und sich verbünden - für oder gegen Ihr Unternehmen. Der Massenmarkt ist tot, er wurde ersetzt durch eine Masse von Nischen. "Märkte sind Gespräche", heißt es im Cluetrain Manifest, einer Thesensammlung zum Internetzeitalter aus dem Jahr 2000. Das heißt, um welche Art Organisation es auch gehen mag, nicht das Marketing ist heute die Schlüsselkompetenz, sondern die Vernetzung. Grundlage unserer Wirtschaft ist nicht mehr Knappheit, sondern Überfluss. Die Kontrolle über Waren und deren Verteilung garantiert nicht länger Prämien und Gewinn. Heute werden Gewinne erzielt, indem Kunden die Möglichkeit bekommen, bei der Entstehung, Verteilung, Vermarktung und Verbreitung von Produkten mitzuwirken. Die erfolgreichsten Unternehmen bestehen mittlerweile aus Netzwerken - die so wenig Wert wie möglich abschöpfen, um wachsen zu können - und aus den Plattformen, auf denen diese Netzwerke aufgebaut sind. Pipelines, Menschen, Produkte oder geistiges Eigentum sind nicht länger ein Schlüssel zum Erfolg. Offenheit dagegen schon.
Die Gründer und Geschäftsführer von Google haben den Wandel verstanden, den das Internet mit sich bringt. Darum betreiben sie mit Einfluss und Erfolg ein Geschäft, das die London Times als "das am schnellsten wachsende Unternehmen der Weltgeschichte" bezeichnet hat. Das gilt auch für einige Unruhe stiftende Kapitalisten oder Beinahe-Kapitalisten wie Mark Zuckerberg, den Gründer von Facebook; Craig Newmark, der sich selbst - ganz im Ernst - Gründer und Kundenberater von Craigslist nennt, sowie Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia, Jeff Bezos, den Gründer von Amazon, und Kevin Rose, den Schöpfer von Digg. Sie alle betrachten die Welt anders als wir, darum treffen sie andere Entscheidungen; Entscheidungen, die unverständlich erscheinen, wenn man die überholten Regeln überholter Wirtschaftszweige zugrunde legt, die dank neuer Möglichkeiten und neuer Vordenker hinweggefegt worden sind.
Deshalb begegnet man all dem Wandel am besten mit der Frage, was diese Störenfriede - Mark, Craig, Jimmy, Jeff, Kevin und natürlich Google - tun würden. Google selbst erklärt die eigene Philosophie freimütig auf seiner Website anhand von "10 Dingen, die für Google erwiesen sind". Das ist clever, aber offenbar ist PowerPoint der Mitarbeiterschulung förderlich (was besonders deshalb notwendig ist, weil bis Ende 2007 innerhalb eines Jahres die Zahl der Mitarbeiter explosionsartig um 50 Prozent auf 16 000 gestiegen ist und noch vor Ende des folgenden Jahres 20 000 erreicht hat): "Der Nutzer steht an erster Stelle, und alles Weitere ergibt sich von sel
| Erscheint lt. Verlag | 23.4.2009 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | What Would Google Do? |
| Maße | 135 x 215 mm |
| Gewicht | 654 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Wirtschaft |
| Schlagworte | Erfolg (Wirtschaft) • Google (Firma) • Google (Unternehmen) • Kundenorientierung • Management; Theorien/Konzepte/Strategien • Unternehmensstrategie |
| ISBN-10 | 3-453-15537-8 / 3453155378 |
| ISBN-13 | 978-3-453-15537-4 / 9783453155374 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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