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Antworten von Angelo -  Elfie El. Horak

Antworten von Angelo (eBook)

Ein genialer Wegweiser für Liebe und Partnerschaft
eBook Download: EPUB
2026 | 1. Auflage
206 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6957-2325-6 (ISBN)
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9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
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Rom, ein Kloster und zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Lania, klug, lebenshungrig, erfolgreich - und innerlich auf der Suche. Monsignore Angelo, ein Geistlicher, faszinierend, wissend und bereit, Wege zu weisen. Monsignore Angelo vertritt die verborgenen "ewigen Gesetze", demgegenüber steht Lania als Stimme unserer Zeit. In einem spannenden Dialog erfahren Sie grundlegende Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Das bringt Zündstoff. Denn vieles, was wir heute als Fortschritt feiern, führt eher in die Irre - meist schleichend, aber dafür tiefgreifend. Die Leidtragenden sind oft zuerst die Frauen. Unter die Räder kommen aber auch die Liebe, die Kinder - und schließlich auch die Männer. Wenn Frauen unbewusst beginnen, ihre weibliche Seite zu verdrängen, hat das seinen Preis: Beziehungsarmut, Trennungen, Einsamkeit, innere Leere, Ängste, Sprach- und Gefühlslosigkeit - all das sind keine Zufälle, sondern die logischen Folgen eines tieferliegenden Verlustes. Frauen haben eine gewaltige Kraft, eine ihnen eigene Qualität von Energie, die kein Mann aufbringen kann. Diese Energie ist gleichwertig zu männlicher Kraft und für unser aller Leben wichtig, denn aus ihr entsteht Lebensqualität und Lebensfreude. Männlichkeit braucht als gegenüberliegenden Pol die weibliche Kraft. Durch die Spannung dieser Gegensätze entsteht Anziehung und sexuelles Begehren. Sie macht eine Partnerschaft erst lebenswert und gibt den Frauen die Kraft, nach der sie sich schon immer gesehnt haben. Sie gehen in diesem Buch den Gesetzmäßigkeiten der Psyche auf den Grund - und stoßen dabei auf grundlegende Widersprüche zwischen unserer heutigen Lebensweise und einer tieferliegenden Ordnung, die allem Leben zugrunde liegt. Manche dieser "ewigen Gesetze" stehen im scharfen Kontrast zu vielen gesellschaftlich akzeptierten Vorstellungen. Im Zentrum steht die Frage nach einer erfüllenden Partnerschaft. In Wahrheit aber geht es um sehr viel mehr: Um das Wiedererkennen einer tieferen Ordnung, die unser ganzes Leben durchwirkt - und vielleicht der Schlüssel zum Sinn unseres Daseins ist. Dieses Buch will ein Augenöffner für die "ewige Ordnung" sein, in die alle Menschen hineingestellt und eingebunden sind, damit wir erkennen, wer wir sind - und wie wir den Sinn unseres Lebens entdecken und erfüllen können.

Elfie El. Horak hat Psychologie, Pädagogik und Mathematik studiert und arbeitet seit 1987 als beratende Psychologin, Psychotherapeutin und Autorin. Seit vielen Jahren befindet sie sich auf einer Entdeckungsreise zu den Gesetzen der "ewigen Ordnung", jene universelle energetische Dynamik, die jeden Menschen bestimmt, wie die Wellen eines Meeres jeden bewegen, der in ihm schwimmt. Der erste Meilenstein war das Buch: Und sie gehören doch zusammen, vom Haben zum Sein in der Partnerschaft. Heute gilt ihr Hauptinteresse, die universellen Gesetzmäßigkeiten in überlieferten Märchen zu entdecken und ihre ewig geltenden Botschaften als aktuellen Lebenswegweiser verständlich zu machen. Ein Buch zum Thema wird bald erscheinen. Sie lebt in Hamburg und in Feldafing.

ERSTES KAPITEL


Schon den ganzen Tag begleitete mich eine unerklärliche Gewissheit, dass irgendetwas Ungewöhnliches geschehen würde. Ich kickte einen Stein nach vorn, der direkt vor meinen Füssen lag, und setzte mich auf die Überreste einer Mauer. Vor mir lag ein Ruinenfeld: Säulenteile, hier und da noch ein paar ganz gut erhaltene Statuen und unzählige Steine.

»Es braucht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass dies einmal eine Tempelanlage war!« Ein elegant gekleideter Mann hatte sich mir genähert und blieb zwei Meter von mir entfernt stehen. Ich schaute überrascht auf.

»Wissen Sie, dass eine Treppe dort drüben«, er deutete in eine Richtung, wo mehrere Säulen einen Weg flankierten, »zu Gebäuden führt, die noch gut erhalten geblieben sind?«

»In meinem Touristenführer habe ich nichts darüber gelesen«, entgegnete ich.

»Überzeugen Sie sich selbst, es lohnt sich.« Mit diesen Worten gab er meinem Stein einen kräftigen Stoß und schlenderte weiter. Ich blickte ihm nach. Eine seltsame Begegnung. Als er verschwunden war, fiel mir auf, dass er mich auf Deutsch angeredet hatte, obwohl wir in Rom waren. Ich rutschte von der Mauer und wanderte ziellos über das Ruinenfeld, bis ich feststellte, dass ich ganz in der Nähe von der Stelle war, die der Mann mir gewiesen hatte. Ich sah mich um. Hier gab es tatsächlich eine Treppe. Neugierig stieg ich sie hinab. Ich erschrak so sehr, dass ich einen Schrei ausstieß. Anscheinend aus dem Nichts stand auf einmal ein kleiner Junge vor mir. »Wo kommst du denn her?« Ich hatte Mühe, mich wieder zu fangen.

»Ich soll dich zu Monsignore Angelo bringen.« Der Junge suchte meine Hand und zog mich zur Tür am Ende der Treppe, durch die er offensichtlich gekommen war. Verdattert ließ ich mich mitziehen. Die Tür öffnete sich zu einem breiten Säulengang. Also hatte der Mann von vorhin doch Recht gehabt. Der kleine Junge lief so schnell, dass ich Mühe hatte mitzukommen.

»Wer ist denn Monsignore Angelo?«, wollte ich wissen.

»Das ist mein Freund«, verkündete der Junge. Er spürte, dass mir seine Antwort noch nicht ausreichend war, und ergänzte: »Mit ihm spiele ich manchmal Fußball.«

Ich beschloss, mich überraschen zu lassen.

»Wie heißt du denn?«, versuchte ich unser Gespräch fortzusetzen.

»Ich heiße Paolo, und du?«

»Lania.«

Am Ende des Säulengangs traten wir ins Freie, auf einen mit weißem Kies ausgelegten Platz. Gegenüber stand ein zweistöckiges weißes Gebäude. Darauf steuerte der Junge zu. Jetzt ließ er das erste Mal meine Hand los. Ich spürte, dass sie schmerzte. Wir gingen hinein und befanden uns in einer großzügigen Eingangshalle. In der Mitte ein runder Tisch mit einem üppigen Blumenstrauß. An der Seite führte eine breite, helle Holztreppe nach oben. Paolo stürmte die Treppe hoch und verschwand. Zögernd ging ich hinter ihm her. Oben angelangt, öffnete sich eine Tür und vor mir stand ein großer, sympathisch aussehender Mann mit ungewöhnlich wachen, strahlenden Augen. Eine Robe, die er lässig über die Schulter geworfen hatte, ließ mich vermuten, dass er ein Geistlicher sein könnte. Hinter ihm tauchte Paolo wieder auf.

»Das ist Monsignore Angelo«, erklärte der kleine Junge stolz. »Spielen wir jetzt Fußball?«

Der Monsignore erläuterte ihm, dass er jetzt dazu keine Zeit habe, gab ihm aber das Versprechen, morgen früh ganz bestimmt mit ihm zu spielen. Der Junge akzeptierte fröhlich und rannte weg.

»Ich freue mich, dass Sie gekommen sind.« Er nahm meine Hand in beide Hände und begrüßte mich so herzlich, als wären wir alte Bekannte. »Ich hatte gehofft, dass Sie kommen, doch um sicherzugehen, habe ich Paolo geschickt.«

Ich war verwirrt. Wieso hatte Monsignore Angelo mich erwartet? Ich schaute ihn verwundert an. Irgendetwas an ihm war mir vertraut, als würde ich ihn tatsächlich schon lange kennen.

»Gleich erkläre ich Ihnen alles.«

Er nahm seine Robe ab und legte sie über einen Sessel.

»Setzen Sie sich erst einmal.« Er geleitete mich zu einer Sitzgruppe an der Stirnseite des Raumes.

Von Angelo ging irgendetwas aus, das mich faszinierte. Seine Ausstrahlung füllte den Raum, besser gesagt, sie erhellte ihn. Ich schätzte, er war zehn Jahre älter als ich, allerdings mochte ich mich darin auch täuschen. Sein Gesicht war von der Sonne gebräunt. Die vielen kleinen Lachfalten rund um seine Augen signalisierten Humor und ließen keinen Zweifel daran: Er verstand das Leben, und er verstand es zu leben.

»Ich heiße Angelo«, stellte er sich vor.

Ich nannte meinen Vornamen.

»Trinkst du eine Tasse Tee mit mir?« Er war mir so vertraut, dass ich unser Du selbstverständlich fand. Ich stimmte zu. Eine Teekanne, zwei Teetassen und eine Schale mit Gebäck standen vorbereitet auf dem Tisch. Der Sitzgruppe gegenüber befand sich ein übergroßer antiker Schreibtisch, dahinter Bücher, die bis zur Decke reichten. Der Fußboden war aus fast weißem Marmor. An der Längsseite des Raumes ein großer Kamin, davor eine zweite kleinere Sitzgruppe, bestehend aus zwei hochlehnigen Sesseln und einem kleinen Kamintisch. Weiter hinten an der Wand eine schmale Couch. Der ganze Raum war vom Fußboden bis zur Decke mit hellem Holz getäfelt. Wir setzten uns und Angelo schenkte Tee ein.

»Du hast mich bereits erwartet?« Ich erinnerte ihn daran, dass er mir noch eine Erklärung schuldig war.

»Ich weiß, dass es sich für deine Ohren seltsam anhört, aber wir beide haben die Aufgabe übertragen bekommen, Antworten zu finden, die du an diejenigen Menschen weitergeben sollst, die danach suchen.«

»So? Was meinst du damit?« Ich probierte den Tee. »Welche Antworten denn?«

»Antworten auf deine Fragen«, sagte Angelo knapp.

Ich wurde nachdenklich. In der Tat war ich nach Rom gefahren, um Abstand zu gewinnen und um eine wichtige Lebensentscheidung zu treffen. Ich suchte nach einer Orientierung für den richtigen, für meinen richtigen Weg. Sollte mein Zusammentreffen mit Angelo etwas damit zu tun haben?

»Woher weißt du, welche Fragen ich habe?« Skeptisch schaute ich ihn an.

Er schmunzelte. »Ich begleite dich schon lange. Ich kenne dich, darum weiß ich auch, dass du jetzt Unterstützung brauchst.« Er sagte diese Sätze, als sei er ein guter Freund, der beschlossen hat einzugreifen.

»Aber es geht nicht allein um dich. Viele Menschen wissen nicht, woran sie sich halten sollen. In eurer Gesellschaft gibt es im Moment zu wenig Hinweise, die den richtigen Weg erkennen lassen.«

Ich stutzte. »Wieso sagst du, in eurer Gesellschaft? Gehörst du denn nicht dazu?« Verwundert schaute ich ihn an.

»Ich meine«, beeilte sich Angelo zu sagen, »hinter den Klostermauern. Dies hier ist eine Welt für sich. Draußen läuft das Leben anders.«

Ich war mit der Antwort zufrieden, und Angelo fuhr fort: »Bei euch kennt kaum einer mehr die Richtlinien, die darauf hinweisen, was für den Menschen gut ist, was ihn glücklich macht und was schadet.«

»Du meinst, es gibt so etwas wie eine Richtschnur im Leben?«

»Ja, die gibt es. Die hat es schon immer gegeben. Sie ist heute nur in Vergessenheit geraten. Das Leben läuft nicht zufällig ab, sondern gehorcht einer höheren, natürlichen Ordnung. Je besser du diese Ordnung verstehst und dich nach ihr richtest, desto schöner wird dein Leben. Du bist wesentlich stärker, stabiler, sicherer in dem, was du tust, und kannst mit geringerem Kraftaufwand mehr erreichen. Viele Menschen machen sich das Leben unnötig schwer, weil sie die natürliche Ordnung nicht mehr kennen.«

»Es gibt eine Orientierung, die mein Leben leichter macht?«

Kerzengerade saß ich in meinem Sessel.

»Ja, so ist es. Die natürliche Ordnung, du kannst auch göttliche Ordnung sagen. Es kommt darauf an, sein Leben so einzurichten, dass es dieser Ordnung entspricht. Du darfst die Grenzen, die sie dir vorschreibt, möglichst nicht überschreiten. Sonst reduzierst du dein Leben. Du wirst schwach und kannst krank werden.«

»So?« Ich verstand Angelo nicht.

»Jedes Lebewesen, jede Pflanze, jedes Tier braucht eine ganz bestimmte Pflege und bestimmte Lebensbedingungen, um optimal gedeihen zu können. Der Mensch bildet keine Ausnahme.«

»Ach so, das meinst du. Aber das ist doch klar.«

»Tja, viele sind davon überzeugt, genau zu wissen, was ihnen gut tut, und sie machen die größten Fehler.« Angelo machte eine einladende Handbewegung. »Du hast die Chance – ich bin gern bereit, dich zu diesem alten Wissen hinzuführen. Könnte dir das Spaß machen?«

»Na klar, aber warum ich?«, stotterte ich.

Angelo beugte sich vor. »Deine Probleme sind für eure Gesellschaft typisch. Du kannst die Fragen stellen, die heute vielen Männern und Frauen auf den...

Erscheint lt. Verlag 7.1.2026
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Partnerschaft / Sexualität
ISBN-10 3-6957-2325-4 / 3695723254
ISBN-13 978-3-6957-2325-6 / 9783695723256
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