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Gelassen erziehen, erfüllt leben -  Patrick Roeder

Gelassen erziehen, erfüllt leben (eBook)

Vorleben statt erklären. Erziehung beginnt bei uns selbst.

(Autor)

Vanessa Roeder (Herausgeber)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
218 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-7588-8 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
8,99 inkl. MwSt
(CHF 8,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Was, wenn Erziehung gar nicht bei unseren Kindern beginnt, sondern bei uns selbst? Dieses Buch öffnet dir die Augen, inspiriert und zeigt dir, warum nicht Regeln und Tipps, sondern deine innere Haltung den entscheidenden Unterschied macht. Es ist kein weiterer Ratgeber für bessere Kinder, sondern ein Wegweiser zu deinem besten Selbst und zu dem, was deine Familie wirklich braucht. - Entdecke, wie du durch innere Stärke, Klarheit und Authentizität automatisch zum Vorbild wirst. - Stelle dir Fragen, die dein Leben nachhaltig verändern, und finde Antworten, die dir und deiner Familie Orientierung geben. - Erkenne die Kraft positiver Gedanken, Dankbarkeit und Achtsamkeit für dich und deine Familie. - Lerne, warum wahres Glück nicht im Materiellen liegt und entdecke, wie du es mitten im Alltag finden kannst. - Verstehe, warum Veränderung uns oft so schwerfällt und lerne, wie du sie Schritt für Schritt angehst.

Ich heiße Patrick und bin 30 Jahre alt. Gemeinsam mit meiner Frau, unserem Sohn, einem Hund und zwei Pferden lebe ich auf dem Land in der Nähe von München. Auch wenn es manchmal chaotisch zugeht, liebe ich genau dieses Leben und würde es mit niemandem tauschen wollen.

2. Geld und die Illusion des Glücks – warum genug nie genug bleibt


„Der wahre Reichtum ist, genug zu haben, um zu geben, ohne das zu verlieren, was wir wirklich brauchen.“

Hätten wir nur ausreichend Geld, wären all unsere Probleme gelöst. Wir müssten nicht mehr in einem Job arbeiten, der uns keinen Spaß macht, keine unangenehmen Gespräche mit unserem Chef führen und könnten die stressigen Kundenanfragen hinter uns lassen. Endlich ausschlafen und das Leben genießen. Doch was ist eigentlich „genug“ Geld? Reicht es, die Fixkosten zu decken, oder sollte genug vorhanden sein, um fünf Jahre ohne Arbeit auszukommen? Oder sollte es so viel sein, dass man nie wieder arbeiten muss und einfach das tun kann, was man möchte? Und was bedeutet es eigentlich, „endlich zu tun, was man will“? Wenn wir uns diese Fragen stellen, merken wir schnell, dass viele von uns gar nicht so genau wissen, was sie wirklich wollen. Manchmal ist es schon verrückt: Wir schuften jahrelang in Jobs, die uns keinen Spaß machen, nur um uns Dinge leisten zu können, die wir eigentlich gar nicht brauchen – oft nur, um Menschen zu beeindrucken, die uns gar nicht wichtig sind. Und wenn wir ehrlich sind, sind wir am Ende oft die Einzigen, die unseren Besitz überhaupt beeindruckend finden. Wir alle wünschen uns Respekt und Anerkennung, aber die Wahrheit ist: Die wirklich wichtigen Dinge im Leben können nicht gekauft werden. Echte Wertschätzung entsteht durch Freundlichkeit, Offenheit und Menschlichkeit – nicht durch das neueste Auto oder die teure Designer-Tasche. Geld ist oft ein schwieriges Thema, das schnell Freundschaften und Beziehungen auf die Probe stellt. Es ist erstaunlich, wie viel Stress und Konflikte aus diesem kleinen Stück Papier oder Zahlen auf dem Konto entstehen können. Noch immer denken viele, dass Geld alle Probleme lösen kann. Genau deshalb habe ich diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet – um mit diesem weitverbreiteten Mythos aufzuräumen. Denn tatsächlich zeigt sich: Ab einem bestimmten Punkt verliert Geld an Bedeutung. Wer genug hat, um sorgenfrei leben zu können, merkt schnell, dass mehr Geld nicht automatisch mehr Glück bringt. Und diese Grenze liegt viel niedriger, als man denkt – je nachdem, wo und wie man lebt. Vielleicht lohnt es sich also, innezuhalten und zu hinterfragen, wofür wir eigentlich so hart arbeiten. Geht es wirklich um ein besseres Leben – oder nur um das nächste Statussymbol? Und was wollen wir eigentlich unseren Kindern mitgeben? Dass im Leben vor allem zählt, eine gute Schule zu besuchen, damit man später einen guten Job hat und genug Geld verdient? Lass uns ganz von vorn anfangen: Was ist Geld eigentlich – und was ist es nicht?

2.1 Die Definition von Geld – mehr als nur ein Zahlungsmittel?

„Geld kann Türen öffnen – doch welchen Raum wir betreten, hängt von uns ab.“

Geld ist im Grunde nichts anderes als ein Tauschmittel. Es hilft uns dabei, Dinge und Dienstleistungen zu bekommen, ohne direkt tauschen zu müssen. Früher hätte man vielleicht einen Sack Kartoffeln gegen ein paar Eier getauscht – heute zückt man einfach den Geldbeutel oder bezahlt per App. Geld übernimmt dabei drei wichtige Aufgaben: Es macht den Tausch von Dingen einfacher, es ermöglicht uns, Werte für später aufzubewahren, und es hilft uns, den Wert von Sachen zu vergleichen. Ob ein Kaffee zwei Euro oder zehn Euro kostet, versteht jeder sofort – und das nur, weil wir Geld als gemeinsame „Sprache“ nutzen. Früher gab es Münzen und Scheine, aber heute ist Geld oft nur noch digital. Ein paar Zahlen auf dem Kontoauszug, die wir mit einem Klick verschieben können. Und dann gibt es ja auch noch Kryptowährungen, welche das Thema Geld im herkömmlichen Sinne noch mal auf den Kopf stellt. Das Verrückte am Geld ist: Es hat eigentlich keinen echten, eigenen Wert. Ein Stück Papier oder ein Eintrag auf deinem Konto sind für sich genommen nichts wertvoller als ein Notizzettel. Der Wert entsteht nur dadurch, dass wir alle darauf vertrauen, dass wir damit zahlen können. Manchmal vergisst man, dass Geld letztlich nur ein Mittel zum Zweck ist – ein Werkzeug, um den Austausch von Dingen und Dienstleistungen möglich zu machen. Es ist kein Ziel an sich, sondern eher ein praktischer Helfer im Alltag.

2.2 Materielle Abhängigkeit – Wenn Besitz das Leben bestimmt

„Wer vom Besitz abhängt, verliert leicht den Blick für das, was unbezahlbar ist.“

Es ist schon verrückt, wie sehr wir manchmal glauben, dass unser Glück von dem abhängt, was wir besitzen. Ob es das schicke Auto, die teure Wohnungseinrichtung oder das neueste Smartphone sind – ständig erzählt uns Werbung, dass wir genau das brauchen, um wirklich zufrieden zu sein. Doch oft merken wir gar nicht, wie schnell wir uns dabei in eine Art Abhängigkeit manövrieren. Viele Menschen definieren ihren Selbstwert über materielle Dinge. Wenn das Bankkonto stimmt und das Outfit „on Point“ ist, fühlen sie sich gut. Aber wehe, das Leben läuft nicht nach Plan – dann bröckelt das Selbstbewusstsein schnell. Soziale Medien verstärken diesen Druck noch. Jeden Tag sehen wir perfekt inszenierte Leben, in denen immer alles glänzt und funkelt. Und ganz automatisch fangen wir an, uns zu vergleichen, und denken: „Wenn ich das hätte, wäre ich auch glücklich.“ Das Problem ist nur: Diese Art von Glück hält meist nicht lange. Kaum haben wir etwas Neues, sind wir schon wieder auf der Jagd nach dem nächsten Ding. Und je mehr wir kaufen, desto mehr brauchen wir – ein endloser Kreislauf. Oft versuchen wir damit, eine innere Leere zu füllen, die jedoch nicht durch Dinge, sondern nur durch echte Erlebnisse und Beziehungen gestillt werden kann. Hinzu kommt, dass dieser Konsumdrang unsere Freiheit einschränkt. Statt Entscheidungen nach unserem echten Bedarf oder unseren wahren Wünschen zu treffen, lassen wir uns von Trends und Erwartungen leiten. Wir kaufen nicht, was wir brauchen, sondern was uns kurzfristig ein gutes Gefühl gibt – auch wenn es uns langfristig gar nicht weiterbringt. Heutzutage ist das besonders einfach. Mit ein paar Klicks bestellen wir online alles, was unser Herz begehrt. Wir müssen nicht mal mehr das Haus verlassen, um die nächste Shopping-Befriedigung zu bekommen. Doch dieses ständige „Mehr, mehr, mehr“ kann auch zur Belastung werden. Denn das heißt oft auch, mehr arbeiten zu müssen oder am Ende sogar Überziehungszinsen zu zahlen. Und als ob das nicht schon genug wäre, spielt uns die Industrie oft zusätzlich in die Karten. Viele Produkte sind so konzipiert, dass sie schnell kaputtgehen – das nennt man „geplanten Verschleiß“. Die Folge: Wir müssen immer wieder Neues kaufen. So bleibt uns kaum eine Chance, aus dem Konsumkreislauf auszubrechen.

Am Ende bleibt die Frage: Macht uns das wirklich glücklich? Oder rauben uns all diese Dinge am Ende nicht mehr Energie, als sie uns geben? Vielleicht ist es an der Zeit, den Fokus ein bisschen zu verschieben – weg vom Konsum, hin zu den Dingen, die wirklich zählen: Zeit mit Menschen, die wir lieben, Momente, die uns berühren, und Erlebnisse, die uns bereichern. Um sich von materieller Abhängigkeit zu befreien, ist es wichtig, ein klares Bewusstsein für die eigenen Werte und Bedürfnisse zu entwickeln. Eine zentrale Frage dabei ist: Welchen Mehrwert bietet mir dieser Gegenstand wirklich? Ein Sportwagen zum Beispiel lässt sich schwer rein rational bewerten. Am Ende bringt er einen auch nur von A nach B – vielleicht mit etwas mehr Komfort oder Fahrspaß. Doch dieser Zusatznutzen sollte stets im Verhältnis zu den Kosten stehen. Es geht darum, sich bewusst zu machen, ob der materielle Besitz wirklich zu einem erfüllteren Leben beiträgt oder ob er lediglich eine kurzfristige Befriedigung bietet, die letztlich nicht nachhaltig ist. Ein großer SUV hingegen kann für eine Familie den Stress reduzieren, indem er Platz für den Kinderwagen und Einkäufe bietet – er hat also einen praktischen Nutzen über das bloße Fortbewegen hinaus. Ein großes Haus kann ebenfalls stressmindernd wirken und Vorteile wie mehr Platz und Privatsphäre bieten. Dennoch ist das Glück einer Familie nicht an das Haus gebunden, sondern an die Menschen, die darin leben. Es ist nicht verwerflich, sich Dinge zu kaufen, aber man sollte sein Selbstwertgefühl niemals an materiellen Dingen festmachen. Die entscheidende Frage ist: Was kostet es, sich diesen Luxus zu leisten oder ihn sogar zu steigern? Ein Beispiel: Ein schönes Auto mit einer Leasingrate von 800 € pro Monat entspricht bei einem Gehalt von 3.200 € einem Viertel des Einkommens. Wie viele Stunden müsste ich zusätzlich arbeiten, um es mir leisten zu können? Und worauf müsste ich verzichten? Vielleicht auf einen Urlaub oder gemeinsame Ausflüge mit der Familie? Man sollte sich bewusst machen, dass man letztlich immer Zeit gegen Geld tauscht. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob der materielle Wert oder der damit verbundene gesellschaftliche Status wirklich die viele Arbeitszeit wert ist, die man dafür opfert...

Erscheint lt. Verlag 7.11.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Familie / Erziehung
ISBN-10 3-6951-7588-5 / 3695175885
ISBN-13 978-3-6951-7588-8 / 9783695175888
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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Größe: 505 KB

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