Leitfaden zur Wutbewältigung für Kinder (eBook)
210 Seiten
Seahorse Pub (Verlag)
978-0-00-102669-8 (ISBN)
Helfen Sie Kindern, große Emotionen zu verstehen, auszudrücken und zu bewältigen - und das alles mit Spaß!
Jedes Kind erlebt Wut - aber nicht jedes Kind weiß, wie es damit umgehen soll. Dieses ansprechende und mitfühlende Arbeitsbuch bietet über 70 unterhaltsame, interaktive Aktivitäten, die Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren helfen sollen, ihre Emotionen zu erkennen, zu verstehen und auf gesunde Weise zu bewältigen.
Vom Zeichnen von Gefühlen und Erzählübungen bis hin zu Emotions-Scharaden und beruhigendem Basteln - dieses Arbeitsbuch vermittelt emotionales Lernen wie ein Spiel. Jede Aktivität ist darauf ausgerichtet, emotionale Stärke aufzubauen, das Selbstbewusstsein zu fördern und die Ruhe im Alltag zu fördern. So erhalten Kinder die Werkzeuge, die sie brauchen, um mit Frustration, Enttäuschung und Stress selbstbewusst umzugehen.
Egal, ob Sie als Elternteil nach praktischen Hilfsmitteln suchen, als Lehrer das sozial-emotionale Lernen (SEL) unterstützen oder als Berater mit jungen Klienten arbeiten: Dieses Arbeitsbuch bietet eine flexible, benutzerfreundliche Ressource, die Kinder dort abholt, wo sie stehen - und ihnen hilft, von dort aus zu wachsen.
Im Inneren finden Sie:
Schritt-für-Schritt-Anleitung für jede Aktivität
Tipps zum Sprechen über Gefühle mit Kindern
Tools zur Identifizierung emotionaler Auslöser und Reaktionen
Kreative Möglichkeiten, Achtsamkeit, Empathie und Selbstregulierung zu üben
Dies ist nicht nur ein weiterer Leitfaden zur Aggressionsbewältigung - es ist ein unverzichtbares Toolkit für die Erziehung emotional belastbarer, selbstbewusster und glücklicher Kinder.
Beginnen Sie noch heute damit, emotionale Stärke aufzubauen - eine lustige Aktivität nach der anderen
Kapitel 1
Verstehen Sie Ihren Ärger
Stell dir vor: Du hast einen ganz normalen Tag, als dein kleiner Bruder versehentlich deinen Spielstand löscht, an dem du wochenlang gearbeitet hast. Du kriegst sofort einen glühenden Kopf, ballst die Hände zu Fäusten und willst schreien. Kommt dir das bekannt vor? Dieser Wutanfall hat nichts mit dir zu tun – es ist das Alarmsystem deines Gehirns, das genau das tut, was es soll.
Wut ist tatsächlich eine Ihrer wichtigsten Emotionen. Betrachten Sie sie als Ihren persönlichen Bodyguard, der immer dann aktiv wird, wenn etwas Ihre wichtigen Dinge bedroht. Wenn Sie jemand ungerecht behandelt, Ihre Grenzen missachtet oder Menschen verletzt, die Ihnen wichtig sind, meldet sich Wut und sagt: „Hey, das ist nicht in Ordnung!“ Sie gibt Ihnen die Energie, für sich selbst einzustehen und das Wichtige zu schützen. Das Problem ist nicht, wütend zu sein – das Problem entsteht, wenn wir nicht wissen, wie wir mit dieser starken Energie auf gesunde Weise umgehen sollen.
Zu viele Teenager denken, Wut mache sie zu schlechten Menschen oder sie sollten nie wütend sein. Das ist völlig falsch. Das Ziel ist nicht, nicht mehr wütend zu sein; es geht darum, richtig gut zu entscheiden, was man mit diesen Gefühlen macht.
Machen Sie sich bereit, mit sechs praktischen Aktivitäten zum Wutexperten zu werden, die Ihr Verständnis dieser starken Emotion verändern werden.
Aktivität 1: Check-In zum Thema Wutbewusstsein
Ihre Mission:Werfen Sie einen ehrlichen und vorurteilsfreien Blick auf Ihre aktuelle Beziehung zur Wut.
Was Sie brauchen:Stift, Papier, komfortabler privater Raum
Schritt 1:Schreiben Sie die ersten drei Wörter auf, die Ihnen zum Thema Wut einfallen. Denken Sie nicht zu lange darüber nach – schreiben Sie einfach auf, was Ihnen zuerst einfällt. Diese Wörter offenbaren Ihre aktuellen Ansichten zum Thema Wut, und hier gibt es keine falschen Antworten.
Schritt 2:Bewerten Sie auf einer Skala von 1 bis 10, wie wohl Sie sich mit Ihrer eigenen Wut fühlen. 1 bedeutet: „Ich hasse es, wütend zu werden“ und 10: „Ich habe kein Problem damit, manchmal wütend zu sein.“ Schreiben Sie Ihre Zahl auf und begründen Sie Ihre Wahl.
Schritt 3:Denken Sie an das letzte Mal, als Sie richtig wütend waren. Schreiben Sie drei Sätze, in denen Sie beschreiben, was passiert ist, wie Sie sich körperlich gefühlt haben und was Sie mit diesen Gefühlen gemacht haben. Konzentrieren Sie sich auf Fakten, nicht auf Urteile.
Schritt 4:Listen Sie drei Dinge auf, die Sie an Ihrem Umgang mit Wut ändern möchten. Vielleicht möchten Sie aufhören zu schreien, Ihre Auslöser besser verstehen oder sich weniger schuldig fühlen, wenn Sie wütend werden.
Denken Sie darüber nach:Was hat Sie an Ihren Antworten am meisten überrascht? Welche Muster erkennen Sie? Wie wirkt sich Ihre Wut Ihrer Meinung nach auf Ihre Beziehungen aus?
Versuchen Sie dies noch heute:Achten Sie auf kleine Momente der Irritation, ohne zu versuchen, sie zu ändern – nehmen Sie sie einfach wie ein neugieriger Wissenschaftler wahr.
Aktivität 2: Der Wut-Eisberg
Ihre Mission:Entdecken Sie mithilfe des Eisbergmodells die verborgenen Emotionen hinter Ihrer Wut.
Was Sie brauchen:Papier, Buntstifte oder Marker, ruhiger Denkraum
Was die meisten Menschen nicht wissen: Wut ist meist nur die Spitze des Eisbergs. Wie bei einem echten Eisberg, der im Meer treibt, ist der Großteil der „Masse“ unter Wasser verborgen. Ihre Wut mag zwar der Teil sein, den jeder sieht, aber darunter verbergen sich oft andere Gefühle wie Schmerz, Enttäuschung, Angst oder das Gefühl der Machtlosigkeit.
Schritt 1:Zeichnen Sie ein großes Dreieck auf Ihr Papier, dessen Spitze über einer Wellenlinie hervorsteht (das ist Ihr „Wasser“). Die Spitze steht für Wut – die Emotion, die jeder sieht. Zeichnen Sie unterhalb der Wasserlinie einen viel größeren Dreiecksabschnitt. Dieser stellt alle verborgenen Emotionen dar.
Schritt 2:Schreiben Sie im Tippbereich „WUT“ und fügen Sie Wörter hinzu, die beschreiben, wie Ihre Wut auf andere wirkt (Schreien, Schweigen, Sarkasmus usw.).
Schritt 3:Im Abschnitt „Unterwasser“ kannst du dir Gedanken über Emotionen machen, die sich hinter deiner Wut verbergen könnten. Denke an Gefühle wie: Schmerz, Verlegenheit, Enttäuschung, Angst, Einsamkeit, das Gefühl, missverstanden zu werden oder sich machtlos zu fühlen. Fülle diesen Abschnitt mit Worten, die deine Erfahrungen widerspiegeln.
Schritt 4:Wählen Sie eine aktuelle Situation aus, in der Sie Wut verspürt haben, und identifizieren Sie, welche unterschwelligen Emotionen dabei zum Vorschein kamen. Das Verständnis dieser tieferen Gefühle hilft Ihnen, das eigentliche Problem anzugehen, anstatt nur auf oberflächliche Wut zu reagieren.
Denken Sie darüber nach:Welche Unterwasser-Emotionen treten bei Ihnen am häufigsten auf? Wie könnten sich Ihre Beziehungen verändern, wenn Sie diese tieferen Gefühle ausdrücken könnten, anstatt nur Wut?
Versuchen Sie dies noch heute:Wenn Sie das nächste Mal wütend sind, halten Sie inne und fragen Sie sich: „Was fühle ich im Moment noch?“
Aktivität 3: Die Wutsignale Ihres Körpers
Ihre Mission:Werden Sie zum Experten im Erkennen der Frühwarnzeichen Ihres Körpers für Wut.
Was Sie brauchen:Bequemer Platz, Stift, Papier
Ihr Körper ist unglaublich intelligent – er sendet Ihnen schon lange vor dem Ausbruch Ihrer Wut Signale. Wenn Sie lernen, diese Signale zu lesen, können Sie Ihre Reaktion selbst bestimmen, anstatt nur automatisch zu reagieren.
Schritt 1:Setzen Sie sich bequem hin und denken Sie an eine leicht frustrierende Situation (nicht an Ihren größten Wutauslöser – das heben Sie sich für später auf). Schließen Sie die Augen und erinnern Sie sich daran, wie sich Ihr Körper in dieser Situation gefühlt hat.
Schritt 2:Beginnen Sie oben am Kopf und scannen Sie langsam Ihren Körper nach unten. Achten Sie darauf: Wird Ihr Kiefer angespannt? Verspannen sich Ihre Schultern? Verändert sich Ihre Atmung? Verkrampfen sich Ihre Hände? Fühlt sich Ihr Magen anders an? Ist Ihnen heiß oder kalt? Schreiben Sie alles auf, was Ihnen auffällt.
Schritt 3:Denken Sie nun an eine Situation, in der Sie sich stärker ärgern, und wiederholen Sie den Körperscan. Achten Sie darauf, wie die Signale stärker werden oder neue auftauchen. Ihr Körper signalisiert Ihnen möglicherweise: „Achtung – Wut steigt!“
Schritt 4:Erstellen Sie Ihre persönliche Wutsignalkarte, indem Sie einen einfachen Körperumriss zeichnen und markieren, wo Sie Wutgefühle verspüren. Verwenden Sie unterschiedliche Farben für unterschiedliche Intensitätsstufen.
Schritt 5:Erkennen Sie Ihre frühesten Warnsignale – das sind Ihre goldenen Gelegenheiten, Bewältigungsstrategien anzuwenden, bevor die Wut überhandnimmt.
Denken Sie darüber nach:Welche Körpersignale treten bei Ihnen zuerst auf? Wie früh können Sie Ärger erkennen, bevor er überhandnimmt?
Versuchen Sie dies noch heute:Machen Sie im Laufe des Tages kurze Körperchecks, um sich Ihres körperlichen Zustands bewusst zu werden.
Aktivität 4: Mythen und Fakten zum Thema Wut
Ihre Mission:Durchschauen Sie gängige Missverständnisse zum Thema Wut und entdecken Sie die Wahrheit über gesunde Wut.
Was Sie brauchen:Papier, Stift, offener Geist, bereit, alte Überzeugungen in Frage zu stellen
Die Gesellschaft vermittelt uns viele verwirrende und falsche Informationen über Wut. Diese Mythen können dazu führen, dass man sich für eine normale Emotion schämt oder auf ungesunde Weise mit Wut umgeht.
Schritt 1:Lesen Sie diese gängigen Mythen über Wut durch und markieren Sie, welche Sie geglaubt haben: „Wut ist immer schlecht“, „Gute Menschen werden nicht wütend“, „Wenn Sie wütend sind, haben Sie Probleme mit Ihrer Wut“, „Wut bedeutet, dass Sie die Kontrolle verloren haben“, „Sie sollten niemals zeigen, dass Sie wütend sind“, „Wut ist nur etwas für aggressive Menschen.“
Schritt 2:Jetzt die Fakten: Wut ist ein normales Gefühl, das signalisiert, dass etwas Aufmerksamkeit braucht. Jeder wird manchmal wütend, auch freundliche, gute Menschen. Wütend zu sein bedeutet nicht, dass man Probleme hat – es zeigt, dass man menschlich ist. Wut wird problematisch, wenn wir nicht gut damit umgehen können, nicht wenn wir sie spüren. Der angemessene Ausdruck von Wut kann Beziehungen tatsächlich stärken. Wut gibt Ihnen Energie, Probleme zu lösen und das Wichtige zu schützen.
Schritt 3:Schreiben Sie drei Mythen über Wut auf, an die Sie geglaubt haben, und die entsprechenden Fakten, die sie in Frage stellen. Beachten Sie, wie diese Fakten Ihre Beziehung zur Wut verändern.
Schritt 4:Überlegen Sie, wie diese Mythen Ihre früheren Reaktionen auf Wut beeinflusst haben könnten. Haben Sie sich geschämt, obwohl Sie es nicht hätten tun sollen? Haben Sie versucht, nie wütend zu werden?
Denken Sie darüber nach:Welche Mythen haben Sie am meisten geprägt? Wie verändert das Wissen um diese Fakten Ihre Sicht auf Ihre eigene Wut?
Versuchen Sie dies noch heute:Wenn Sie merken, dass Ärger aufkommt, erinnern Sie sich: „Das ist eine normale Emotion, die mir wichtige Informationen liefert.“
Aktivität 5: Thermometer zur Wutintensität
Ihre Mission:Erstellen Sie ein visuelles Tool zum Messen und Verfolgen der Intensität Ihrer Wut.
Was...
| Erscheint lt. Verlag | 20.8.2025 |
|---|---|
| Übersetzer | Tanja J. Faerber |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Psychologie |
| ISBN-10 | 0-00-102669-0 / 0001026690 |
| ISBN-13 | 978-0-00-102669-8 / 9780001026698 |
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