Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Mein Kind macht, was es will! Das Handbuch für einen Familienalltag ohne Machtkämpfe - Von A wie Anziehen bis Z wie Zähneputzen -  Kathy Weber

Mein Kind macht, was es will! Das Handbuch für einen Familienalltag ohne Machtkämpfe - Von A wie Anziehen bis Z wie Zähneputzen (eBook)

Das praktische A-Z Handbuch von SPIEGEL-Bestseller-Autorin und Eltern-Coach Kathy Weber: Bedürfnisorientierte Erziehung und gewaltfreie Kommunikation für einen friedvollen Familienalltag (Vorwort von Laura Malina Seiler)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
336 Seiten
Malia Verlag
978-3-949822-48-3 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
19,90 inkl. MwSt
(CHF 19,40)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

'Mein Kind macht, was es will!' ist das A-Z Handbuch für Eltern von Kindern zwischen 0 und 8 Jahren, die den Familienalltag friedvoller und stressfreier gestalten wollen. Ob beim morgendlichen Anziehen oder abendlichen Zähneputzen - dieser A-Z-Ratgeber liefert praktische und lösungsorientierte Ansätze für typische Konfliktsituationen im Alltag.

Mit einem strukturierten Aufbau, von A wie 'Anziehen' bis Z wie 'Zähneputzen', zeigt das Buch, wie Konflikte ohne Strafen oder Belohnungen auf Augenhöhe gelöst werden können. Im Fokus steht die Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern (GfK), basierend auf den Prinzipien von Marshall B. Rosenberg. Diese Methode hilft Eltern, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu verstehen und eine liebevolle Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen. Das Buch integriert auch das von Kathy Weber entwickelte LilaLiebe®-Konzept, das auf Bedürfnisorientierte Erziehung setzt und Eltern zeigt, wie sie Konflikte im Alltag friedlich lösen können.

Für wen ist dieses Buch geeignet?

'Mein Kind macht, was es will!' richtet sich an alle Eltern, die auf der Suche nach einer respektvollen und bedürfnisorientierten Erziehung sind. Es ist ideal für Eltern, die nach praktischen Lösungen für den Familienalltag suchen, Konflikte friedlich lösen wollen und bereit sind, traditionelle Erziehungsansätze wie Belohnung und Bestrafung zu hinterfragen. Dieser Erziehungsratgeber bietet dir das nötige Werkzeug, um deinen Erziehungsstil zu überdenken und neue Wege für eine harmonische Eltern-Kind-Verbindung einzuschlagen.

Dieses Buch gibt dir die Werkzeuge an die Hand, um deine Elternschaft zu überdenken, neue Wege einzuschlagen und deine Beziehung zu deinem Kind nachhaltig zu stärken - mit Empathie, Respekt und Klarheit.

Warum dich dieses Buch unterstützen kann?

  • Praxisnah und lösungsorientiert: Für jede Alltagssituation findest du hilfreiche Ansätze und konkrete Tipps.
  • Gewaltfreie Kommunikation verstehen und anwenden: Lerne die Techniken der GFK, um deine Familie mit mehr Ruhe und Verständnis zu führen.
  • Verbindung statt Machtkampf: Erfahre, wie du eine starke Beziehung zu deinem Kind aufbaust, ohne Strafen, Schimpfen oder Belohnungssysteme.
  • Bedürfnisse verstehen: Erkenne, was dein Kind wirklich braucht, und handle im Einklang mit seinen und deinen Bedürfnissen.

Mach den ersten Schritt zu einem harmonischeren Familienalltag und entdecke, wie Gewaltfreie Kommunikation und bedürfnisorientierte Erziehung dein Leben als Elternteil verändern können.

Mit einem Vorwort von Bestseller-Autorin, Podcasterin und Coach Laura Malina Seiler.



Kathy Weber ist ausgebildete Trainerin der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg, Familien- und Elternberaterin, Unternehmerin, Moderatorin, SPIEGEL-Bestseller-Autorin - und zweifache Mama. Ihre Mission ist es aufzuzeigen, wie Familienalltag mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation leichter gestaltet werden kann und Eltern im Umgang mit ihren Kindern gelassener werden können. Kathy Weber lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Berlin.

Mein Weg zur Gewaltfreien Kommunikation und LilaLiebe®*

In meiner Kindheit wurde ich dazu erzogen, zu funktionieren. Ich hatte mich so zu verhalten, wie es für alle anderen passte. Brav sein, nicht zu laut, nicht zu leise, mich gesellschaftskonform benehmen und machen, was von mir erwartet wurde – eben funktionieren. Ohne Gefühle, die irgendjemand als unangenehm hätte empfinden können. Fiel mir etwas schwer, wurde nicht gefragt, wie es mir damit geht und was ich brauche. Es wurde auch nicht überlegt, was mir helfen könnte, es zu schaffen. Oder warum mir diese Sache überhaupt schwerfiel. Ich hatte mitzumachen. Punkt aus.


Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, wie wütend ich oft war. Es war so viel Wut in mir, weil ich den Eindruck hatte, dass mich niemand verstand und es nie um mich ging. Gleichzeitig habe ich mich vollkommen einsam gefühlt, weil niemand da war, der sich dafür interessiert hat, was bei der kleinen Kathy eigentlich los war. Vielmehr war auch diese Wut, die ich laut und deutlich preisgegeben habe, zu viel. Zu unangemessen, unangenehm – sie sollte weg. Wenn ich damals etwas über meine Gefühle gelernt habe, dann, dass meine Wut nicht gut ist und so schnell wie möglich weg sollte. Sie durfte also nicht sein. Und gleichzeitig war sie ja nun mal da. Damit habe ich mich auf Dauer überfordert, falsch und unglaublich allein gefühlt. Ich wurde viel belohnt und gelobt für all die Dinge, die meinen Eltern gefallen haben. Das war immer dann der Fall, wenn ich „funktioniert“, also mitgemacht habe, sodass es für sie leicht war – und beispielsweise auch dann, wenn ich all meine Aufgaben erledigt und mich in meinen Hobbys bemüht habe und dort eine gute Figur machte.


Meine Eltern sind zwar unterschiedlich mit mir umgegangen, im Inneren hat es sich für mich jedoch gleich angefühlt. Mein Vater hat mein Verhalten abgewertet, indem er tagelang nicht mit mir gesprochen hat. Meine Mutter hat mich daraufhin nahezu angefleht, mich bei ihm zu entschuldigen. Habe ich das dann getan, wurde meine Entschuldigung abgelehnt. Irgendwann, also nach einigen Tagen, war dann alles wieder „gut“ – warum, wusste ich nie.

Heute weiß ich, dass sie damals ihr einzig Mögliches getan haben und sie mich aus tiefstem Herzen lieben. Sie hatten nicht das Wissen und die Strategien für bedingungslose Liebe – was nicht heißt, dass sie mich nicht bedingungslos lieben wollten.


Durch diese Erfahrungen haben sich in mir unter anderem die folgenden Glaubenssätze entwickelt:


Ich darf keine Fehler machen.

Ich bin nur liebenswert, wenn ich mitmache und leiste.

Ich bin dumm.

Ich bin zu laut.

Ich bin zu viel.

Ich mache zu schnell meine Klappe auf.

Ich rede zu viel.

Ich bin falsch!

Mit mir stimmt was nicht!


Diese Liste könnte ewig so weitergehen. Es war eine Spirale der Abwertung – und das, obwohl meine Eltern mich doch so sehr liebten und lieben. Glaubenssätze waren für mich in meinen Zwanzigern unglaublich belastend. Ich hatte verinnerlicht, dass Konflikte ebenso wie mein Verhalten bei Herausforderungen etwas Schlechtes sind. Daher wuchs in mir die Angst davor und ich habe mich oft klein und schlecht gefühlt.


Gleichzeitig war und bin ich bis heute jemand, der seine Meinung sagt, weil mir Gerechtigkeit sehr wichtig ist. Wenn ich als Kind, als Teenager oder auch als junge Erwachsene irgendwo angeeckt bin, sei es durch mein Verhalten oder auch durch meine bloße Anwesenheit, war das für mich schwer zu ertragen. Der Schmerz des Liebesentzugs durch meinen Vater und die Verantwortung, die meine Mutter mir dafür übertragen hat, damit alles wieder „gut“ wird, hat tief in mir gesessen. Mir hat es an Schutz gefehlt. Diese Wut, die Einsamkeit und die damit verbundenen Glaubenssätze habe ich lange mit mir herumgetragen.


Jahre später und bereits mitten in meiner eigenen Mutterschaft und auf meinem Weg der Gewaltfreien Kommunikation, konnte ich mit meinen Eltern über Situationen aus meiner Kindheit sprechen. Immer und immer wieder. Ich konnte mit ihnen darüber sprechen, ohne sie für ihr Verhalten zu verurteilen, weil ich sie verstehen wollte. So habe ich erfahren, dass mein Vater mich in den Momenten, in denen ich mich nicht angepasst verhalten habe, tatsächlich abgelehnt hat. Er hat sich nicht für mich interessiert, wollte, dass ich aufhöre und er in Ruhe seine Dinge tun konnte. Das konnte er mir Jahrzehnte danach sagen und wir haben es beide unglaublich bedauert. Als wir über seine eigene Kindheit gesprochen haben, habe ich immer mehr verstanden, wie viele gelernte Verhaltensmuster er selbst bereits ablegen konnte und weiterhin ablegt. Heute bin ich so stolz auf ihn und spüre seine bedingungslose Liebe.


Meine Mutter konnte mit mir teilen, dass sie damals unglaublich überfordert und hilflos war. Ihr hat nicht gefallen, wie sie mit mir umgegangen sind, sie hätte es gern anders gemacht, doch ihr fehlte der Mut, andere Wege zu finden. Mit ihr habe ich ebenfalls in ihre Kindheit geschaut – und es lässt sich erklären, woher all ihre Muster kommen.


Auch von ihr fühle ich mich heute bedingungslos geliebt und ich bin unglaublich dankbar, den Mut gehabt zu haben, mir diesen Schmerz aus meiner Kindheit angeschaut und mit meinen Eltern darüber gesprochen zu haben. Durch unsere vielen Gespräche verstehen wir unser Verhalten damals wie heute wechselseitig.


Daher existiert für mich beides gleichzeitig – ich habe Verständnis, kann annehmen und verzeihen UND ich weiß, dass mir damals viel gefehlt hat, ganz besonders Empathie, Schutz und bedingungslose Liebe.


Falls du hier Parallelen zu deiner eigenen Kindheit siehst, ist das kein Zufall. Meine Geschichte ist die Geschichte unserer Generation und der Generationen vor uns. Es ist die Geschichte des Funktionierens, weil Funktionieren mit Sicherheit gleichgesetzt wurde. Heute dürfen wir es anders machen – ohne zu verurteilen, wie unsere Eltern und Großeltern gehandelt haben. So ebnen wir den Weg zu bedingungsloser Liebe, die meiner Meinung nach die Grundlage für Frieden ist.



Ungewollt schwanger

2007 bin ich ungeplant – und ungewollt – schwanger geworden. Ich war Mitte zwanzig und der festen Überzeugung, niemals Kinder bekommen zu wollen. Doch als ich schwanger wurde, dachte ich: „Okay, das ist mein Leben, nehmen wir es, wie es kommt.“ Von einem Moment auf den anderen war für mich klar, dass ich dieses Kind zur Welt bringen würde.


Mit dieser Entscheidung habe ich angefangen, mich intensiv mit meiner Kindheit auseinanderzusetzen. Ich wusste, ich möchte es anders machen als meine Eltern. Ich wollte, dass mein Kind anders aufwachsen darf, als ich es durfte. Dass es bekommt, was es braucht. Die Frage war nur, wie. Ich sprach mit verschiedenen Menschen, unter anderem mit einer Homöopathin, die mir damals die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg ans Herz legte. Sie war mir zwar ein Begriff, doch was es damit auf sich hatte und was das mit mir und meinem Kind zu tun haben könnte, war mir völlig unklar.

Also recherchierte ich, las mich ein – und war sofort begeistert. Der Blick auf Gefühle, Bedürfnisse, das gegenseitige Verstehen und ein Miteinander, in dem ALLE bekommen, was sie brauchen – das war genau das, was mir als Kind gefehlt hatte. Ich wusste innerhalb kürzester Zeit, dass ich meine Mutterschaft so leben wollte.


Ich wollte Konflikte anders lösen, damit mein Kind – anders als ich – Glaubenssätze bildet, die es bestärken, statt sich immer wieder in Frage zu stellen. Ich habe mir unter anderem folgende Überzeugungen für mein Kind gewünscht:


Mama und Papa kümmern sich um mich!

Ich bin in Sicherheit!

Ich bin mutig!

Ich bin wichtig!

Ich schaffe alles, was ich brauche.

Ich bin geborgen!

Ich darf ‚Nein‘ sagen!

Ich bin beschützt!

Ich gehöre dazu!

Ich darf meine Meinung sagen!

Alle meine Gefühle dürfen sein!

Ich bin liebenswert!

Ich kümmere mich um mich!

Ich bin klug!

Ich bin gut so, wie ich bin!


Also begann ich noch während meiner Schwangerschaft, mich in Gewaltfreie Kommunikation und die Sache mit den Bedürfnissen einzuarbeiten. Damit fühlte ich mich zwar weitestgehend allein, weil mein Umfeld mich teilweise für verrückt erklärte und keine Ahnung davon hatte, warum ich auf einmal so tief in ein mir völlig neues Thema einsteigen wollte. Doch für mich gab es keinen Weg mehr zurück. Ich wollte lernen, wie ich mein noch ungeborenes Kind ohne Belohnung und Bestrafung erziehen kann. Eine damals noch eher ungewöhnliche Idee, übrigens. Dazu konkrete Impulse und vor allem Beispiele und Formulierungshilfen zu finden, war eine echte Herausforderung. Ich blieb dran.


Als mein Sohn auf der Welt war, besuchte ich Seminare und Übungsgruppen und tauchte immer tiefer in das Konzept von Rosenberg ein. Dabei habe ich mich zu Beginn sehr auf die Technik, also die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation, konzentriert. Für wahrhaftige Empathie während eines Konflikts blieb eher wenig Raum, und so stieß ich oft an meine Grenzen. Dann kam der Moment, in dem es mir wie...

Erscheint lt. Verlag 19.2.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Familie / Erziehung
ISBN-10 3-949822-48-8 / 3949822488
ISBN-13 978-3-949822-48-3 / 9783949822483
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Ohne DRM)
Größe: 2,3 MB

Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopier­schutz. Eine Weiter­gabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persön­lichen Nutzung erwerben.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Überraschend anders. Von Pubertät bis Menopause: Wie Frauen in jeder …

von Lotta Borg Skoglund

eBook Download (2025)
Trias (Verlag)
CHF 23,40
Sichere Ausbildung für Eltern

von Karl Heinz Brisch

eBook Download (2024)
Klett-Cotta (Verlag)
CHF 19,50