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Emetophobie: In 7 Schritten von Emetophobie befreien - Das Selbsthilfe Buch mit Bewältigungsstrategien und Überwindungstipps zur Selbsthilfe im Kampf gegen das Erbrechen - inkl. Toolbox und Workbook (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
141 Seiten
ONIX Media (Verlag)
978-3-7576-2124-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Emetophobie: In 7 Schritten von Emetophobie befreien - Das Selbsthilfe Buch mit Bewältigungsstrategien und Überwindungstipps zur Selbsthilfe im Kampf gegen das Erbrechen - inkl. Toolbox und Workbook -  Susanne Neumann
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Der Gedanke daran, sich übergeben zu müssen, lässt Panik in Ihnen aufsteigen? Wenn Sie Erbrochenes sehen, verlieren Sie die Kontrolle über Ihre Empfindungen? Oder Sie kennen jemanden, dem es so geht? Dann kann dieser Ratgeber der erste Schritt aus dem Teufelskreis der Angst und hin zu einem unbeschwerten Leben sein! Erbrechen ist eklig und kein Mensch wünscht sich, das erleben zu müssen: So weit, so normal - doch wenn Sie alleine beim Gedanken daran in Angst verfallen, panikattackenartige Zustände erleben und Ihren Alltag zwanghaft darauf ausrichten, mögliche Auslöser oder Konfrontationen zu vermeiden, dann hat sich Ihr Verhalten in den Bereich der Angststörung bewegt. Diese Störung kann die Lebensqualität ganz erheblich beeinträchtigen, doch zum Glück lässt sie sich effektiv, langfristig und unkompliziert bekämpfen. In diesem Buch erfahren Sie zunächst alles, was Sie darüber wissen müssen, und machen sich mit den zugrundeliegenden Angstmechanismen vertraut. Anschließend entdecken Sie eine prall gefüllte Toolbox an Alltagsstrategien, Übungen, Entspannungstechniken, Expositionsverfahren und vielem mehr, mit denen Sie die Emetophobie Schritt für Schritt bekämpfen können. In Eigenregie? Keine Sorge! Denn die Methoden sind sorgfältig so ausgewählt, dass sie zur Selbstanwendung taugen, doch darüber hinaus erfahren Sie auch, wie Sie etwa mit Hilfe von Selbsthilfegruppen aktiv werden können und in welchen Situationen Sie bestimmte Übungen nicht durchführen sollten.

Emetophobie verstehen


Damit Sie mit diesem Ratgeber möglichst gute Erfolge erzielen können, ist es wichtig, zu verstehen, wodurch sich das Krankheitsbild Emetophobie definiert. Welche Ursachen und Hintergründe können der Angst vor dem Erbrechen zugrunde liegen? Und wie wirkt sie sich auf Betroffene aus? Dieses Kapitel soll Ihnen alle Grundlagen bieten, die Sie benötigen, um sich in den Folgekapiteln differenziert mit der Thematik auseinandersetzen zu können.

Was ist Emetophobie?

Wenn Sie dieses Buch in den Händen halten, sind Ihnen diese Gefühle vermutlich nicht gänzlich unbekannt: die ständige innere Unruhe, die Ihnen übel werden lässt, Panik, Schwindel, schwitzige Hände … Und verspüren Sie womöglich Angst davor, sich zu übergeben? All das sind Symptome der Emetophobie – der irrationalen Angst vor Erbrochenem und/oder dem Erbrechen.

Obwohl den meisten Menschen der Gedanke daran unangenehm ist, fühlen sich nur die wenigsten dadurch in ihrem Lebensalltag beeinträchtigt. Gerade einmal 0,1 % der weltweiten Bevölkerung leidet an jener Störung, die in der Fachsprache Emetophobie genannt wird.

Wussten Sie, dass Frauen und Mädchen dabei durchschnittlich deutlich öfter betroffen sind? Nur 16,8 % der erfassten Erkrankten sind männlich. Dabei liegt die Vermutung nahe, dass die Dunkelziffer enorm hoch ist: Denn gerade, weil Emetophobie so selten auftritt und sich die Symptome mit vielen prominenteren Krankheitsbildern überschneiden, ist anzunehmen, dass viele Patienten fehldiagnostiziert werden – beispielsweise mit Zwangs- oder Essstörungen. Dies liegt vor allem an den Vermeidungsstrategien, zu denen Menschen mit Zwangsstörungen neigen.

Das Wort Emetophobie leitet sich aus dem Altgriechischen ab:

ἐμέειν (eméein) Erbrechen

+

φόβος (phóbos) Furcht

=

Furcht vor dem Erbrechen

Ursachen und Hintergründe

Sind Sie selbst betroffen oder kennen jemanden, der an einer Emetophobie leidet? Dann haben Sie sich vermutlich schon oft gefragt, wovon eine solche Extremreaktion auf das Erbrechen zeugt.

Die Ursprünge einer jeden Angststörung sind immer individuell. Grundsätzlich sind ängstlichere Menschen aber eher gefährdet, zu erkranken – denn bei ihnen besteht das erhöhte Risiko, negative Erfahrungen langjährig in ihre Ängste und Handlungen aufzunehmen. Handlungs- und Denkmuster, die eher schaden als helfen, können dann zum alltäglichen Begleiter werden.

Doch nicht jeder, der zu ängstlichem Verhalten neigt, ist zwangsläufig für die Emetophobie anfällig. Bei der Vulnerabilität ( Anfälligkeit) für diese Angsterkrankung spielt zusätzlich das eigene Ekelempfinden eine große Rolle. Wenn Sie schon immer eine außerordentliche Abneigung gegenüber Erbrechen oder Erbrochenem hegten, besteht eine höhere Chance, dass diese Abneigung später eher krankhafte Züge annehmen könnte als bei Personen, die der Erfahrung neutraler gegenüberstehen. Lassen Sie hierbei allerdings nicht außer Acht, dass sich Abneigungen und negative Erfahrungen zu jeder Lebenszeit entwickeln können.

Konnten Sie beispielsweise bei sich selbst oder in Ihrem Umfeld ein Trauma oder ein ausschlaggebendes Ereignis feststellen? Litten Sie womöglich in der Vergangenheit an einer Krankheit und haben in diesem Zusammenhang Ihre Phobie entwickelt? Die Gefühle, die wir mit einem Ort oder einem Geschehen in Verbindung bringen, basieren auf Erfahrungen. Dabei muss es sich nicht immer um objektiv lebensbedrohliche oder euphorische Zustände handeln. Gegebenenfalls reicht die Übelkeit nach einer unverträglichen Mahlzeit aus, um der Emetophobie den Weg zu ebnen.

Außerdem müssen wir in Betracht ziehen, dass sich Angst negativ auf unsere Wahrnehmung auswirkt: Haben Sie Angst vor einem gewissen Umstand, nehmen Sie diesen deutlich bedrohlicher wahr, als er von außen betrachtet tatsächlich erscheint. Wenn jemand andeutet, ihm sei flau, wird die geringe Wahrscheinlichkeit, dass er sich übergibt, für Sie enorm.

Wichtig:

Eine Angststörung tritt in den wenigsten Fällen plötzlich auf. Oft handelt es sich um einen langjährigen Prozess, bei dem die Angst und die Vermeidungsstrategien vor dem Angstauslöser erst nach und nach krankhafte Züge annehmen. Deswegen ist es falsch, einen Angstpatienten nach denselben Kriterien zu bewerten, die noch vor einem Jahr oder gar einem Monat zutreffend waren. Eine Phobie schaukelt sich in den meisten Fällen immer weiter auf, bis sie den Betroffenen förmlich kontrolliert und im Alltag stark einschränkt.

Unsere Angst vor der Angst schärft unseren Sinn für die Möglichkeit, dass etwas geschieht, was wir vermeiden wollen. Das stärkt wiederum den Kern unserer Befürchtungen.

Der Teufelskreis der Angst setzt ein, indem bereits erste Befürchtungen dafür sorgen, dass Sie sich unwohl fühlen. Dieses Unwohlsein schürt schließlich größere Panik und Sie enden in einem kognitiven – psychischen – Kreislauf, der sich stetig wiederholt und aufschaukelt.

Es gibt also einen körperlichen Auslöser, der Ihre Wahrnehmung beeinflusst. Ob es plötzliche Übelkeit oder aktive Nahrungsaufnahme ist, Sorge überkommt Sie – womöglich panische Angst vor Ihrer Körperreaktion, die negative, schier katastrophale Gedanken schürt. Diese Ängste beeinflussen wiederum den Körper, der mit heftigeren Reaktionen kontert.

Mit Blick auf unser Beispiel könnte dieser Aufschaukelungsprozess in etwa so aussehen:

Ihre schwangere Freundin beklagt sich über ein flaues Gefühl im Magen. Ihr ist schlecht, womöglich wird sie sich bald erbrechen.

Bei dieser Aussicht zieht sich in Ihrem Inneren alles zusammen, aber die Situation verlassen können Sie nicht. Ihre eigene Übelkeit bereitet Ihnen zunehmend größere Sorgen und Sie vermuten, sich ebenfalls bald übergeben zu müssen. Dieser Gedanke beängstigt sie mindestens genauso sehr wie die Aussage Ihrer Freundin. Ihr Körper versteift, reagiert mit größerem Unwohlsein …

Angsterkrankungen verlaufen also nicht wie ein herkömmliches, physisches Leiden.

Es gibt keine Krankheitsphase als solche, sondern sogenannte Trigger, die zu den Symptomatiken führen und erst entstehen müssen. Bei besonders stark ausgeprägter Angst kann zum Beispiel der bloße Gedanke an Erbrochenes zu starken Körperreaktionen führen. Doch nicht nur Gedanken können triggern: Jeder angstauslösende Reiz kann zu einer potentiellen Belastung werden.

In vielen Fällen führt diese Angst zu ungesunden Vermeidungsstrategien. Wir wollen fliehen, um dem negativen Umfeld nicht länger ausgesetzt zu sein, und schränken uns in unserem Leben ein, indem wir die Außenwelt meiden oder gereizt auf potentielle Gefahrensituationen reagieren. Indem wir uns von all den Dingen distanzieren, die Angst in uns auslösen könnten, versuchen wir, oft unbewusst, ein sorgenfreies Leben zu führen. Doch gerade das festigt die negativen Erwartungen, die wir pflegen, da Vermeiden auch bedeutet, keine neuen, positiveren Erfahrungen sammeln zu können, um unseren Ängsten etwas entgegenzusetzen.

 

Unter anderem sind es solche Verhaltensweisen, die schließlich in einer Angststörung münden. Es handelt sich um eine übermäßige Reaktion der körpereigenen Schutzmechanismen, die eigentlich vor rationalen Gefahren schützen sollen.

Wussten Sie, dass das Zentrum der Angst in der AMYGDALA liegt? Dabei handelt es sich um eine Struktur im limbischen System inmitten unseres Gehirns.

Bereits kleinste Verletzungen und Veränderungen können unser Angstempfinden stark beeinflussen. Sie können neue Ängste entstehen und alte abklingen lassen. Haben Sie in der Vergangenheit eventuell ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, nach welchem Ihre Ängste erstmalig aufgetreten sind?

Symptome und Auswirkungen

Die Symptomatiken der Emetophobie sind so vielseitig, wie sie die Lebensqualität beeinträchtigen können.

Grundsätzlich lässt man sich als Betroffener in eine der folgenden drei Gruppen einordnen:

  • diejenigen mit der Angst vor dem eigenen Erbrechen/Erbrochenen
  • diejenigen mit der Angst vor dem Erbrechen/Erbrochenen anderer
  • diejenigen mit der Angst vor dem Erbrechen/Erbrochenen beider

 

Das Wissen darüber, was genau Sie beängstigt, ist vor allem für den Heilungsprozess relevant. Erkennen Sie sich in einer dieser Obergruppen wieder? Je nachdem, wie sich Ihre Emetophobie äußert, wird sie Ihre Lebensqualität in anderen Bereichen beeinträchtigen.

Laut einer klinischen Studie aus dem Jahre 2018, litten 47,3 % der Befragten unter der Vorstellung ihres eigenen Erbrechens und 35,5 % fühlten sich durch eigenes und fremdes Erbrechen geängstigt. Nur 12,7 % der Teilnehmer erlebten bei dem alleinigen Anblick Dritter Angstzustände (Keyes A, Gilpin HR, Veale D: Phenomenology, epideiology, co-morbidity and treatment of a speific phobia of vomitting: A systematic review of an understudied disorder. Clinical Psychology Review 2018; 60: 15-31.).

Trotzdem ist es wichtig, sich mit den gesamten Symptomen und Auswirkungen des Krankheitsbildes auseinanderzusetzen – denn nur, wenn Sie Ihre Phobie kennen, können Sie einen nachhaltigen Ausweg aus Ihrer Angst finden.

Wie Sie nun wissen, ist Emetophobie die Angst vor dem Erbrechen in einem Ausmaß, in dem sie das Leben stark beeinträchtigt und die Lebensqualität senkt. Bemerken auch Sie Abnormalitäten (wie z. B. übermäßige Anwendung von Vermeidungsstrategien) in Ihrem Lebensalltag? Erbrechen und Erbrochenes können uns überall begegnen. Instinktiv und situativ passen wir uns folglich unseren Ängsten an. So wie wir nicht in ein offenes Feuer laufen, um uns zu...

Erscheint lt. Verlag 23.1.2025
Verlagsort Jemgum
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Lebenshilfe / Lebensführung
Schlagworte Alltagsstrategien • Angstbewältigung • Angstmechanismen • Angststörung • Angst vor Erbrechen • Bewältigungsstrategien • Emetophobie • Entspannungstechniken • Erbrechen • Expositionsverfahren • Lebensqualität • Panikattacken • Panikzustände • Ratgeber • Selbstanwendung • Selbsthilfe • Selbsthilfegruppen • Teufelskreis der Angst • Toolbox • Übungen gegen Angst
ISBN-10 3-7576-2124-7 / 3757621247
ISBN-13 978-3-7576-2124-7 / 9783757621247
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