"Der Verräter, Stalin, bist Du!"
Vom Ende der linken Solidarität. Komintern und kommunistische Parteien im Zweiten Weltkrieg 1939-1941
Seiten
2008
|
1., Aufl.
Aufbau Verlag
978-3-351-02623-3 (ISBN)
Aufbau Verlag
978-3-351-02623-3 (ISBN)
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Das zwiespältige Verhältnis der Sowjetunion zum Antifaschismus
Die durch Pakt und Vertrag besiegelte offizielle Freundschaft zwischen Hitlerdeutschland und der Sowjetunion zwang die kommunistische Bewegung zu einem unmöglichen Spagat zwischen Anpassung und Antifaschismus. Erst der Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion führte zu einem offensiven Kampf gegen die Nationalsozialisten.
Als die Komintern im September 1939 denfranzösisch-englischen Impe-
rialismuszum Hauptfeind erklärte und nicht den Aggressor Hitlerdeutschland, waren nicht nur Kommunisten geschockt. In Deutschland weitgehend unbekannte Dokumente, eine Chronik und Kommentare der Herausgeber belegen die Perversion von Denken und Handeln, die Absage an Internationalismus und Solidarität. Thälmann und andere Kommunisten wurden verraten, unangepaßte Intellektuelle unterdrückt. Ulbricht forderte, das WortNaziaus dem Wortschatz der KPD zu streichen. Die Komintern schwieg zu KZs und Judenverfolgung. Stalins Doppelstrategie - willkürliche Neuaufteilung der Welt mit Hitler und Instrumentalisierung der kommunistischen Parteien für seine Ziele - forderte hohen Blutzoll. Hitlers Angriff auf die Sowjetunion zwang zu einer radikalen Wende: eine neue Symbiose von Patriotismus und Antifaschismus, die alle Kräfte zur Verteidigung
mobilisierte und sich auf den Heroismus vieler Kommunisten stützte. Sowjetunion und Komintern hatten indes ihren Führungsanspruch innerhalb der Linken verloren.
Autorenporträt:
Wolfgang Leonhard, geboren 1921 in Wien, lebte als Junge mit seiner Mutter im Moskauer Exil. Nach seiner Rückkehr ins besiegte Deutschland wirkte er als KPD-Spitzenfunktionär und später als Dozent an der SED-Parteihochschule. 1949 floh er über Jugoslawien in die Bundesrepublik. Danach lehrte er mehr als zwanzig Jahre als Professor für die Geschichte des Kommunismus an der Universität Yale. Heute lebt er als Historiker und Publizist in Maderscheid (Eifel).
Die durch Pakt und Vertrag besiegelte offizielle Freundschaft zwischen Hitlerdeutschland und der Sowjetunion zwang die kommunistische Bewegung zu einem unmöglichen Spagat zwischen Anpassung und Antifaschismus. Erst der Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion führte zu einem offensiven Kampf gegen die Nationalsozialisten.
Als die Komintern im September 1939 denfranzösisch-englischen Impe-
rialismuszum Hauptfeind erklärte und nicht den Aggressor Hitlerdeutschland, waren nicht nur Kommunisten geschockt. In Deutschland weitgehend unbekannte Dokumente, eine Chronik und Kommentare der Herausgeber belegen die Perversion von Denken und Handeln, die Absage an Internationalismus und Solidarität. Thälmann und andere Kommunisten wurden verraten, unangepaßte Intellektuelle unterdrückt. Ulbricht forderte, das WortNaziaus dem Wortschatz der KPD zu streichen. Die Komintern schwieg zu KZs und Judenverfolgung. Stalins Doppelstrategie - willkürliche Neuaufteilung der Welt mit Hitler und Instrumentalisierung der kommunistischen Parteien für seine Ziele - forderte hohen Blutzoll. Hitlers Angriff auf die Sowjetunion zwang zu einer radikalen Wende: eine neue Symbiose von Patriotismus und Antifaschismus, die alle Kräfte zur Verteidigung
mobilisierte und sich auf den Heroismus vieler Kommunisten stützte. Sowjetunion und Komintern hatten indes ihren Führungsanspruch innerhalb der Linken verloren.
Autorenporträt:
Wolfgang Leonhard, geboren 1921 in Wien, lebte als Junge mit seiner Mutter im Moskauer Exil. Nach seiner Rückkehr ins besiegte Deutschland wirkte er als KPD-Spitzenfunktionär und später als Dozent an der SED-Parteihochschule. 1949 floh er über Jugoslawien in die Bundesrepublik. Danach lehrte er mehr als zwanzig Jahre als Professor für die Geschichte des Kommunismus an der Universität Yale. Heute lebt er als Historiker und Publizist in Maderscheid (Eifel).
Wolfgang Leonhard, geboren 1921 in Wien, lebte als Junge mit seiner Mutter im Moskauer Exil. Nach seiner Rückkehr ins besiegte Deutschland wirkte er als KPD-Spitzenfunktionär und später als Dozent an der SED-Parteihochschule. 1949 floh er über Jugoslawien in die Bundesrepublik. Danach lehrte er mehr als zwanzig Jahre als Professor für die Geschichte des Kommunismus an der Universität Yale. Heute lebt er als Historiker und Publizist in Maderscheid (Eifel).
| Erscheint lt. Verlag | 24.7.2008 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Aufbau-Sachbuch |
| Co-Autor | Wolfgang Leonhard |
| Übersetzer | Helmut Ettinger, Bernhard H Bayerlein |
| Vorwort | Hermann Weber |
| Zusatzinfo | 200 Abb., Anh., Anm., Personenreg. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Gewicht | 1030 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► 20. Jahrhundert bis 1945 |
| Schlagworte | 2. Weltkrieg • 2. Weltkrieg / Zweiter Weltkrieg • Antifaschismus • Hardcover, Softcover / Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) • HC/Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) • Internationale • Kommunistische Internationale • Kommunistische Internationale / Komintern • Kommunistische Partei • Stalinismus • Stalinismus (Ideologie) • Weltkrieg II |
| ISBN-10 | 3-351-02623-4 / 3351026234 |
| ISBN-13 | 978-3-351-02623-3 / 9783351026233 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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