Klinikalltag
Pleiten, Pech und Pannen
Seiten
2023
|
4. Auflage
epubli (Verlag)
978-3-7584-3301-6 (ISBN)
epubli (Verlag)
978-3-7584-3301-6 (ISBN)
Gravierende Behandlungsfehler in dem einen Tumorzentrum führen zu einem Vertrauensverlust, der einen Abbruch der Behandlung unausweichlich macht. In der neuen Klinik läuft es zum Glück nach Plan.
Bereits seit mehr als zehn Jahren erkranke ich regelmäßig am weißen Hautkrebs, vorwiegend im Gesicht. Jetzt ist es wieder soweit. Wir schreiben Mitte Dezember 2022. Ich mache mich auf den Weg in ein Tumorzentrum, um dort die befallenen Stellen im Gesicht operieren zu lassen. Zum Zeitpunkt meiner stationären Aufnahme weiß ich zum Glück noch nicht, dass mich dort eine Reihe von Behandlungsfehlern und sonstigen Missgeschicken erwarten sollen. Schon die ärztliche Eingangsuntersuchung gibt Anlass zum Staunen: Bereits am 19. September waren mir in dieser Klinik Gewebeproben an drei Stellen der linken Wange entnommen worden. Die feingewebliche Untersuchung hatte ergeben, dass alle Stellen mit weißem Hautkrebs befallen waren. Leider war der Arzt nicht auf die - eigentlich nahe liegende - Idee gekommen, die genaue Lage der Stellen durch ein Foto zu dokumentieren.
Nunmehr können die mit meiner Eingangsuntersuchung befassten zwei Dermatologen nur noch eine Stelle sicher identifizieren. Sie beschließen daher, dass lediglich diese Stelle herausgeschnitten werden soll. Hinsichtlich der anderen beiden Stellen sind erneut Proben zu nehmen.
Das wird mir allerdings erst mitgeteilt, als ich schon auf dem OP-Tisch liege. Bestandteil der Eingangsuntersuchung ist ferner eine Ganzkörperuntersuchung der Haut (sog. Hautscreening). Der Behandler stellt sich mir als Student der Humanmedizin vor. Ihm fällt nichts Besonderes auf. Eine Kontrolle oder irgendwie geartete Überprüfung durch einen Facharzt für Dermatologie: Fehlanzeige. Dies widerspricht offenkundig den fachlichen Standards. Auch dieser Behandlungsfehler bleibt nicht ohne Folgen. Er führt neben weiteren Kunstfehlern zu einer unnötigen Verlängerung meines Krankenhausaufenthalt. Ein weiteres Glied in der Fehlerkette bringt mich schließlich zur Entscheidung, die Behandlung in dieser Klinik abzubrechen. Ich finde zum Glück ein anderes Tumorzentrum. Dort läuft meine Behandlung perfekt weiter.
Bereits seit mehr als zehn Jahren erkranke ich regelmäßig am weißen Hautkrebs, vorwiegend im Gesicht. Jetzt ist es wieder soweit. Wir schreiben Mitte Dezember 2022. Ich mache mich auf den Weg in ein Tumorzentrum, um dort die befallenen Stellen im Gesicht operieren zu lassen. Zum Zeitpunkt meiner stationären Aufnahme weiß ich zum Glück noch nicht, dass mich dort eine Reihe von Behandlungsfehlern und sonstigen Missgeschicken erwarten sollen. Schon die ärztliche Eingangsuntersuchung gibt Anlass zum Staunen: Bereits am 19. September waren mir in dieser Klinik Gewebeproben an drei Stellen der linken Wange entnommen worden. Die feingewebliche Untersuchung hatte ergeben, dass alle Stellen mit weißem Hautkrebs befallen waren. Leider war der Arzt nicht auf die - eigentlich nahe liegende - Idee gekommen, die genaue Lage der Stellen durch ein Foto zu dokumentieren.
Nunmehr können die mit meiner Eingangsuntersuchung befassten zwei Dermatologen nur noch eine Stelle sicher identifizieren. Sie beschließen daher, dass lediglich diese Stelle herausgeschnitten werden soll. Hinsichtlich der anderen beiden Stellen sind erneut Proben zu nehmen.
Das wird mir allerdings erst mitgeteilt, als ich schon auf dem OP-Tisch liege. Bestandteil der Eingangsuntersuchung ist ferner eine Ganzkörperuntersuchung der Haut (sog. Hautscreening). Der Behandler stellt sich mir als Student der Humanmedizin vor. Ihm fällt nichts Besonderes auf. Eine Kontrolle oder irgendwie geartete Überprüfung durch einen Facharzt für Dermatologie: Fehlanzeige. Dies widerspricht offenkundig den fachlichen Standards. Auch dieser Behandlungsfehler bleibt nicht ohne Folgen. Er führt neben weiteren Kunstfehlern zu einer unnötigen Verlängerung meines Krankenhausaufenthalt. Ein weiteres Glied in der Fehlerkette bringt mich schließlich zur Entscheidung, die Behandlung in dieser Klinik abzubrechen. Ich finde zum Glück ein anderes Tumorzentrum. Dort läuft meine Behandlung perfekt weiter.
Nach Ableistung des Wehrdienstes, des Jurastudiums und des Referendariats 1976 Aufnahme einer Tätigkeit als selbständiger Rechtsanwalt. 1980 Promotion zum Dr. iur. Danach Lehrtätigkeit an Hochschulen in Dieburg und Leipzig sowie mehrjähriger Einsatz als hauptamtlicher Untersuchungsführer in Disziplinarangelegenheiten. 2013 Eintritt in den Ruhestand; 2016 erneute Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.
| Erscheinungsdatum | 24.11.2023 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 205 mm |
| Gewicht | 78 g |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Sachbuch/Ratgeber ► Natur / Technik | |
| Schlagworte | Behandlungsfehler • Entlassung • Fachkompetenz • Hautkrebs • Klinikwechsel • Tumorzentrum • Vertrauensverlust |
| ISBN-10 | 3-7584-3301-0 / 3758433010 |
| ISBN-13 | 978-3-7584-3301-6 / 9783758433016 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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