Altersvorsorge für Angestellte - Rentenlücken schließen mit zusätzlicher Vorsorge - Finanztipps für finanzielle Freiheit im Alter (eBook)
160 Seiten
Stiftung Warentest (Verlag)
978-3-7471-0607-5 (ISBN)
Annika Krempel ist gelernte Wirtschafts- und Verbraucherjournalistin. Sie ist freiberuflich für große Medienhäuser tätig, unter anderem die Stiftung Warentest. Zuvor hat sie mehrere Jahre bei einem Online-Verbraucherratgeber vor allem über Versicherungsthemen und Altersvorsorge geschrieben. Dort hat sie gelernt, Versicherungsverträge zu analysieren und komplizierte Themen einfach aufzubereiten. Heute liegt ihr Themenschwerpunkt auf Finanzen und Vorsorge sowie aktueller Wirtschaftsberichterstattung. Sie hat in Köln und Sydney Politikwissenschaften und VWL studiert.
Annika Krempel ist gelernte Wirtschafts- und Verbraucherjournalistin. Sie ist freiberuflich für große Medienhäuser tätig, unter anderem die Stiftung Warentest. Zuvor hat sie mehrere Jahre bei einem Online-Verbraucherratgeber vor allem über Versicherungsthemen und Altersvorsorge geschrieben. Dort hat sie gelernt, Versicherungsverträge zu analysieren und komplizierte Themen einfach aufzubereiten. Heute liegt ihr Themenschwerpunkt auf Finanzen und Vorsorge sowie aktueller Wirtschaftsberichterstattung. Sie hat in Köln und Sydney Politikwissenschaften und VWL studiert.
Was wollen Sie wissen?
Früh an morgen denken
- Hauptsache aktiv werden
- So geht's!
- Abkürzung für Ungeduldige
Was ist schon da?
- Wie steht es um Ihr Rückgrat?
- Die Vorsorge checken
- Rentenlücke berechnen
Spielräume ausloten
- Die richtige Dosierung
- Richtig absichern
Rückenwind vom Staat
- Betriebliche Altersvorsorge – mit ihren fünf Varianten
- Betriebsrente im öffentlichen Dienst
- Gesetzliche Rentenversicherung aufstocken
- Riester-Rente und mehr
- Vermögenswirksame Leistungen
Privat vorsorgen
- Zinsen: Es gibt wieder welche
- Die Börse ist kein Kasino
- ETF – Exchange Traded Funds
- Das unkomplizierte Pantoffel-Portfolio
- Auszahlplan: Selbst verrenten
- Steuern auf Fondsgewinne
- Nachhaltig vorsorgen wird einfacher
- Vorsorgen mit Versicherungen
- Eine Immobilie kaufen
Die passende Strategie
- Bloß nicht festlegen!
- Familien brauchen Spielraum
- Immobilienwunsch erfüllen
- Beruflich etabliert
- Frührente geplant
- Getrennt vorsorgen
Hilfe
150 Private Haftpflichtversicherungen im Test
152 Diese Aktien-ETF sind erste Wahl
153 Die besten nachhaltigen Aktien-ETF
154 Die Kosten für ETFSparpläne
156 Die günstigsten Depotanbieter auf einen Blick
157 Stichwortverzeichnis
Hauptsache aktiv werden
Wer gar nichts tut, hat schon verloren. Fangen Sie einfach an: Vier Bausteine eignen sich für die beste Altersvorsorge.
Welche Vorsorgeprodukte eignen sich? Wer sich auf dem Markt umschaut, entdeckt eine schiere Fülle an Produkten, mit denen etwas für das Alter zurückgelegt werden soll. Vieles, was angeboten wird, ist allerdings wenig sinnvoll. Zu teuer, zu wenig Rendite, zu unflexibel. Warum das so ist, erklären wir bei einigen Produkten genauer in Kapitel 5 („Vorsorgen mit Versicherungen“, S. 120).
Wenn man diese vielen Möglichkeiten und Produkte genauer unter die Lupe nimmt, bleiben am Ende nur vier Bausteine übrig, die sich wirklich eignen. Das ist doch schon deutlich übersichtlicher! Und bei manchen von ihnen gibt der Staat sogar etwas dazu. Jetzt geht es nur noch darum auszuwählen, welche davon zu Ihrer Lebenssituation und Planung passen. Es zählt der richtige Mix aus sicheren Vorsorgeprodukten und einer anständigen Rendite.
Gesetzliche Rentenversicherung. Sie ist bei Angestellten der wichtigste Baustein für die Altersvorsorge. Aktiv muss sich um den auch niemand kümmern. Schließlich werden die Beiträge zur Rentenversicherung automatisch bei der Gehaltsabrechnung abgebucht. Dennoch sollte man sich mit ihr ab und zu beschäftigen. Nicht immer werden nämlich alle Versicherungszeiten automatisch gespeichert – das senkt den Rentenanspruch, wenn man die Jahre nicht nachmeldet. In manchen Fällen lohnt es sich auch, zusätzliche Beiträge zu leisten, um die spätere Rente zu erhöhen. Und wer mit dem Gedanken spielt, früher in Rente zu gehen, sollte sich ausrechnen lassen, wie hoch die Abzüge dafür sind – und diese gegebenenfalls ausgleichen (siehe „Gesetzliche Rentenversicherung“, S. 70).
Betriebliche Altersvorsorge. Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern einen Vertrag anbieten und seit einigen Jahren auch finanziell etwas dazuschießen. Arbeitnehmer sollten eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) aber nicht ungeprüft abschließen. Sie lohnt sich, je mehr die Chefin dazugibt. Mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 15 Prozent der Beiträge sollten es schon sein.
Auch die Leistungen des Vertrages sollten stimmen. Übernimmt der Betrieb dagegen die komplette Einzahlung, gibt es kein Vertun. Dann lohnt sich so ein Vertrag sicher (siehe „Betriebliche Altersvorsorge“, S. 58).
Die Bausteine für Ihre Altersvorsorge
Diese vier Bausteine kommen als Basis für Ihre Absicherung im Ruhestand infrage.
ETF (Exchange Traded Funds). An der Börse hat das Geld die Chance, ordentlich Rendite einzufahren. Wer über einen Zeitraum von mindestens zehn bis 15 Jahren investiert, braucht das Risiko von Kursschwankungen nicht zu scheuen. Langfristig, das zeigen Berechnungen von Finanztest, sind Anlegende meist im Plus. Sie können Börsenflauten einfach aussitzen. Wer auf ETF setzt, auch Indexfonds genannt, muss sich nicht einmal sonderlich gut auskennen. Diese Fonds sind unkompliziert und günstig. Wer die richtigen wählt, verteilt sein Geld auf Unternehmen weltweit und streut damit sein Risiko zusätzlich. Noch weniger Risiken gehen Sie ein, wenn Sie auf das Pantoffel-Portfolio (siehe S. 106) von Finanztest setzen. Es kombiniert ETF mit einem Sicherheitsbaustein und lässt sich ganz einfach umsetzen.
Immobilie. Rendite lässt sich mit einer vermieteten Immobilie derzeit kaum erwirtschaften, zu teuer sind vielerorts die Kaufpreise, und die Zinsen für Immobilienkredite sind zuletzt kräftig gestiegen. Das macht es noch schwieriger, einen Gewinn zu erwirtschaften. Wer sich „Betongold“, sprich ein Haus oder eine Wohnung, zulegt, um selbst darin zu wohnen, macht über die Jahre oft ein gutes Geschäft. Ist der Kredit im Alter abbezahlt, wohnen Sie darin mietfrei (siehe S. 126).
Riester und vermögenswirksame Leistungen
Totgesagte leben länger – so auch Riester-Verträge. Obwohl der Ruf dieser Altersvorsorge extrem schlecht ist, kann sie nach Berechnungen von Finanztest dennoch für manche Vorsorge-Sparer sinnvoll sein. Der Staat gibt nämlich zu den eigenen Beiträgen was dazu, und dann kann sich ein Riester-Vertrag durchaus lohnen. Wer also hohe Zulagen erhält oder eine saftige Steuerersparnis erreicht, sollte sich den Baustein „Riester“ einmal anschauen. Das gilt besonders für kinderreiche Familien und Geringverdiener (siehe S. 78, „Für wen sich ein Riester-Vertrag eignet“).
Es gibt aber ein Problem: Die Riester-Anbieter verabschieden sich von ihren Produkten; für sie zahlen sich Verträge nicht mehr aus. Angebote sind deshalb rar. Die Bundesregierung hat außerdem angekündigt, eine Reform zu prüfen. In welcher Form diese Art der geförderten Altersvorsorge künftig noch angeboten wird, ist deshalb fraglich. Wer noch einen Vertrag abschließen möchte, muss sich daran aber nicht stören: Es soll einen Bestandsschutz für alte Verträge geben (siehe S. 77).
Zwar hat nicht jeder hierzulande darauf einen Anspruch, aber auch mit vermögenswirksamen Leistungen (kurz VL, siehe S. 85) können Sie für das Alter vorsorgen. Viele nutzen diese Chance allerdings nicht. Schätzungen zufolge haben nicht einmal drei Viertel der Anspruchsberechtigten tatsächlich einen VL-Vertrag abgeschlossen. Dabei legt hier der Arbeitgeber für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Geld an – ohne dass diese etwas dazu beitragen müssen. Auch wenn es nur kleine Beträge sind: Vermögenswirksame Leistungen sollte sich niemand entgehen lassen. In manchen Fällen gibt sogar der Staat zusätzlich etwas dazu (mehr darüber ab S. 87).
Das bringt der Zinseszinseffekt bei Einmalanlagen
So viel Euro haben Sie bei einer Anlagesumme von 10 000 Euro nach der jeweiligen Anlagedauer und der angegebenen Rendite.
Quelle: Eigene Berechnungen
Es läppert sich dank Zinseszins
Kleine Sparbeiträge sind nicht zu verachten, egal ob sie vom Arbeitgeber kommen oder ob Sie selbst einfach nicht mehr Geld übrig haben zum Sparen. Mit der Zeit summieren sich auch diese Beiträge auf kleine Vermögen. Besonders, wenn Sie noch viel Zeit haben, bis Sie das Geld einmal brauchen. Dann kommt nämlich der sogenannte Zinseszinseffekt zum Tragen. Werden Zinsen dem Angesparten gutgeschrieben, erhöht sich das angelegte Kapital. Darauf fallen dann wiederum Zinsen an und so weiter. Über viele Jahre kann der Zinseszins seine volle Wirkung entfalten.
Wer den Zinseszins auf seiner Seite hat, dem fällt es leichter, eigene Sparziele zu erreichen. Sofern es möglich ist, sollten Sie deshalb den Vorteil der Zeit für sich nutzen. Berechnungen von Finanztest zeigen, dass in der Vergangenheit zum Beispiel 150 Euro im Monat genügten, um mit einer Mischung aus Aktien und Tagesgeld innerhalb von 30 Jahren 100 000 Euro anzusparen. Wer nur noch 20 Jahre Zeit hatte, musste monatlich bereits 280 Euro aufbringen. Kurzentschlossene mussten sogar 660 Euro investieren. (Stand: 31. Dezember 2020)
Keine Frage, knapp 150 Euro im Monat oder mehr für die Altersvorsorge aufzubringen ist kein Pappenstiel. Falls Sie nicht so viel Geld dafür übrig haben, fangen Sie einfach mit kleineren Summen an. Selbst mit 25 Euro im Monat lässt sich über einen langen Zeitraum viel erreichen. Außerdem können Sie Ihren Sparbetrag vielleicht schon in wenigen Jahren aufstocken: ein neuer Job, längere Arbeitszeiten, oder Sie haben die Möglichkeit, irgendwo Ausgaben einzusparen – schon bleibt mehr Geld für die Altersvorsorge übrig.
Dann besteht bereits eine finanzielle Basis, auf der Sie aufbauen. Aber auch wer es nicht mehr weit hat bis zur Rente, kann zu diesem Zeitpunkt noch einiges dafür tun, um die Lücke in der Versorgung zumindest zu verkleinern oder eine bestehende Altersvorsorge zu ergänzen.
Die Rendite ist bei der Geldanlage zwar nicht alles, was zählt, aber sie macht einen großen Unterschied, vor allem für den Effekt des Zinseszinses. Deshalb ist es wichtig, wie Sie Ihr Geld investieren.
Beispiel
Sie legen 10 000 Euro für 20 Jahre an. Ein gutes Tagesgeldkonto hat (Stand: Februar 2023) durchschnittlich gut 1,3 Prozent Zinsen. Wer es dagegen kombinierte und die Hälfte der Summe in einen weltweit streuenden Aktienfonds investierte, schaffte in der Vergangenheit durchschnittlich etwa 5 Prozent Rendite pro Jahr. Im Ergebnis macht das einen Unterschied von mehr als 13 000 Euro.
Mit der Inflation...
| Erscheint lt. Verlag | 19.5.2023 |
|---|---|
| Zusatzinfo | mit farb. Abb. und Grafiken |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Geld / Bank / Börse |
| Schlagworte | Absicherung im Alter • Aktien • Aktienbuch • Aktien-ETF • Altersfürsorge • Altersvorsorge • Betriebsrente • Börse für Einsteiger • ETF • Finanzen • Finanztest • Finanztipp • Freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rente • Geldanlage • Geld anlegen • Geld sparen • Gesetzliche Rentenversicherung • Hauskauf • Immobilien • Intelligent Investieren • Investment • Leitfaden • nachhaltige Anlagen • passives Einkommen • Private Rentenversicherung • Private Vorsorge • Ratgeber • rechtzeitig vorsorgen • Rente • Rentenlücke schließen • Rentner • Riester-Vertrag • Ruhestand • Sachbuch • Sparanlagen • Sparpläne • Staatliche Förderung • Stiftung Warentest • Vermögensaufbau • Vermögenswirksame Leistungen • Versicherung • Vorsorgestrategie • Zinsen |
| ISBN-10 | 3-7471-0607-2 / 3747106072 |
| ISBN-13 | 978-3-7471-0607-5 / 9783747106075 |
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