Das Vermächtnis meiner Familie (eBook)
224 Seiten
FinanzBuch Verlag
978-3-98609-229-0 (ISBN)
ROBIN SHARMA hat sein Leben der Aufgabe gewidmet, Menschen zu helfen, ihre höchsten natürlichen Gaben zum Ausdruck zu bringen. Er gilt als einer der weltweit angesehensten Experten für Führung und persönliche Entwicklung. Zu seinen Kunden zählen die NASA, Microsoft, NIKE, Unilever, FedEx, Starbucks, die Yale University, PwC, IBM Watson und viele andere mehr. Seine internationalen Bestseller wurden millionenfach in mehr als zweiundneunzig Sprachen verkauft und machen ihn zu einem der meistgelesenen Autoren der Welt.
ROBIN SHARMA hat sein Leben der Aufgabe gewidmet, Menschen zu helfen, ihre höchsten natürlichen Gaben zum Ausdruck zu bringen. Er gilt als einer der weltweit angesehensten Experten für Führung und persönliche Entwicklung. Zu seinen Kunden zählen die NASA, Microsoft, NIKE, Unilever, FedEx, Starbucks, die Yale University, PwC, IBM Watson und viele andere mehr. Seine internationalen Bestseller wurden millionenfach in mehr als zweiundneunzig Sprachen verkauft und machen ihn zu einem der meistgelesenen Autoren der Welt.
DANKSAGUNG
Zuerst danke ich allen Menschen auf dieser Welt, welche die Bücher der Reihe Der Mönch, der seinen Ferrari verkaufte gelesen haben und so weise waren, mit dem darin vermittelten Wissen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das anderer Menschen zu bereichern. Ich habe mich sehr über Ihre Briefe und E-Mails gefreut, in denen Sie mir mitteilten, wie Ihnen meine Ratschläge auf Ihrer Reise durchs Leben geholfen haben. Ich empfinde großen Respekt für Sie und Ihren Mut, sich zu verändern, zu wachsen und als Führungspersönlichkeit zu wirken.
Mein besonderer Dank gilt meinen Freunden bei Harper Collins, die mich unterstützt, ermutigt und inspiriert haben, diese Bücher zu schreiben. Ich bedanke mich bei Iris Tupholme, Claude Primeau, Judy Brunsek, David Millar, Lloyd Kelly, bei meiner Publizistin Doré Potter, bei Marie Campbell, Pauline Thompson und vor allem bei Nicole Langlois, meiner einfühlsamen, hervorragenden Lektorin.
Zu würdigen gilt es ferner meine überaus engagierte Assistentin Ann Green, die während meiner Arbeit an diesem Buch meine Termine koordiniert hat, sowie meinen Kollegen Richard Carlson, ein Mann, der seine Überzeugungen lebt, und meinen Freund Malcolm MacKillop, der mir sein Domizil am See zur Verfügung gestellt hat. Dank ihm durfte ich Das Vermächtnis meiner Familie in dieser herrlichen Umgebung zu Ende schreiben.
Mein Dank richtet sich auch an meine Mentoren, darunter Gerry Weiner, Ed Carson und Lorne Clarke, die mir geholfen haben, auf der Spur zu bleiben. Dankbar bin ich auch meinen Klienten; ich betrachte es als ein Privileg, meine Botschaft zum Thema Führungskompetenz auf Ihren Konferenzen vermitteln zu dürfen. Außerdem weiß ich zu schätzen, dass Sie den Menschen als die Seele Ihrer Unternehmen betrachten. Unter diesem Aspekt danke ich besonders herzlich Jill Hewlett, die diese Weisheit mit Leben füllt. Mein tiefer Dank gilt meinen Eltern Shiv und Shashi Sharma - einem leuchtenden Beispiel für hervorragende Eltern - für all eure Liebe, Freundlichkeit und Unterstützung, die ihr mir geschenkt habt. Ein großes Dankeschön auch meinem Bruder Sanjay und meiner Schwägerin Susan - ihr seid immer da, wenn ich euch am meisten brauche.
Und schließlich danke ich Colby und Bianca, meinen beiden Kindern, weil sie mir so viel Freude bereiten.
MEIN GROßES ERWACHEN
Es macht uns generell Angst, schließlich zu jenem Menschen zu werden, auf den wir in einem Augenblick absoluter Perfektion einen kurzen Blick zu werfen vermochten.
Abraham Maslow
Das Traurigste am Leben ist nicht, dass wir sterben müssen, sondern nicht wirklich zu leben, solange wir lebendig sind. Zu viele von uns geben sich mit wenig zufrieden und unterdrücken somit das gewaltige Potenzial des Menschseins. Meiner Erfahrung nach bemisst sich der Wert des Lebens letztendlich nicht danach, wie viele Güter wir angesammelt oder wie viel Geld wir angehäuft haben, sondern wie viele Talente wir ausgelebt und zum Wohl der Welt genutzt haben. Was wirklich zählt, sind die Leben, die wir positiv beeinflusst haben, und das Vermächtnis, das wir hinterlassen. Tolstoi fand dafür die richtigen Worte, als er sagte: »Wir leben nur für uns, wenn wir für andere leben.«
Ich habe 40 Jahre gebraucht, um diese einfache Weisheit zu entdecken. 40 lange Jahre, um herauszufinden, dass Erfolg sich nicht wirklich verfolgen lässt. Er entsteht einfach und tritt als unbeabsichtigter, aber zwangsläufiger Nebeneffekt in unser Leben, wenn wir durch unser Dasein das der anderen bereichern. Sobald Sie Ihre Perspektive vom täglichen Überleben weg darauf ausrichten, anderen ein Leben lang zu dienen, werden Sie unweigerlich überaus erfolgreich sein.
Ich fasse es noch immer nicht, dass ich erst nach der »Halbzeit« meines Lebens erkannt habe, dass unsere wahre Erfüllung als Mensch sich nicht großen Errungenschaften verdankt, die uns auf die Titelseiten der Medien katapultieren, sondern einem elementaren, förderlichen Anstand, für den sich ein jeder von uns tagtäglich entscheiden kann. Mutter Teresa, die wohl großartigste Führungspersönlichkeit der Herzen, die jemals gelebt hat, sagte so überaus treffend: »Es gibt keine großen Taten, sondern nur kleine Taten, die wir mit großer Liebe tun.« Diese Erkenntnis habe ich in meinem Leben auf recht harte Weise gewonnen.
Noch bis vor Kurzem war ich so damit beschäftigt, allem Möglichen hinterherzujagen, dass ich mein Leben schier verpasst habe. Ich war so auf die großen Freuden des Daseins aus, dass ich die kleinen versäumte, diese Minifreuden, die wir tagtäglich in unserem Leben finden und aus ihm ziehen, denen wir jedoch oft keine Beachtung schenken. Meine Tage waren randvoll mit Terminen, mein Verstand war überarbeitet und mein Geist unterversorgt. Mein Leben spiegelte, ehrlich gesagt, den äußeren Erfolg wider, war jedoch die reinste Bankrotterklärung, wenn es um innere Bedeutung ging.
Ich war von der alten Schule, nach der Glücksgefühle sich schon einstellen würden, wenn ich mir das richtige Auto kaufte, das passende Haus erwarb und im Beruf angemessen befördert würde. Ich beurteilte den Wert eines Menschen nicht nach der Größe seines Herzens und seiner Charakterstärke, sondern nach der Größe seiner Brieftasche und seinem Kontostand. Vielleicht sagen Sie jetzt, dass ich kein guter Mensch war. Dem würde ich entgegenhalten, dass ich vom Sinn des Lebens einfach keine Ahnung hatte und auch nicht wusste, wie ich mich verhalten sollte, während ich so dahinlebte. Vielleicht lag es an den Leuten, die mich umgaben, aber all meine Bekannten in der Geschäftswelt lebten nach dieser Philosophie. Wir alle widmeten die besten Stunden des Tages dem Erklimmen der Karriereleiter und träumten davon, auf diese Weise ein Luxusbüro, eine prächtige Sommervilla auf dem Land und vielleicht ein spektakuläres Ski-Chalet in Frankreich zu ergattern. Wir wollten alle berühmt, bewundert und respektiert sein. Wir wollten alle stinkreich sein. Und vor allem wollten wir anerkannt sein.
Obwohl ich irgendwann einmal eine Familie gründen wollte, träumte ich doch eher davon, auf der Titelseite von Forbes oder Fortune zu erscheinen - wobei unter meiner schlanken Gestalt die Schlagzeile zu lesen stand: »Catherine Cruz: die Topmanagerin, die sich über alle Regeln hinweggesetzt und dennoch gewonnen hat.« Jedenfalls schwebte mir das eher vor, als Kindern bei irgendwelchen Pseudo-Wettkämpfen zuzujubeln. Auf dem Weg zur Arbeit wiederholte ich Affirmationen im Stil von »Heute ist der beste Tag meines Lebens« und »Ich habe den Verstand eines Millionärs und das Herz einer Kriegerin«. Ich sehe Sie jetzt den Kopf schütteln, aber ich wollte damals unter allen Umständen Erfolg haben - und hätte dafür so ziemlich alles getan. Ich hätte gesagt, worum man mich gebeten hätte, getan, was man von mir verlangt hätte, und jeden beiseitegeschoben, der das Pech hatte, mir im Weg zu sein. Ich kann nicht behaupten, dass ich damals stolz auf mich war. Ich sage nur, dass ich damals so war. Ich war hart, rücksichtslos, ehrgeizig und getrieben - bis hin zu dem Fehler, meine Gefühle auszuklammern, um in meiner selbst geschaffenen Welt zu überleben.
Mein Leben definierte sich durch meine Arbeit, und ich glaubte, dass es mir vorbestimmt war, den Zenit des beruflichen Erfolgs zu erreichen. An einer Wand in meinem Büro prangte dieses Zitat des großen amerikanischen Dichters Henry Wadsworth Longfellow, das meine Überzeugung ausdrückte:
Das Leben großer Männer erinnert uns,
dass wir unser Leben erhaben leben,
und beim Abschied
unseren Fußabdruck im Sand der Zeit
hinterlassen können.
Sicher, viele von meinen Kommilitonen und ich plapperten zuckersüße Plattitüden nach wie »Der Mensch kommt zuerst« oder »Es kümmert die Menschen nicht, wie viel du weißt, solange sie nicht wissen, wie sehr du dich um sie kümmerst«. Solche Worte predigten uns nur allzu oft betuchte Therapeuten und wohlmeinende Wirtschaftsprofessoren. Aber tief im Inneren hegte ein jeder nur einen Wunsch: sich selbst zu dienen und seine Ziele, Hoffnungen und Träume zu verfolgen - und zwar ungeachtet, auf wie vielen Menschen er dazu herumtrampeln musste. Und so opferten wir unsere Seelen dem beruflichen Erfolg und dem großen Geld. Wir investierten alles in unsere Arbeit. Und auch wenn es mir jetzt peinlich ist, das zuzugeben, so hatte ich in den ersten Jahren durchaus meinen Spaß dabei. Ja, es hat mir wirklich Spaß gemacht.
Als beste Studentin meines Semesters konnte ich mir die renommiertesten Arbeitgeber der Welt aussuchen. Da ich schon immer gern ein bisschen rebelliert habe, war es mir ein Vergnügen, sämtliche sechsstelligen Angebote in den Wind zu schlagen - sehr zum Kummer meiner Mutter, die meinte, ich hätte den Verstand verloren. Ganz im Sinne des Rats von einem meiner Lieblingsprofs an der Wirtschaftsfakultät, der auch nicht gerne mit dem Strom schwamm (und immer gepredigt hatte: »Wenn Sie auf der Suche nach dem idealen Job sind, fragen Sie sich nicht ›Würde ich für diese Firma gern arbeiten?‹, sondern fragen Sie sich stattdessen: ›Wäre ich gern Eigentümer dieser Firma?‹«). Jedenfalls landete ich in einer vielversprechenden Managerposition bei einer wenig bekannten Finanzierungsgesellschaft, die allerdings über ein enormes Wachstumspotenzial verfügte. Man sollte nie die Macht von Aktienoptionen unterschätzen, die selbst den zunächst uninteressiertesten Bewerber anzulocken vermögen.
Jeden Morgen flitzte exakt um 5.15 Uhr mein glänzender schwarzer Mercedes - eine Gratifikation meines Arbeitgebers bei Vertragsunterzeichnung - durch die Tiefgarage des 70 Stockwerke hohen Büroturms aus Glas und Metall, in dem ich die...
| Erscheint lt. Verlag | 16.7.2023 |
|---|---|
| Verlagsort | München |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Lebenshilfe / Lebensführung |
| Schlagworte | Beziehung führen • Familienleben gestalten • Freundschaften pflegen • Kinder erziehen • Kindererziehung • Leadership • Lebenstraum • Lebensziel • Träume verwirklichen • Work-Life-Balance • Ziele erreichen |
| ISBN-10 | 3-98609-229-3 / 3986092293 |
| ISBN-13 | 978-3-98609-229-0 / 9783986092290 |
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