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Yoga für die Organe (eBook)

Mit den wirksamsten Asanas, Atemtechniken, Meditationen und Tipps aus der Naturmedizin die Organfunktion unterstützen. Acht Programme zur Entlastung, Regulierung und Vitalisierung
eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
224 Seiten
Riva Verlag
978-3-7453-1937-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Yoga für die Organe -  Friederike Reumann
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Aktiviere deine Selbstheilungskräfte! Dein Organsystem hat täglich mit neuen Herausforderungen zu kämpfen: Umweltgifte, Dauerstress, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährungsweise belasten nicht nur den Stoffwechsel, sondern stören vor allem die Entgiftungs- und Versorgungsprozesse des Körpers, sodass die Organe nicht mehr richtig arbeiten können. Dadurch entsteht ein Nährboden für Nahrungsmittelallergien, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs; auch emotional kannst du aus dem Gleichgewicht geraten. Yoga für starke Organe Höchste Zeit, dass du deine Vital- und Selbstheilungskräfte wieder ankurbelst und deine Organe aktiv unterstützt! Die spezielle Yogapraxis von Friederike Reumann zielt genau darauf ab. Die Osteopathin und Yogalehrerin passt traditionelle Yogasäulen wie Asanas, Atemtechniken und Meditation an den modernen Alltag an. So kannst du ganz gezielt • die Leber, • die Nieren, • das Gehirn, • die Lunge, • den Magen-Darm-Trakt, • die Schilddrüse • und sogar das Herz entgiften, regulieren, nähren und kräftigen. Denn nur mit einem voll einsatzfähigen Organismus gelingt es deinem Körper, besser mit Stress umzugehen, mehr Energie zu erlangen und den Stoffwechsel- und Hormonhaushalt in Balance zu halten. So hilfst du deinem Körper dabei, sich selbst zu schützen und gesund zu erhalten!

Friederike Reumann ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin mit eigener Praxis und Yogastudio. Sie hat unter anderem Ausbildungen in traditioneller chinesischer Medizin, ayurvedischer Medizin und Yoga absolviert und ist Herausgeberin einer eigenen Gesundheitszeitung. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und schreibt für Gesundheitsmagazine.

Friederike Reumann ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin mit eigener Praxis und Yogastudio. Sie hat unter anderem Ausbildungen in traditioneller chinesischer Medizin, ayurvedischer Medizin und Yoga absolviert und ist Herausgeberin einer eigenen Gesundheitszeitung. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und schreibt für Gesundheitsmagazine.

Kapitel 2


Praxis: Körperspüren, Pranayama, Asanas und heilsame Meditationen für die Organe


Yoga für die Organe ist eine Methode, die mit modern abgewandelten Pranayamas, Asanas und Meditationen prophylaktisch auf die Organgesundheit wirkt. Sie schult die Körperwahrnehmung, damit schneller und gezielter auf Körperzeichen reagiert werden kann und gravierende Erkrankungen verhindert werden können. Sie lehrt, eigene Grenzen zu akzeptieren und alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

Körperspüren und Shavasana


Im Trubel des Alltags ist das Gehirn unheimlich vielen Reizen und Eindrücken ausgeliefert. Die Aufmerksamkeit ist auf vieles gerichtet, nur meistens nicht auf das eigene körperliche und seelische Befinden. Inmitten der beruflichen Anforderungen und über dem Management des Familienlebens geht es einfach unter, wenn der Körper uns ein Zeichen sendet. Nicht selten werden Alarmzeichen wie Verdauungsprobleme, Verspannungen oder Kopfschmerzen einfach weggedrückt und man verpasst es, gegenzusteuern und das, was aus dem Gleichgewicht geraten ist, wieder ins Lot zu rücken. Und so wird die Basis für gravierende Erkrankungen wie Herzinfarkt, Burn-out oder sogar Krebserkrankungen geschaffen.

Der wichtigste Schritt aus der Endlosschleife aus Anforderungen, die tagtäglich auf uns einprasseln, heraus ist deshalb die Rückbesinnung auf sich selbst. Gelingt es, den Fokus auf das individuelle »Ich« zu lenken und zurück in das Spüren und Wahrnehmen des eigenen Körpers zu kommen, erkennst du, wo Alltagsrhythmen fremdbestimmt sind, und kannst überlegen, wie sie sich durchbrechen lassen. Yoga für die Organe hilft, die körpereigenen Rhythmen wieder zu entdecken, in denen die Organe optimale Leistung bringen und sich die Seele entfalten darf.

Sich spüren und den Körper wahrnehmen

Beginne jede Yogasequenz mit einem kurzen Körperspüren im Sitzen oder, noch besser: in der Rückenlage. Denn ohne sich kurz die Zeit zu nehmen, in sich hineinzulauschen, gehen viele Körpersignale unter. Dann fällt es natürlich schwerer aufzuspüren, welches Organ Hilfe benötigt, und passende Asanas zu wählen. Lasse für das Körperspüren möglichst alle Hilfsmittel außen vor, damit du deinen Körper mit all seinen Kurven und Belastungen besser wahrnehmen kannst. Schließe beim Körperspüren immer die Augen. Dadurch blendest du bewusst den Alltag aus und gelangst über die Konzentration auf deine Atemzüge schneller zu dem Erspüren deiner eigenen Rhythmen.

Lasse dir für das Körperspüren mindestens fünf Minuten Zeit, gerne auch länger. Rekele dich danach genüsslich und aktiviere dich mit kleinen intuitiven Bewegungen wie einem In-die-Länge-Ausstrecken, Füße-Kreisen oder einem herzhaften Gähnen.

In den natürlichen Rhythmus gelangen

Entledige dich vor dem Körperspüren immer von beengender Kleidung wie Gürtel, Büstenhalter und Brille und komme in eine bequeme Rückenlage oder in einen entspannten Sitz. Schließe die Augen und nimm die Atmung wertfrei über einige Atemzüge wahr. Spüre bewusst, wie du einatmest und wie du ausatmest. Dein Atem darf ruhig werden und du erhältst einen ersten Eindruck von deiner Atemqualität und dem Atemweg.

Wenn du dich nach einigen Minuten ganz auf die Atmung konzentrieren kannst, lenke sie unter das Brustbein. Spüre für fünf Atemzüge, wie sich das Brustbein mit der Atmung hebt und wieder sinkt. Danach lenke die Atmung bis unter den Bauchnabel. Spüre, wie sich die Bauchdecke einatmend hebt und wie sie sich mit der Ausatmung ganz leicht in Richtung Wirbelsäule einzieht. Nach fünf weiteren Atemzügen versuche die Atmung noch mehr zu vertiefen: bis zu deinem Schambein unten am Becken. Lege die Hände auf dem Schambein auf und prüfe, ob deine Atmung bis dort unten ankommt. Sobald du die Atmung dort spürst, kannst du dir sicher sein, dass sich alle Organe optimal im Rhythmus deiner Atmung mitbewegen. Behalte die Schambeinatmung für fünf Atemzüge bei und lasse die Atemkraft danach in den Rhythmus übergehen, der sich jetzt für dich automatisch einstellt.

Den Körper spüren

Danach lenke deine Aufmerksamkeit auf den Körper. Nimm ihn zunächst im Ganzen wahr und gehe dann ins Detail. Scanne den Körper vom Kopf bis zu den Füßen und halte einen Moment inne, wenn dir etwas auffällt. Speichere Auffälligkeiten wie einen unruhigen Geist, Verspannung, ein Druckgefühl, eine Atemsperre oder ein Gefühl von Energiemangel ab und forme dir, wenn du mit dem Scan unten an den Füßen angekommen bist, aus all deinen Eindrücken ein Ziel für die Übungssequenz. Beziehe Gefühle und Emotionen mit in deine Zielfindung ein, wenn sie sich an der Bewusstseinsoberfläche zeigen sollten.

Wenn du feststellst, dass dein Atem stockt, kann dein Ziel beispielsweise sein, die Atemkapazität der Lunge zu stärken. Dann kannst du dir das Lungenprogramm zum Üben aussuchen und Pranayama in den Fokus rücken. Fällt dir auf, wie deine Gedanken immer wieder abschweifen und wie unkonzentriert du beim Körperspüren bist, passt vielleicht das Programm für das Gehirn und das routinemäßige Üben von Meditationen. Wenn du auf Anhieb kein Ziel findest, probiere diesen Trick: Stelle deinem Körper oder deinem »inneren Yogalehrer« im Stillen die Frage, welches Organ Stärkung braucht.

Shavasana

Shavasana ist im Yoga die sogenannte Totenstellung. Die Asana ist ein Symbol für Regeneration, Neuschöpfung und Wiedergeburt. Im Gegensatz zum Körperspüren, bei dem es um das Abschalten vom Alltag und Ankommen bei sich selbst geht, ist der Körper bei Shavasana durch das Yoga und die Meditation schon in einem entspannten, schläfrigen Zustand angelangt. Der Körper ist unbewegt, damit Geist und Gedanken zur Ruhe kommen. Die Atmung und der Herzschlag verlangsamen sich deutlich und das Nervensystem befreit sich von einflutenden Sinnesreizen. Heilende Impulse, die der Körper und die Seele während des Yoga erhalten und aufgenommen haben, werden jetzt tief im Unterbewusstsein verankert. Shavasana hat eine erfrischende Wirkung, denn hierbei regeneriert sich das Körper-Geist-Seele-System.

Heilende Impulse aufnehmen

Meist findet Shavasana ganz am Ende der Yogasequenz, nach der Meditation seinen Platz. Die entspannte Haltung sollte für mindestens fünf Minuten, gerne länger, geübt werden. Shavasana wird in der Rückenlage ausgeführt. Der Körper ruht möglichst neutral. Du kannst dich auch gerne zudecken oder dir ein Kopfkissen unterlegen. Platziere die Arme mit etwas Abstand zum Körper auf der Matte. Achte darauf, die Schultern locker zu lassen. Die Wirbelsäule fühlt sich lang an. Das gelingt noch leichter, wenn du das Kinn etwas an das Brustbein anziehst. Lege die Füße hüftbreit ab und entspanne die Leisten. Schließe die Augen. Dein Atem kommt und geht, ohne dass du dich dafür anstrengen musst. Stelle dir vor, dein Körper sinkt mit jeder Ausatmung tiefer in die Entspannung hinein. Bleibe in der Position, während sich der Geist beruhigt und sich der Körper regeneriert und verjüngt.

Pranayama: Das bewusste Atmen


Yoga und das bewusste Atmen sind seit Tausenden von Jahren untrennbar miteinander verbunden. Im Hatha Yoga werden die Atemtechniken unter dem Begriff Pranayama zusammengefasst und gehören neben den Asanas und der Meditation zu den klassischen Säulen der traditionellen Yogaphilosophie. Prana bedeutet »Energie« und Ayama kann mit »Kontrolle« übersetzt werden. In den Pranayamas benutzt du demnach die Atmung dazu, um die Lebensenergie bewusst zu kontrollieren und überall in deinem Körper und dem Geist auszudehnen. Normalerweise machen wir uns über die Atmung keine Gedanken, denn sie verläuft automatisch und für uns unbewusst. Sie wird autonom über das vegetative Nervensystem gesteuert und passt sich den Lebensverhältnissen fortlaufend an. Denn wenn du die Atemmechanismen kennst, fällt es dir später leichter, die Atemluft in den Atemübungen bewusst zu steuern.

Der Atemweg

Bei dem Thema Pranayama denkt man meistens an die Lunge als zentrales Atemorgan. Doch das Atmen ist ein raffiniertes Zusammenspiel vieler verschiedener Körperstrukturen. Mit der Einatmung fließt die sauerstoffreiche Luft zunächst durch die Nase und den Mund, dann weiter über die Luftröhre zu den Bronchien und über die Bronchien in den rechten und in den linken Lungenflügel. Um genügend Raum für die einströmende Atemluft zu bekommen, muss sich das Zwerchfell etwas tiefer in den Bauchraum absenken und sich der Brustkorb über die Atemmuskeln und Rippengelenke aufdehnen. Die Lunge wird bei der Einatmung zunächst in den unteren Bereichen mit Luft gefüllt, dann, mithilfe von weiterer Atemmuskulatur, auch in den oberen Bereichen und in den Lungenspitzen bei den Schlüsselbeinen. In der traditionellen chinesischen Medizin zählen noch die Nieren zu den Mitspielern der Einatmung: Nach deren Vorstellung ermöglichen sie die Einatmung durch ihre Energie überhaupt erst und helfen mit, die Atemluft zu filtern. Das aus der Atemluft gefilterte Wasser wird über die Nieren als Befeuchtungsmittel an die Lunge zurückgesendet.

Was die Atmung bewirkt

Der eigentliche Gasaustausch findet in den Alveolen statt. Das sind winzige Bläschen in der Lunge, die im Verbund wie Weintrauben aussehen. Hier nehmen die roten Blutkörperchen Sauerstoffmoleküle aus der Einatemluft auf, um sie im Körper zu verteilen. Gleichzeitig laden die roten Blutkörperchen Kohlendioxidmoleküle als giftiges Stoffwechselendprodukt der Zellen in den Alveolen ab, damit sie...

Erscheint lt. Verlag 16.10.2022
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Entspannung / Meditation / Yoga
Schlagworte Anregen • Bauchspeicheldrüse • Detox • entgiften • Entspannen • Galle • Gehirn • Gesundheit • Herz • Lunge • Lymphsystem • Magen • Milz • müde • Nebennieren • Niere • Organfunktion • Organismus • Pranayama • Reinigen • stress abbauen • Versorgung
ISBN-10 3-7453-1937-0 / 3745319370
ISBN-13 978-3-7453-1937-8 / 9783745319378
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