Die Treibhaushypothese: Alles Schall und Rauch? (eBook)
108 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-37106-4 (ISBN)
Dipl. Ing. Michael Limburg Jg. 1940 studierte in Berlin Elektrotechnik und absolvierte ein Zusatzstudium über Mess- und Regeltechnik. Nach einigen Jahren in der Entwicklung von Hochfrequenzsendern für Rundfunk und Fernsehen entschied er sich für eine Karriere im technischen Vertrieb. Dort bekleidete er nach wenigen Jahren hohe Managementfunktionen. Die letzten 25 Jahre vor dem Renteneintritt konzentrierte sich Limburg auf den Vertrieb technischer Investitionsgüter (Computer to Plate) für die Druckvorstufe der grafischen Industrie. Er hält mehrere Patente, ist Autor mehrerer Sachbücher zuletzt über die Klimafrage und die Energiewende. Anfang 2007 gründete Limburg zusammen mit Dr. Holger Thuss und weiteren das Europäische Institut für Klima- und Energie, dessen Vizepräsident er bis heute ist. Limburg lebt und arbeitet in Potsdam
Dipl. Ing. Michael Limburg Jg. 1940 studierte in Berlin Elektrotechnik und absolvierte ein Zusatzstudium über Mess- und Regeltechnik. Nach einigen Jahren in der Entwicklung von Hochfrequenzsendern für Rundfunk und Fernsehen entschied er sich für eine Karriere im technischen Vertrieb. Dort bekleidete er nach wenigen Jahren hohe Managementfunktionen. Die letzten 25 Jahre vor dem Renteneintritt konzentrierte sich Limburg auf den Vertrieb technischer Investitionsgüter (Computer to Plate) für die Druckvorstufe der grafischen Industrie. Er hält mehrere Patente, ist Autor mehrerer Sachbücher zuletzt über die Klimafrage und die Energiewende. Anfang 2007 gründete Limburg zusammen mit Dr. Holger Thuss und weiteren das Europäische Institut für Klima- und Energie, dessen Vizepräsident er bis heute ist. Limburg lebt und arbeitet in Potsdam
Teil II
Die globale Mitteltemperatur
Der physikalische Zusammenhang – erhöhte CO2-Werte erzeugen einen Temperaturanstieg – ist gesichert.
DWD-Präsident Paul Becker, Süddeutsche Zeitung, 8./9. Mai 2013
Im ersten Teil habe ich versucht, die für die Bestimmung der Temperatur der Atmosphäre der Erde und den postulierten Treibhauseffekt benutzten Begriffe und ihre exakte Definition zu finden, die für ihre Berechnung verwendet werden. Ich musste feststellen, dass die Randbedingungen, unter denen sie gemessen oder auch später berechnet werden, in fast allen Bereichen schwammig, unbestimmt, ja richtig diffus sind. Damit sind sie eigentlich schon unphysikalisch, weil sich aus solchen Begriffen keine exakte Physik herleiten lässt.
Aber tun wir mal so, das sei anders, und schauen uns die Anwendung der wichtigsten dieser Begriffe und die zur Berechnung der globalen Mitteltemperatur verwendeten Gesetze an. Und kommen nach dieser Vorbemerkung zur Sache!
Wir beschäftigen uns daher mit den Berechnungsmethoden der globalen Mitteltemperatur nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz, aber auch der Berechnungsmethodik, die vom IPCC bzw. den ihm zuarbeitenden Klimaforschern verwendet wird, um mittels sogenannter „Forcings“, die aufgrund der Änderung der Konzentration von Treibhausgasen Temperaturänderungen (Anomalien) zu berechnen. Dazu wird in der Atmosphäre ein Gleichgewichtszustand unterstellt, der durch Einwirkung der Forcings zu einem neuen führen soll.
Zur Vereinfachung wird mittels dieses Gedankenexperiments gern die sogenannte Equilibrium Climate Sensitivity (ECS) berechnet, die anzeigt, um wie viel Grad C (Kelvin) die Oberflächentemperatur Ts (der Index s steht für surface, es bleibt die Frage, welche „surface“ und wo? Siehe dazu Teil I) bei Verdopplung der Kohlendioxidkonzentration (oder von anderen „Treibhausgasen“, deren Wirkung auf Kohlendioxid umgerechnet wird) ansteigen würde, bliebe alles andere unverändert.
Diese Vereinfachung, nämlich eine Verdopplung für die Gewinnung einer Maßzahl zu unterstellen, geht bereits auf den „Entdecker“ des Treibhauseffektes Arrhenius zurück und wurde seither beibehalten. Viele Details dazu findet man hier bei der American Chemistry Society im „Climate Sensitivity Toolkit“34. Dort wird auch die Verbindung mittels des Stefan-Boltzmann Gesetzes mit seiner StefanBoltzmann-Konstante σ. ausführlich beschrieben. Obwohl gegenüber Wikipedia, insbesondere bei ideologisch aufgeladenen Themen wie dem Klimawandel, höchste Vorsicht angebracht ist, findet man bei rein naturwissenschaftlichen Themen doch häufig gut erklärte und auch stimmige Darstellungen des Sachverhalts. So finden wir dort eine sehr hübsche Beschreibung35 der höchst vereinfachten Annahmen für das idealisierte Treibhausmodell, das alledem zugrunde liegt.
Die Komponenten dieser Modelle sind also die globale Mitteltemperatur T bzw. ihre Anomalie ∆ T, das ist die Differenz der mittleren globalen Jahrestemperatur zum Mittel aus den mittleren globalen Jahrestemperaturen eines Referenzzeitraums (aktuell die Jahre von 1961 bis 1990), die eingehende und ausgehende Strahlungsleistung Q sowie die verschiedenen „Radiative Forcings (RF)“ (= Strahlungsantriebe), die eine Abweichung von der bis dato gedacht vorhandenen Gleichgewichtstemperatur erzwingen. Interessanterweise wird im 5. IPCC-Bericht deren Wirken nur auf die Stratosphäre betrachtet, aber ihre Wirkung auf die „bodennahen Luftschichten“, die uns eigentlich interessieren, zunächst ausgeblendet.
Im Hamburger Bildungsserver finden wir dazu die folgende Bemerkung (Hervorhebungen von mir):
„Der Strahlungsantrieb ist daher nichts weiter als das Ergebnis eines Gedankenexperiments. Betrachtet man den Zusammenhang zwischen globaler mittlerer Temperatur und dem RF, so steckt die größte Unsicherheit in dem Faktor, der die beiden verbindet und „climate sensitivity parameter“ genannt wird, und der die erwähnten Rückkopplungen enthält. Dieser Parameter sagt also aus, welche Temperaturänderung ein bestimmter Strahlungsantrieb hervorruft. Leider ist aber dieser Parameter je nach Mechanismus (also Treibhausgase, Aerosole, Landnutzung usw.), vor allem aber von Modell zu Modell verschieden. Die Werte bewegen sich etwa zwischen 2 und 4 Grad Celsius pro Wm-2, aber auch andere Werte sind nicht ganz auszuschließen. Ein weiterer Nachteil dieses Konzepts ist, dass überhaupt nur Einflüsse betrachtet werden können, die über die Strahlung auf die Temperatur wirken. Effekte wie z. B. Verdunstungskälte oder Diffusion können damit nicht beschrieben werden, obwohl auch sie die Temperatur beeinflussen.
Bei der Angabe des Strahlungsantriebs ist es übrigens wichtig, einen geeigneten Zustand zu definieren, mit dem die Änderungen verglichen werden können, d. h. der alte, natürliche Klimazustand. Dies ist keineswegs einfach, weil ja auch das natürliche Klima ständigen Schwankungen unterworfen ist. Im Falle des IPCC-Berichts wird als Basisjahr 1750 gewählt.“
Wobei über den „alten, natürlichen Klimazustand“ allerdings nur äußerst vage Vorstellungen existieren, wie man hinzufügen muss.
Ich stelle diese Größen im Folgenden nochmals ausführlicher und einzeln vor.
Die Temperatur
Übertriebene Genauigkeit ist das Kennzeichen schlechter Mathematiker.
C.F. Gauss
Zu den grundlegenden Parametern der Treibhaushypothese gehört vorrangig die Temperatur, welche dargestellt wird durch eine Größe, die globale Mitteltemperatur T in °C oder K(elvin) genannt wird. Eine Temperatur im physikalischen Sinne – und nur der interessiert uns hier – ist wie schon erwähnt ein Maß für die Menge an kinetischer Energie in einem Körper. Egal ob gasförmig, fest oder flüssig. Sie soll in „vorindustrieller Zeit“36, manche nennen auch 1850, das Jahr, das zufällig mit dem Ende der kleinen Eiszeit zusammenfällt, rund 15 °C betragen haben. Neuerdings wird, ohne nähere Begründung, behauptet, diese sei nur noch 14 °C gewesen. Mit einem Federstrich wird somit mehr als die gesamte Erwärmung des vorigen Jahrhunderts auf null gesetzt. Denn die betrug ca. 0,9 °C.
Doch eine Temperatur im physikalischen Sinne ist diese Größe nicht, obwohl sie so genannt wird, denn die Temperatur im physikalischen Sinne ist untrennbar an die Materie gebunden, in welcher sie gemessen wird, und damit an den Ort. Schon ihre Mittelung über Raum und Zeit verlässt den Bezug auf die untrennbar zughörige Materie und die Zeit ihres Erscheinens und verleiht ihr außerdem die Fähigkeit einer direkten Fernwirkung – wenn z. B. qua Mittelung herauskommt, dass die Temperatur eines Ortes in den Tropen auf nahe oder auch ferne Orte wie Arktis oder Antarktis fernwirkte. Eine Eigenschaft, welche die Temperatur als „intensive Größe“37 nicht besitzt.
Wie bereits in Teil I festgestellt, müsste zudem – wenn überhaupt aus hier unzulässigen Vereinfachungsgründen gemittelt werden soll – zunächst die lokale Temperatur zur 4. Potenz erhoben werden, dann die Mittelung durchgeführt und anschließend aus dem errechneten Wert die 4. Wurzel gezogen werden. Das wird aber nicht gemacht und deshalb ist die so bestimmte Mitteltemperatur als physikalischer Wert, zu dem sie ja erklärt wird, wertlos.
Ein Mittelwert, der keiner ist
Die Schwierigkeiten, eine solche Funktion (meine Anmerkung: gemeint ist die Berechnung der globalen Mitteltemperatur) auf einer Kugel mit entgegengesetzt verlaufenden Jahreszeiten in ihren beiden Hemisphären überhaupt aufzustellen, wollen wir hier einmal vernachlässigen. In der öffentlichen Klimadiskussion wird das Weltklima ja schließlich auf eine einzige Durchschnittstemperatur reduziert. Das ist aber keine Naturkonstante, sondern ein künstlicher Zahlenwert, der sich überhaupt erst als statistische Definition ermitteln lassen dürfte. In Ermangelung jeglicher Aussagekraft eines solchen Durchschnittswertes für unser Weltklima müssen dann katastrophale Schreckensszenarien für eine populistische „Belebung“ eben dieses Kunstwertes herhalten.“38
Aber sie ist noch aus zwei anderen Gründen für den ihr zugedachten Zweck wertlos.
Ein erster ganz wesentlicher Grund ist, dass es zwar mehrere ernsthafte Versuche gegeben hat, ihren Wert aus Messungen zu bestimmen, z. B. durch den bekannten (ehemaligen) Chef der Climate Research Unit Jones und sein Team von der University of East Anglia, diese aber misslangen bzw. misslingen mussten. Und das deshalb, weil die weltweit verfügbaren Datensätze viel zu spärlich, viel zu inhomogen und de facto – jedenfalls wenn man die normalen Regeln der Physik und der Messtechnik anwendet – kaum miteinander vergleichbar waren, also nicht in einen Topf geworfen werden durften. Trotzdem...
| Erscheint lt. Verlag | 9.9.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Schriftenreihe des Europäischen Instituts für Klima und Energie | Schriftenreihe des Europäischen Instituts für Klima und Energie |
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Natur / Technik ► Naturwissenschaft |
| Technik | |
| Schlagworte | Hypothese • Kohlendioxid • Stefan-Boltzmann-Gesetz • Strahlungsgleichgweicht • Treibhauseffekt • Weltklima • Weltmitteltemperatur |
| ISBN-10 | 3-347-37106-2 / 3347371062 |
| ISBN-13 | 978-3-347-37106-4 / 9783347371064 |
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