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Seelenstolz (eBook)

Geschichte über Seelenheilung
eBook Download: EPUB
2021 | 3. Auflage
134 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7543-8680-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Seelenstolz -  Britta Jöhnk
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Manche Verbindungen berühren uns tiefer, als Worte es fassen können. Sie rufen uns auf, zu erkennen, zu wachsen und zu unserer eigenen Wahrheit zurückzufinden. Seelenstolz ist die wahre Geschichte einer Reise durch karmische Begegnungen, emotionale Muster und schmerzhafte Seelenverstrickungen. Es erzählt vom Mut, sich selbst nicht länger zu verlieren, sondern sich zurückzuholen. Von der Kraft, Verletzungen nicht als Niederlage zu sehen, sondern als Wegweiser zur eigenen Selbstheilung und inneren Freiheit. Dieses Buch ist für alle, die fühlen, dass sie für mehr bestimmt sind als für Schmerz. Für alle, die bereit sind, den alten Fesseln zu entwachsen und ihre eigene Geschichte in Liebe, Würde und Stolz neu zu schreiben. Seelenstolz bedeutet, deine Wahrheit zu leben. Jetzt.

Britta Möller, 55 Jahre, lebt in Norddeutschland und ist seit über 30 Jahren selbstständig im Bereich der ganzheitlichen Gesundheit tätig, inspiriert von den Lehren der Hildegard von Bingen. In dieser Zeit hat sie unzählige Menschen ganzheitlich begleitet und behandelt, mit einem feinen Gespür für die tiefen Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele. Seelenstolz ist ein spiritueller Roman, in dem sie eigene Erfahrungen und Einsichten in eine berührende Geschichte einfließen lässt: bewegend, ehrlich und tiefgründig. Ihr Herzensanliegen ist es, empathische Menschen darin zu bestärken, ihren Weg der Selbstheilung zu gehen und zurück in ihre eigene Würde, in die Liebe, in ihren inneren Stolz und ihren wahren Wert zu finden.

Elisabeth


Elisabeth lebte im 11. Jahrhundert auf einem kleinen Bauernhof, nahe eines Dorfes, das an einem Fluss und lag der sich durch bewaldete Hügel und niedrige Berge schlängelte.

Sie war eine junge fröhliche Frau, die im ganzen Land für ihr außergewöhnliches Wissen über Heilpflanzen bekannt war.

Selbst in den Kreisen des neuen und alten Adels nahm man ihre Heilkünste in Anspruch.

Eines sonnigen Tages wurde Elisabeth gebeten in die nahegelegene Burg zu kommen, die auf der anderen Seite des Flusses auf einem Berg thronte.

Der Weg dorthin führte sie über Felder die sich unterhalb der Felsen über das Tal ergossen. Am Ufer des breiten im Sonnenlicht glitzernden Flusses entdeckte sie heranwachsende Heilkräuter. Fasziniert von ihrem Duft und ihrer schlichten Schönheit, pflückte sie diese. Sie legte sie zu den anderen Kräutern, die sie für ihren Krankenbesuch von zuhause mitgenommen hatte, in den Korb.

Sie überquerte den Fluss und ging an den üblichen Karren und Reitern vorbei, die das Schloss mit Waren und Nachrichten belieferten.

Als sie die Zugbrücke überquerte, empfing sie ein junger Mann unter dem hohen Torbogen, der beauftragt worden war nach ihr Ausschau zu halten, um sie ans Krankenbett zu führen.

Durch seine freundliche und ausgelassene Art herrschte sofort eine leichte, beschwingte Stimmung zwischen den Beiden.

Sie wunderte sich nur kurz über den teuren Stoff aus dem seine Gewänder waren. Es schien ihr zu nobel für einen einfachen Bediensteten, der dazu abgestellt worden war sie durch die Burg an den Ort ihrer Bestimmung zu führen.

Aber bevor sie sich weitere Gedanken machen konnte, nahm sie ihre Aufgabe gefangen. Sie trat an das schwach beleuchtete Krankenbett, sprach mit dem Kranken, nahm seine Beschwerden in Augenschein und versorgte ihn mit Kräutern und Tinkturen und die dabei stehenden Bediensteten mit Anweisungen, wie er in den kommenden Tagen behandelt werden sollte.

Schließlich wurde sie entlassen und man schien ihr zuzutrauen den Weg allein hinaus zu finden. Am Ende des langen holzvertäfelten Flures angekommen, holte sie der junge Mann ein, der sie zuvor ans Krankenlager geführt hatte.

Er lächelte und begleitete sie hinaus und während er das tat, fragte er nach ihrem Namen, wo sie herkomme und ob sie noch einen weiten Weg vor sich habe.

Während sie sich vorstellte, begleitete er sie hinaus, bis auf die Brücke hinter dem Tor. Der sonst stete Trubel dort war kurzzeitig verklungen, denn die meisten Fuhrleute und Arbeiter, die die Burg für ihre Dienste betraten und verließen, erholten sich in der Gaststube am Fuße des Berges von ihrem Tagewerk.

»Nun, Elisabeth – mein Name ist Richard von Ravenshire, und es war mir eine Ehre, Euch kennenzulernen.«

Sie hielt seinem Blick stand, ein leichtes Lächeln auf den Lippen – halb verwundert, halb nicht. Der Sohn des Grafen/Barons also. Aber ihm fehlte die reservierte Kälte, die viele Burgbewohner an sich hatten. Kein herablassender Blick, keine Angst vor dem gemeinen Volk, keine Distanz, die ihr sonst nur durch ihre Gabe erspart blieb – jener unsichtbare Abstand, der selbst die Höflichsten von den Bauern, Fuhrleuten oder Tavernenwirten trennte.

Er hatte noch Leben in sich, das nicht von Titeln und Macht erstickt worden war. Und während er sie begleitet hatte, war sie mehr gewesen als nur eine Frau, die gerufen worden war, um ihren Dienst zu tun.

In der Burg im Krankenzimmer, hatten die Adligen sie »entlassen«. Doch Richard hatte sie verabschiedet.

Und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein.

Einige Tage später, während Elisabeth in ihrem Garten das Unkraut zupfte und die ersten Beete nach dem Winter für Mangold und Rüben vorbereitete, hörte sie das rhythmische Klappern von Hufen, das sich durch das Dorf näherte.

Sie richtete sich auf und wischte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, während ihr Blick zur Straße wanderte. Von hier aus konnte sie den Weg gut überblicken – und sie erkannte ihn sofort.

Richard von Ravenshire ritt auf einem kräftigen, braunen Pferd die Dorfstraße entlang.

Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie ihn wiedererkannte. Ohne es zu wollen, spürte sie, wie ihr Herz einen Schlag schneller schlug, als er an ihrer Pforte die Zügel anzog.

Sie rechnete halb damit, dass er losgeschickt worden war, um sie nach Tinkturen oder einem weiteren Krankenbesuch zu bitten. Doch zu ihrer größten Überraschung trat er mit einem Lächeln an sie heran – einem Lächeln, das der Sonne selbst Konkurrenz machte.

»Verzeiht mir, dass ich Euch mit meiner Unverfrorenheit von Eurem Tagewerk abhalte«, begann er, mit einem Funkeln in den Augen. »Aber ich hatte schon immer ein Auge für das Besondere. Und ich musste mich vergewissern, ob es nur eine Laune des Tages oder des Lichts war, das an jenem Tage so außergewöhnlich schien.«

Er schwang sich aus dem Sattel und trat näher, sodass er ihr nicht mehr vom hohen Rücken seines Pferdes herab begegnete, sondern auf Augenhöhe, nur getrennt durch die niedrige Hecke. Sein Blick ruhte auf ihr – offen, direkt, als wollte er eine Antwort auf eine Frage, die er nicht laut aussprach.

Etwas leiser fuhr er fort: »Nun kann ich mit Gewissheit sagen – es war keine bloße Laune. Ihr seid wahrlich faszinierend.«

Seine Augen wanderten kurz über ihre Schulter hinweg, über den Garten, das kleine Haus, das sie ganz allein zu bewirtschaften schien. Ein Hauch von Bewunderung lag in seiner Stimme, als er hinzufügte:

»Vielleicht sogar noch mehr als zuvor.«

Es war keine gespielte, keine geheuchelte Bewunderung – das erkannte sie in seinen Augen und noch mehr in der Art, wie er sie behandelte und mit ihr sprach. Wie schon auf der Brücke bei ihrem Abschied: nie von oben herab, nie mit jener Kluft zwischen sich und ihr, die sie sonst stets spürte, wenn sie an das Krankenbett gerufen wurde. Eine unsichtbare Schranke, die immer dann spürbar wurde, wenn es um Menschen ging, die als »höher stehend« galten als das gemeine Volk.

Doch er war anders.

Er war aus freien Stücken gekommen – aus Neugier, aus Faszination. Und er schien unersättlich.

Sie verbrachten viele Stunden miteinander, und noch lange danach blieb er berührt von ihrer Art, die Welt zu sehen.

Bezaubernd in ihrer Klarheit, in ihrer Art, selbst den kleinsten Dingen Bedeutung zu schenken.

In diesen Momenten stand die Zeit still. Woher sie kamen, wohin sie gehen würden – all das spielte keine Rolle. Nur das Hier und Jetzt zählte.

Und weil sie einander so viel geben konnten, trafen sie sich weiterhin. Heimlich. Denn diese Verbindung durfte nicht sein.

Sein Weg war längst vorgezeichnet, gezeichnet von den Erwartungen seiner Familie – und sie war darin nicht vorgesehen.

Die einzige Frage, die sich seine Familie stellte, war nicht, ob er lieben durfte. Sondern nur, wen er heiraten würde. Eine Frau von gleichem Stand – oder eine, die Einfluss und Macht der Familie von Ravenshire noch mehren würde?

Während sie eines Tages im Mai das Essen auf ihrer Feuerstelle zubereitete, waren ihre Gedanken bei Richard.

Anfang des Monats hatten sie sich noch regelmäßig gesehen, doch nun war er seit drei Tagen verschwunden. Keine Nachricht, kein Zeichen. Sie machte sich keine Sorgen – noch nicht. Doch ein leises Ziehen der Sehnsucht lag in ihrem Herzen, stärker als der Hunger, den sie zu stillen versuchte.

Als sie den Haferbrei vom Feuer nahm und mit Butter und einigen Kräutern verfeinerte, hörte sie, wie die Tür aufging.

Richard stand dort, im Schein der Abendsonne und ein wenig außer Atem.

Als er die Tür hinter sich schloss, schien für einen Moment alles in der kleinen Hütte stillzustehen. Er trat zu ihr, langsam, als hätte er sich selbst noch nicht ganz entschieden, ob er sie berühren durfte. Doch dann hob er die Hand, ließ die Finger sanft über ihren Nacken gleiten – und zog sie schließlich an sich.. Mit den Fingern der anderen Hand strich er ihr einige Haarsträhnen aus dem Gesicht.

Er sprach nicht. Es brauchte keine Worte. Seine kräftigen Hände, die über ihren Rücken glitten genügten.

Ihr Herz klopfte immer schneller, alle Gedanken, alle Fragen, falls sie jemals welche gehabt hatte, waren verschwunden. Das einzige was zählte war seine Nähe und die Berührung. Und schließlich und endlich drückte er sie fest an sich und berührte das erste Mal seitdem sie sich begrüßt und verabschiedet hatten, ihre Lippen mit den seinen.

Ihre zuerst vorsichtigen Küsse wurden leidenschaftlicher und intensiver. Er zog sie enger an sich, als wollte er die Distanz zwischen ihnen auflösen. Sie ließ sich treiben, vertraute darauf, dass seine Arme sie hielten.

Er hob sie auf den Tisch, ließ den Stoff ihres Kleides langsam zwischen seinen Fingern herabgleiten. Voller Bewunderung sah er sie an und küsste ihre Brüste. Sie zog ihm das Hemd aus.

Das sanfte Licht fiel auf seinen Körper, betonte jede Linie - und sie ließ ihre...

Erscheint lt. Verlag 23.8.2021
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Literatur Lyrik / Dramatik Lyrik / Gedichte
Literatur Romane / Erzählungen
Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Alternative Heilverfahren
Medizin / Pharmazie Naturheilkunde
Schlagworte Buch zum Film • Freiheit • Ganzheitlich • Ganzheitliche Gesundheit • Ganzheitliches Denken • Gesundheit • Glücklichsein • Heilung • Innere Stärke • innere Transformation • Karma • karmische Liebe • karmische Verbindung • Liebe • Mystik • narzisstischer Missbrauch • Persönlichkeitsentwicklung • Roman • Seele • Seele und Körper • Selbstbewusstsein • Selbstfindung • Selbstheilung • spirit healing • Spirituell • Spirituelle Literatur • Spiritueller Roman • Weibliche Kraft • Wiedergeburt
ISBN-10 3-7543-8680-8 / 3754386808
ISBN-13 978-3-7543-8680-4 / 9783754386804
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