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Strom der Zukunft (eBook)

Raumenergie entzaubert
eBook Download: EPUB
2021 | 1. Auflage
268 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-29919-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Strom der Zukunft -  Angela und Horst Thieme
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Raumenergie - ein Begriff mit vielen Fragezeichen. Im Buch wird den Ursachen auf den Grund gegangen und aufgezeigt, welche Möglichkeiten sich mit dieser Energie eröffnen. Dabei wird auch auf uraltes Wissen zurückgegriffen.

2. Elektrophysikalische Grundlagen auf Basis der Planckschen Quanten

2.1 Max Planck – der Begründer der Quantenphysik

Wenn wir das Elektron in Betracht nehmen, müssen wir bei Max Planck beginnen. Er hat das Elektron nicht entdeckt. Das waren mehrere, wie der Arzt und Naturforscher Hermann Helmholtz, Joseph J. Thomsen u.a., die das Elektron als elektrisches Elementarteilchen (Atom der Elektrizität) erkannten. Die Elektronentheorie und die elektromagnetischen Wechselwirkungen sind aber heute ohne Quantentheorie nicht denkbar.

Ende des 19. Jahrhunderts stand in Berlin die Entscheidung an, wie die zukünftige Straßenbeleuchtung in Berlin beschaffen sein sollte: als Gaslicht mit den allabendlichen Laternenanzünder-Stadt-Bediensteten oder als damals modernes elektrisches Licht.

Um das zu entscheiden, wurde auf Drängen Kaiser Wilhelm II. 1887 eigens ein Institut geschaffen, die Physikalisch-Technische Reichsanstalt in Berlin. Diese arbeitete mit der nahe gelegenen Humboldt-Universität eng zusammen. Die Humboldt-Universität wollte hierfür den damals besten Physiker berufen.

Die Wahl fiel zunächst auf Heinrich Hertz, der aber absagte. Die "zweite" Wahl war Max Planck. Wahrhaftig in Anführungsstrichen, denn Planck stellte sich der Aufgabe sofort mit großem Engagement. Das Ergebnis ist bekannt. Über seine Untersuchungen zur schwarzen Hohlraumstrahlung gelangte er zur Erkenntnis, dass die Höhe der Strahlungstemperatur nur von deren Frequenz abhängig ist. Er fand dies durch seine empirisch abgeleitete Strahlungsformel. Die Beziehung zur Strahlungsenergie ergab E = h·v, die neben der Frequenz nur von einer Konstanten h abhängt. Im Nachhinein bestätigte sich dies glänzend. Im Dezember 1900 stellte Max Planck seine Formel vor. Die Physiker der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt F. Kurlbaum und H. Rubens überprüften diese experimentell noch in der Nacht und beglückwünschten anderntags Max Planck für die hervorragende Übereinstimmung mit dem Experiment. Davon ist einiges, was man sich heute auch wünschte.

So wurde letztendlich aus der Entscheidung über Berlins Straßenbeleuchtung die Quantenphysik geboren. Letztere nicht sofort, denn es dauerte 13 Jahre von der Veröffentlichung Plancks im Jahr 1900 bis zu deren allgemeiner Akzeptanz und Anerkennung 1913. Zwischenzeitlich war Max Planck Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Berlin geworden.

Den bereits bekannten Physiker Albert Einstein berief Planck nach Berlin. Nicht ganz uneigennützig, denn Max Planck erhoffte damit selbst weitere Akzeptanz für seine Strahlungsgleichung mit ihrer Konstanten h. Aber auch das half zunächst nicht weiter. Das eingefahrene Wellen- und Kontinuum-Denken der Physikwelt blieb Lehrmeinung, obwohl Albert Einstein mit seiner Lichtquanten- bzw. Photonentheorie ganz im Sinne Max Plancks wirkte.

Mit einem Seufzer gab Planck seinen Unmut über seine damaligen Physik-Kollegen Ausdruck:

"Etwas Neues setzt sich nicht dadurch durch, dass die Alten ihre
Meinung ändern, nur dadurch, dass jene aussterben“.

Indirekt bahnte sich der Meinungsumschwung dann doch noch an. Planck meinte, im wissenschaftlichen Austausch mit Einstein u.a., dass es doch möglich sein müsse, die Konstante h aus den Atomen abzuleiten.

Albert Einstein entgegnete2):

"… Dass h viel fundamentaler ist, sodass es vielmehr geboten sei,

aus der Konstante h den Bau der Atome herzuleiten".

Niels Bohr griff den Gedanken auf und legte 1913 unter Einbeziehung von h seine erfolgreiche Atomtheorie vor. Das war der Durchbruch. Alle drei bekamen den Nobelpreis, Max Planck für seine Strahlungsgleichung mit seinem revolutionären, körnigen Energiequantum (si. Cover), Albert Einstein für seine Lichtquantentheorie – und nicht für die Relativitätstheorie – und Niels Bohr für seine Atomtheorie.

Die Entwicklung der Physik ging weiter und wurde auf der Basis der Quantentheorie immer komplizierter und abstrakter. All das wäre ohne das Plancksche Wirkungsquantum nicht möglich gewesen.

So ist zu konstatieren, dass die allgemein gültige Strahlungsformel von Planck nur mit seinem Wirkungsquantum h als körniges Energiequantum funktioniert, ebenso die Einsteinsche Lichtquantenbeziehung. Und die Bohrsche Atomtheorie funktioniert nur mit der Planckschen Konstanten h/2π.

Der Preis dafür ist und war der Bruch mit der Lehrmeinung. Bei Bohr war der "Bruch" geringer, da Einstein als bereits anerkannter Wissenschaftler selbst den oben zitierten Hinweis gegeben hatte. Im weiteren Text wird verschiedentlich darauf einzugehen sein.

Der kleine Physik-Historien-Exkurs zeigt, wie langwierig und langanhaltend Vorurteile und alte Denkgewohnheiten bereits zu jener Zeit schon waren. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass Max Planck bereits Präsident der damals führenden physikalischen Gesellschaft der Welt war, der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Diese wurde später zu Plancks Ehren in Max-Planck-Gesellschaft umbenannt.

Was bedeutet uns der Rückblick heute?

Die Weiterentwicklung erfolgte basierend auf der Quantenphysik zur Quanten-Elektrodynamik (QED). Die vorderste Front der theoretischen Physik bilden derzeit die Superstring- und Superbranes-Theorien.

Eine Tausendschaft von führenden Theoretikern (Lehrstuhlinhaber in theoretischer Physik), u.a. der Elite-Universitäten Stanford, Princeton, Havard in den USA und weitere, haben sich zusammengeschlossen, um eine "Theory of Everything" oder Formel "Von Allem", d.h. eine Weltformel, zu finden, die alle vier Grundkräfte vereinigt. Das sind die elektromagnetische, die starke, die schwache und die gravitative Kraft.

Zunehmend sind jedoch Zweifel an diesen Theorien zu hören. So kann man heute mit Fug und Recht konstatieren, dass seit mehr als 50 Jahren kaum etwas Neues, Erhellendes im Bezug auf Naturgesetze entdeckt wurde 2). Dazu schreibt einer der prominentesten Stringtheoretiker, Lee Smolin, in seinem Buch "The trouble with physics" (deutsch „Die Zukunft der Physik3)“):

"Wir haben versagt …“ Warum dieses Eingeständnis?

Er plädiert für eine Neuorientierung der physikalischen Forschung.

Wiederholt sich die Geschichte auf höherem Niveau? Sind die Fundamente, u.a. der QED, ausreichend tragfähig? Die Relativitäts- und Quantentheorie passen nicht zueinander. Das ist bekannt.

Es ist wie vor Planck, als es zwei Strahlungsformeln gab, die von Wilhelm Wien und die von Rayleigh-Jeans, die nicht zusammen passten?

Und nun kam der Äther-Streit hinzu. Über 120 Jahre ist der Äther in der wissenschaftlichen Diskussion. Dabei gab es sogar Zeiten, in denen die Lehrmeinung das Vorhandensein des Äthers komplett abstritt. Inzwischen gewinnt er wieder an Aktualität.

Das liegt vor allem an überzeugenden praktischen Beispielen, in denen nachgewiesen werden konnte, dass mehr Energie erzeugt werden kann, als hineingesteckt wird. Das bedeutet einen sogenannten over-unity-Effekt (o.u.-Effekt), d.h., man gewinnt mehr Energie als man einspeist.

Dass die grundlegenden Versuche zum Äthernachweis von Michelson und Morley und auch die nachfolgenden Nachprüfungen fehl gehen mussten, soll nachfolgend erläutert werden. Wobei es bis heute völlig ungeklärt ist, ob u.a. die Photonen im Bezug auf die allgegenwärtige Feinstofflichkeit neu bewertet werden müssen. Auch das "strukturlose" bis "punktförmige" Elektron sollte unter dem Aspekt der Äther-Feinstofflichkeit auf den Prüfstand.

Eliot:

"Wir vergaßen die Weisheit um des Wissens willen und

wir verloren das Wissen im Strom der Informationen."

Das Internet-Zeitalter "lässt grüßen". Es ist zuweilen einfacher, etwas schnell und umfassend herunter zu laden, als sich mühsam den Kopf darüber zu zerbrechen.

2.2. Widersprüche zum Elektron – Kritik am gegenwärtigen Status

Im Laufe des Erkenntnisprozesses in der physikalischen Forschung, speziell auf dem Gebiet der elektromagnetischen Wechselwirkung, ist heute ein Stand erreicht, der die genauesten Verifizierungen (mathematischen Berechnungen) einer wissenschaftlichen Theorie ermöglicht. Doch es ist auch bekannt, dass die Theorie der elektromagnetischen Wechselwirkung – in ihrer modernsten Form, der Quantenelektrodynamik (QED) – in sich nicht widerspruchsfrei ist.

Die brillante Genauigkeit der QED mit deren erreichten Ergebnissen erstickt zwar jeden Zweifel an den damit nachgewiesenen richtigen Resultaten, aber die logischen Widersprüche bestehen dennoch fort. Dies lässt der Vermutung Spielraum, dass es sich um Modell-, Definitions- und Interpretationsfragen handelt, die ansatzbedingt zu unphysikalischen Formulierungen führen. Das offenbart sich in Divergenzen (das sind Unendlichkeiten bzw. Pole) bei der mathematischen Behandlung.

Die eingangs erläuterten fragwürdigen Zweifel und Grundwidersprüche seien hier wiederholt. Insbesondere die Widersprüche, die im Zusammenhang mit der elektromagnetischen Wechselwirkung, den Interaktionen...

Erscheint lt. Verlag 22.6.2021
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Natur / Technik Naturwissenschaft
Technik
Schlagworte Elektromagnetisches Feld • Energietechnologie • Raumenergie
ISBN-10 3-347-29919-1 / 3347299191
ISBN-13 978-3-347-29919-1 / 9783347299191
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