Der Zukunftskompass (eBook)
308 Seiten
myMorawa von Dataform Media GmbH (Verlag)
978-3-99110-367-7 (ISBN)
CORNELIA SCALA-HAUSMANN ist Gründerin des Instituts für Zukunftskompetenzen und Erfinderin des Zukunftskompass® als Coachingtool. Sie schwamm schon als Kind gegen den Strom, navigierte sich selbst durch etliche Riffe, Stürme und Flauten, suchte immer nach neuen Wegen und wollte mehr über das Leben wissen. Sie trotzte Zwängen, überwand Krankheiten, zog zwei Kinder groß, von denen eines autistisch ist, gründete mehrere Unternehmen und segelte über den Atlantik - immer unterwegs zu neuen Ufern, die Freiheit als Ziel. FACTS: Jg. 1965, Sohn Sascha, Tochter Nathalie; abwechselnd in Kärnten, in ihrer Heimatstadt Wien und auf den Weltmeeren unterwegs. Synergie: Verbindung von Selbst & Markt, Führung & Kunst, Philosophie & Trendforschung. Berufsmosaik: Studium Grafik-Design & Werbewissenschaften; bis 2000 geschäftsführende Gesellschafterin einer Werbeagentur in Wien 19 mit 12 Mitarbeitern und internationalen Konzernen als Kunden. Ab 2000 vielfältige Ausbildungen in Coaching, Therapie und Gesundheit. Lehrcoach und Supervisorin für Lebensberatung & Coaching. Mitentwicklung des Konzeptes 'Führungskunst' im Wiener Kunsthistorischen Museum. EU-Zertifizierung als Erwachsenenbildnerin (Andragogin). Seit 2005 als 'Counselor' tätig. 2007 Gründung des Instituts für Zukunftskompetenzen. Konzeption des Lehrgangs 'Selfness & Business Coach für Zukunftskompetenzen' und dessen Leitung. Seit 2013 Entwicklung des 'Zukunftskompass' mit 12 essenziellen Zukunftskompetenzen. 2015 mehrjährige Segel-Weltreise. Autorin mehrerer Bücher und Publikationen: •30 Wunder für Ihre Gesundheit - 2006, Neuauflage 2018, MyMorawa • Zukunftskraft Nachhaltigkeit - (Koautorin, Herausgeberin), Wieser Verlag, 2010 • Zukunftskraft Innovation & Marketing - (Koautorin), Verlag Heyn, 2010 • Zukunftskraft Arbeit & Energie - (Koautorin, Herausgeberin), Wieser Verlag, 2011 •Zukunftskraft : 21. Jahrhundert - pc.united, Berlin 2016 • 30 Miracles of Health - BookBaby, California 2015 •sowie einige E-Books im Selbstverlag (www.lascala.cc) Details &?Biografie: www.lascala.cc
1. Zukunftskompetenz – SELBSTkompetenz
Aus dem persönlichen Logbuch
8. August 2015. Leinen los! Unglaublich, dass es tatsächlich wahr wird. Unsere große Reise hat begonnen. Trotz Widerständen. Trotz Ängsten. Trotz Vernunft. Wozu machen Menschen so etwas? Was wollen sie sich beweisen? Ist es eine Sehnsucht? Oder eine Flucht? Sehnsucht nach sich selbst oder auch die Flucht vor sich selbst?
Nachdem ich Jahre in der Wirtschaft zugebracht hatte, wusste ich, dass es dort für solche Fragen kein offenes Ohr gibt. Selbstkompetent ist jemand, der „sich“ durchsetzt und Erfolg hat. Warum sind dann so viele mit diesen Parametern dennoch nicht glücklich? Ist Erfolg falsch definiert? Oder ist man nur unglücklich, weil man sich das fragt?
Fragen über Fragen.
Die Welt – sie liegt nun vor unserem Bug. Und man ist schlicht überfordert ob der vielen Möglichkeiten, wohin es gehen könnte. Wo beginnen?
Da ist die Erkenntnis, dass der Wind die Möglichkeiten einschränkt, fast eine Erleichterung. Segeln ist ein „sich dem Winde fügen“. Wind oder Schicksal – aber man darf kämpfen. Gegen den Wind ankämpfen, um doch noch dort zu landen, wo man hinmöchte. Ist er jedoch zu stark, hat das keinen Sinn. Man muss warten, die Richtung ändern, sonst riskiert man Schiff und Leben.
Geht man auf eine große Segelreise, ist das eine einmalige Gelegenheit, das Leben zu spüren, so wie es ist. Und jeder Kompromiss zeigt sich unmittelbar und ungeschminkt. Ziele werden immer unwichtiger. Der Weg selbst gewinnt an Bedeutung.
Selbsterkundungen in einem wundersamen Garten
von Harald J. Schellander
Höchste Zeit für eine kurze Auszeit. Wieder einmal weg von allem, hin zu mir selbst. Dazu brauche ich eine inspirierende Umgebung, in der ich mit mir selbst klarkommen kann. Mein Ziel ist der wundersame Lebensphasengarten MiraVita in Neumarkt in der Steiermark, den mein Freund Günther Karner gemeinsam mit dem Künstler und Architekten Johannes Matthiessen konzipiert und eigenhändig gestaltet hat.
Der Garten – endlich! Ich betrete ihn durch den Geburtsbogen, von dessen Stufen ein Blick auf die gesamte Anlage möglich ist. Das ganze Leben breitet sich in zwölf Stationen vor mir aus. „Alles Lebendige entwickelt sich und durchläuft dabei typische Phasen. So ist es auch beim Menschen“, beschreibt es Günther Karner. „Schon in der Bibel ist von einem Sieben-Jahre-Zyklus die Rede. Auf sieben gute Jahre folgten im alten Ägypten sieben schlechte Jahre. Der athenische Dichter und Staatsmann Solon (640 v. Chr.–559 v. Chr.) teilte ein Menschenleben in zehn Hebdomaden von je sieben Jahren ein. Dem MiraVita Lebensphasengarten liegt diese Einteilung zugrunde. Er zeigt die unterschiedlichen Lebensräume, die ein Mensch in seinem Dasein durchlaufen kann und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen.“
Mich zieht es gleich zu meinem aktuellen Lebensraum. Das achte Jahrsiebt (49–56 Jahre) wird dominiert von den Kräften des Jupiter, der mit seinen Monden auch an die den Garten begrenzende Hauswand gemalt ist. Auf der Erklärungstafel steht unter anderem, dass ich nach dem Durchlaufen einer meiner vielleicht schwierigsten Krisen- und Wendezeiten nun einen neuen schöpferischen Höhepunkt erlange: „Eine von innen kommende moralische Kraft beginnt sich zu melden. Ich lerne, mich von Belastungen zu lösen und mit dem Unveränderbaren auszusöhnen, lerne mit einem geweiteten Blick aufs Ganze gelassener zu sein. Ich kann verstärkt langfristige Entwicklungen denken und mit Geduld gestalten. Ich beginne in Harmonie mit allem auf Inspirationen aus meiner Umwelt zu vertrauen, bin aber der Gefahr ausgesetzt, immer noch nicht zum Wesentlichen durchzubrechen.“
Diese Sätze treffen mich mitten ins Herz, ich muss mich auf die bereitgestellte Bank setzen. Ich spürte diese Kräfte wohl, vor allem jene der Inspiration, und verstand sie auch schon gut umzusetzen. So nahe war ich bereits beim „Wesentlichen“. Doch warum ist mir der Durchbruch noch nicht gelungen?
Jetzt, mit einigem Abstand zu diesen Erlebnissen im MiraVita, aber doch mit ähnlichen Fragestellungen, nehme ich meine Mindmap zum Thema „Selbstkompetenz“ zur Hand. Was habe ich zum Thema „eigener Zugang“ alles aufgeschrieben? Ganz oben stehen „Eigenverantwortung“ und „Selbstvertrauen“. Dann der Satz: „Ich sage, was ich tue, ich tue, was ich sage.“ Oder: „Denken – Fühlen – Wollen – Handeln stehen im Einklang.“ Wichtig: „Ich weiß, wofür ich da bin.“ Es gelingt mir durchaus, Ziele mit Kreativität und Flexibilität zu verfolgen, das Leben in seiner ganzen Fülle zu genießen. Tja, und im Idealfall weiß ich um meine eigenen Stärken und Schwächen und pflege einen entspannten Umgang damit. Und das alles mit größtmöglicher Authentizität, ganz nach dem Motto „Mehr Sein als Schein“.
So betrachtet, klingt die Entwicklung der Selbstkompetenz nach lebenslanger Aufgabe. Braucht es da überhaupt einen „Durchbruch“? Ist nicht schon die Bereitschaft, sich dieser Arbeit zu stellen, Lebensziel und Lebenssinn genug?
Gerald Hüther liefert eine neurobiologische Erklärung: „Das menschliche Gehirn ist nicht auf die Durchführung bezahlter Dienstleistungen, sondern auf das Lösen von Problemen optimiert, die das Leben jedes einzelnen in einer menschlichen Gemeinschaft bereit hält und immer wieder neu schafft. Jede körperliche oder geistige Anstrengung, zu der ein Mensch sich aufrafft, um eine Bedrohung abzuwenden oder eine Herausforderung zu meistern, neues Wissen zu erwerben und neue Fähigkeiten zu entwickeln, ist also ‚Arbeit‘ in einem nicht entfremdeten, dem Menschen gemäßen Sinn. (…) Das Ergebnis dieser ‚Arbeit‘ ist die eigene Weiterentwicklung, die weitere Vervollkommnung, die Entfaltung bis dahin nicht sichtbarer oder noch nicht entwickelter Potenziale bei dem, der ‚arbeitet‘.“
Laut Hüther brauchen schon Kinder möglichst viele und immer wieder neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt und über die man – auch als Erwachsener noch – hinauswachsen kann. Das sei Arbeit. Und je mehr man davon habe, umso besser. Doch zu dieser Arbeit könne man niemanden zwingen. „Dazu muss man Kinder ebenso wie Erwachsene einladen, dazu muss man ihnen Räume und Gelegenheiten bieten, sich selbst einzubringen, auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen, den Nutzen von Disziplin und den Genuss des gemeinsamen Gestaltens zu erfahren.“ Vom Kindergarten über die Schule und den Betrieb bis zum Seniorenheim gehe es darum, gemeinsame Erfahrungen zu machen und nicht im eigenen Saft zu schmoren.1
Stichwort Betrieb: Selbstbewusstsein und Selbstverwirklichung sind schon längst in der Wirtschaft angekommen. Das Wirtschaftsmagazin brand eins widmete das erste Heft des Jahres 2015 dem Schwerpunkt Selbstbestimmung. In seinem einleitenden Essay schreibt Wolf Lotter: „Selbstbestimmung bedeutet: Wir müssen lernen, uns selbst zu organisieren. Wer sein eigenes Ding machen will, muss sich in den Griff kriegen. Das ist schwere Arbeit, bei der man draußen und mit Gegenwind arbeitet.“2
Und was ist mit jenen, die als Angestellte selbstbestimmt durchs Arbeitsleben gehen wollen? Der Organisationspsychologe Fritz Gairing von der Hochschule Pforzheim sagt dazu: „Die Organisation verlangt jetzt den ganzen Menschen mit seinen Emotionen, seinen Leidenschaften, seinem ganzen Wissen – und nicht nur eben einer definierten Zahl an Fertigkeiten und Kenntnissen, so wie das früher war. Daher muss sich jeder fragen: Wie viel gebe ich davon her, wie viel von meiner Person, meinem Selbst, biete ich an. Und zu welchem Preis?“3
Wenn Unternehmen zu viel von meinem Selbst verlangen und ich zu viel davon preisgebe – kann das dann bis zur Selbstaufgabe führen? Wer sich selbst und sein persönliches Umfeld beobachtet, findet zahllose Beispiele dafür. Immer öfter höre ich auch in Coachings, dass Erwerbsarbeit als modernes Sklaventum empfunden oder mit einem Platz auf der Galeere verglichen wird. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, drängt sich die Frage auf: Wie weit habe ich mich schon verbogen, wie weit von meinen eigenen Zielen entfernt, nur um den Zielen anderer zu dienen? Ist aus der Selbstbestimmung nicht schon längst Fremdbestimmung geworden? Meist muss es anfangen, ordentlich wehzutun, damit auf dem eigenen Lebenskompass der Blick wieder Richtung Norden, also Richtung Selbstkompetenz, gelenkt wird.
Bei meiner Betrachtung des Themas Selbstkompetenz bin ich nun selbst ein Stückchen schlauer geworden, warum mir der „Durchbruch zum Wesentlichen“ noch nicht gelungen scheint. Es ist so einfach: Ich bin mir selbst und meinen Zielen untreu geworden. Verdonnert zu einer weiteren Runde auf dem Karussell, das angetrieben wird durch angeknackstes Selbstvertrauen,...
| Erscheint lt. Verlag | 10.6.2020 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber |
| ISBN-10 | 3-99110-367-2 / 3991103672 |
| ISBN-13 | 978-3-99110-367-7 / 9783991103677 |
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Größe: 12,9 MB
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