HypnoBirthing. Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt. Das Original von Marie F. Mongan - 9. Auflage des Geburtshilfe-Klassikers (eBook)
318 Seiten
Mankau-Verlag GmbH
9783863744885 (ISBN)
Marie F. Mongan (gest. 2019) war Pädagogin, College-Direktorin, klinische Hypnotherapeutin und Direktorin des HypnoBirthing-Instituts. Nach zwei Entbindungen, die sie als fremdbestimmt und traumatisch erlebt hat, entwickelte sie die Übungen und Selbsthypnose-Techniken, auf denen HypnoBirthing basiert, und brachte in natürlichen und erfüllenden Geburten zwei weitere Kinder zur Welt. 1995 erhielt Marie F. Mongan den National Guild of Hypnotists President's Award und 2000 den begehrten Charles-Tebbetts-Preis für ihre Verdienste, Hypnotherapie zu einer anerkannten Methode zu machen. Tausende zertifizierte Kursleiterinnen und Kursleiter in aller Welt geben heute bereits entsprechende Kurse zur Geburtsvorbereitung, auch im deutschsprachigen Raum.
Marie F. Mongan (gest. 2019) war Pädagogin, College-Direktorin, klinische Hypnotherapeutin und Direktorin des HypnoBirthing-Instituts. Nach zwei Entbindungen, die sie als fremdbestimmt und traumatisch erlebt hat, entwickelte sie die Übungen und Selbsthypnose-Techniken, auf denen HypnoBirthing basiert, und brachte in natürlichen und erfüllenden Geburten zwei weitere Kinder zur Welt. 1995 erhielt Marie F. Mongan den National Guild of Hypnotists President's Award und 2000 den begehrten Charles-Tebbetts-Preis für ihre Verdienste, Hypnotherapie zu einer anerkannten Methode zu machen. Tausende zertifizierte Kursleiterinnen und Kursleiter in aller Welt geben heute bereits entsprechende Kurse zur Geburtsvorbereitung, auch im deutschsprachigen Raum.
INHALT
Vorwort zur deutschsprachigen Ausgabe
Widmung
Danksagung
Vorwort
Einleitung
An die Eltern
Die Geburt der natürlichen Geburt
Die Geburt von HypnoBirthing
Durch Ruhe die Geburtswelt gewinnen:
Die Philosophie des HypnoBirthing
"Was soll all dieses Zeug?" Die Macht der Einfachheit
Von der Freude zur Furcht -
eine Geschichte der Frauen und der Geburt
Wie Furcht den Geburtsverlauf beeinflusst
Die Auflösung der Furcht
Die Macht des Geistes
Verliebt in Ihr Baby
Die Wahl der Betreuer und der Umgebung für die Geburt
Die Vorbereitung von Geist und Körper auf den Erfolg
Die vier Basistechniken des HypnoBirthing
Ihr Entspannungsprogramm
Atemtechniken
Schlafatmung
Langsames Atmen
Geburtsatmung
Entspannungstechniken
Progressive Entspannung
Verschwindende Buchstaben
Die leichte Berührungsmassage
Anker
Visualisierungstechniken
Regenbogenentspannung
Die Lesung des Geburtsgefährten
Die sich öffnende Blüte
Blaue Satinbänder
Der Arm-Handgelenk-Entspannungstest
Besondere Vertiefungstechniken
Die Handschuhentspannung
Das Tiefometer
Der sensorische Kontrollschalter
Zeitverzerrung
Ernährung
Bewegung
Damm-Massage
Die Vorbereitung, um Ihr Kind zu empfangen
Bei Steißlage des Kindes
Vor dem Geburtsverlauf: Wenn das Kind bereit ist
Lassen Sie Ihr Kind und Ihren Körper das
Tempo bestimmen
Wenn die Natur Hilfe benötigt
Die Geburt - ein Liebesdienst:
Das Vorspiel des Geburtsverlaufs
Affirmationen für eine leichtere, angenehmere Geburt
Wie der Körper mit Ihnen und für Sie arbeitet
Die Aufnahme im Geburts- oder Krankenhaus
Das Einsetzen des Geburtsverlaufs
Wenn der Geburtsverlauf fortschreitet:
Die Verkürzungs- und Öffnungsphase
Langsamer oder stillstehender Geburtsverlauf
Die Vollendung rückt näher
Die Erfahrung der Geburt: Liebe atmen, Leben geben
Positionen für die Geburtsphase
Die Krönung des Geburtsverlaufs
Nach der Geburt
Die Zeit danach: Das vierte Trimester
Muttermilch ist die beste Nahrung
Anhang: Die Geburtswunschliste
Bibliografie
Über die Autorin
Die Geburt von HypnoBirthing
Im Juni 1954 war ich 21 Jahre alt und der festen Überzeugung, die Welt stünde mir offen. Am fünften Juni machte ich meinen Abschluss an einem kleinen Lehrerkolleg in Plymouth, New Hampshire. Ich hatte schon einen Vertrag, um ab Herbst unterrichten zu können, und mit dem Abschlusszeugnis in meiner Hand erfüllte sich nun mein Kindheitstraum: Ich wurde Lehrerin.
Eine Woche später war ich mit meiner Highschool-Liebe verheiratet. Es war eine Märchenhochzeit. Auf einmal übernahm ich gleichzeitig zwei neue Aufgaben, die mein Leben komplett verändern würden. Aber warum nicht?
Im September begann ich zu unterrichten und wusste sofort, dass ich meine Lebensaufgabe gefunden hatte. Im Spätherbst desselben Jahres wurde mein Mann aus dem Militärdienst entlassen, und wir begannen unser gemeinsames Leben in einer kleinen Holzfällerstadt am Fuß der White Mountains in New Hampshire.
Im Januar blieb meine Periode aus. Ich war sicher, dass der Grund dafür die Bronchitis war, die ich im Dezember gehabt hatte. Ich konnte nicht schwanger sein. Da ich sicher sein wollte, dass die Sache wieder ganz in Ordnung kam, ging ich zu unserem Hausarzt. Als wir nach der Untersuchung in seinem Sprechzimmer saßen und er mir seine Diagnose mitteilte, erlitt ich beinahe einen Schock. Ich war schwanger.
Weder mein Mann noch ich hatten auch nur im Entferntesten in Erwägung gezogen, zu diesem Zeitpunkt ein Kind zu bekommen. Mein Mann hatte sich unter der GI-Bill3 gerade am College eingeschrieben, und ich war vollauf damit beschäftigt, Unterrichtspläne zu erstellen und mit Erfahrungen zurechtzukommen, die man als Lehrerin im ersten Jahr eben macht. Unsere Ehe war noch so frisch, dass die kleine Zweizimmerwohnung, die wir gemietet hatten, noch nicht einmal fertig eingerichtet war. Ich litt weder unter Schwangerschaftsübelkeit noch fühlte ich mich aufgeschwemmt, noch hatte mein Appetit irgendwelche bizarren Formen angenommen. Wir konnten nur einfach gerade kein Kind bekommen. Nicht jetzt!
Ein paar Tage lang war ich versucht, noch einmal zu meinem Arzt zu gehen und darauf zu beharren, dass es schlicht die Bronchitis war, die immer noch in meinem Körper wütete, und ich gar nicht schwanger war.
Aber dann erwachte ich eines Morgens mit diesem seltsamen, freudigen Strahlen an mir. Eine Stimme in mir wiederholte ständig: „Ich bekomme ein Baby.“ Ich fühlte eine Heiterkeit, die anders als alles war, was ich je erlebt hatte, und es gefiel mir. Ich weiß nicht, wie es passierte, aber von da an war ich von den erstaunlichen Vorgängen in meinem Körper völlig eingenommen. Alle meine Gedanken richteten sich auf meine Schwangerschaft und unser Baby.
Ich beschloss, keine „normale“ Schwangerschaft zu haben, mit Rückenschmerzen, geschwollenen Füßen oder anderen der üblichen Schwangerschaftsbeschwerden. Bei der Geburt meines Kindes würde ich mich nicht betäubt irgendwelchen Ärzten und Schwestern ausliefern, um dann nicht einmal eine Erinnerung an diese Erfahrung zu haben. Auch fand ich den Gedanken, dass eine Geburt von Natur aus eine äußerst schmerzhafte Tortur sein sollte, völlig inakzeptabel. Ich konnte nicht glauben, dass ein Gott, der den menschlichen Körper so perfekt erschaffen hatte, so schlecht gearbeitet haben sollte, wenn es um die Fortpflanzung ging. Es gab so viele Fragen, die mich dieses Konzept der Verbindung von Schmerz und Geburt einfach nicht akzeptieren ließen. Warum waren die zwei Muskelschichten der Gebärmutter die einzigen, die unter normalen Bedingungen nicht richtig funktionierten? Warum waren weniger entwickelte Tiere mit problemlosen und leichten Geburten gesegnet, während wir, die Krönung der Schöpfung und das Abbild Gottes, leiden mussten? Und warum haben Frauen in manchen Kulturen sanfte und angenehme Geburten? Werden wir Frauen der westlichen Welt weniger geliebt? Werden wir härter herangenommen? Sind wir weniger gesegnet als sie? Für mich ergab das alles weder logisch noch physiologisch einen Sinn.
Was noch schwerer wog, war, dass ich einfach nicht glauben konnte, dass ein liebender Gott sich den grausamen Scherz erlauben würde, uns als sexuelle Wesen zu erschaffen, damit wir uns in Liebe vereinen und Kinder zeugen, nur um dann die Art, wie wir unsere Kinder gebären, so entsetzlich schmerzhaft zu machen.
Ich las, so viel ich konnte, um meine Meinung, dass Schmerz nicht zu einer normal verlaufenden Geburt gehört, bestätigt zu sehen. Den Großteil dessen, was ich las, lehnte ich schlichtweg ab. Die gesamte Literatur der damaligen Zeit war gespickt mit medizinischem „Aber-was-Wenns“. Man konzentrierte sich nur darauf, was während einer Geburt alles schiefgehen konnte. Ich war ziemlich entmutigt.
Dann erinnerte ich mich an einen Artikel in der Zeitschrift Life, den ich während meiner Highschool-Zeit gelesen hatte. Er handelte von einer Frau, die in der Grace-New-Haven-Klinik in Connecticut natürlich entbunden hatte. Dieser Artikel würde meine Überzeugungen stützen, und ich würde den Namen des englischen Arztes herausfinden, mit dessen Methode der natürlichen Geburt die Klinik arbeitete. Ich fand die betreffende Zeitschrift in der örtlichen Bücherei und anschließend auch Dr. Grantly Dick-Reads Buch Mutterwerden ohne Schmerz. Ich wusste sofort, dass dieses Konzept die Antwort auf meine Suche nach der betäubungsmittelfreien, schmerzlosen und sicheren Geburt war, die ich für mich und vor allem für unser Baby wollte. Zur damaligen Zeit sprach man nicht viel über die Sicherheit oder das Wohlergehen des Kindes. Alles drehte sich darum, wie die Mutter die Geburt erlebte, aber keiner interessierte sich dafür, wie sie und ihr Partner diese Erfahrung sahen oder was sie sich für die Geburt erhofften und erträumten. Der familiäre Aspekt einer Geburt wurde überhaupt nicht in Betracht gezogen.
Ich warf die ganze negative Literatur in den Müll, die sich in Beschreibungen von gebärenden Müttern erging, die irgendwie versuchten, die „entsetzlichen Schmerzen einer Geburt“ zu ertragen und zu überleben, und konzentrierte mich ganz auf Dick-Reads Theorie der Beseitigung des Angst-Verkrampfungs-Schmerz-Syndroms. Ich war begeistert und freute mich auf meine gesunde, natürliche Geburt, wach und aufmerksam und frei von Angst und von den Schmerzen, die nur durch Angst verursacht werden. Genauso begeistert war ich zu erfahren, dass die Ärzte der Grace-Klinik ebenfalls der Ansicht waren, dass die Angst vor dem Schmerz zu tatsächlichen Schmerzen während der Geburt führen könnte. Sie akzeptierten völlig die Idee, dass „mentale Ängste in körperliche Verkrampfung umgesetzt werden, die unnötige Schmerzen verursacht“. Sie waren generell der Ansicht, dass, wenn auch nicht alle, so doch die meisten Geburten unkompliziert verlaufen und mit einem Minimum an Betäubungs- und sonstigen Hilfsmitteln sowie minimaler Intervention von außen vonstattengehen können. Mir gefiel, was ich las.
Ich hatte mich auf eine natürliche Geburt vorbereitet, nicht jedoch auf die Reaktion meiner Mitmenschen, ob nun aus dem medizinischen Bereich oder nicht. Niemand nahm mein Vorhaben ernst, ein Kind ohne Zuhilfenahme von Betäubungsmitteln zur Welt zu bringen. In einer Zeit, in der alle Frauen mit Vollnarkose „außer Gefecht gesetzt wurden“, lachten Freunde mich aus, wenn ich die Meinung vertrat, es sei möglich, natürlich zu gebären. Ich wurde belächelt und beleidigt von Anästhesisten, die gerade die kaudale Anästhesie, eine Blockade des Rückenmarks, einführten. Bei dieser Methode musste die gebärende Mutter nach der Geburt stundenlang ruhig auf dem Rücken liegen, um periodisch wiederkehrende Kopfschmerzen zu vermeiden, die andernfalls jahrelang auftreten konnten. Zum Glück hatte ich wenigstens die skeptische Unterstützung meines Mannes und meiner Familie, die meinen Hang zu ungewöhnlichen Wegen kannten.
Als ich zur Entbindung in die Klinik kam, teilte ich dem Personal mit, dass ich eine natürliche Geburt haben würde. Die Krankenschwestern grinsten nur, und kurz nachdem man mich durch Schamrasur und Einlauf für die Entbindung „vorbereitet“ hatte, beruhigte mich eine Schwester freundlicherweise mit den Worten: „Wenn die Schmerzen unerträglich werden, können Sie eine Demerol-Spritze haben. Das hilft.“ Als ich dankend ablehnte, machte man sich über mich lustig und ließ mich in einem dunklen Geburtsraum allein, wo nur das unerträgliche Ticken einer „Baby Ben“-Uhr zu hören war, die man mir ans Bett gestellt hatte, damit ich die Abstände des „Wehenschmerzes stoppen“ könnte. Die Schwestern ignorierten mich, weil sie nicht glaubten, dass sich die Geburt bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befand, und man sagte mir, wenn ich am Ende in den Kreißsaal käme, würde ich „schreien und brüllen, wie die anderen auch“.
Nur sehr wenig später informierte ich die Schwester, dass das Baby käme....
| Erscheint lt. Verlag | 5.11.2024 |
|---|---|
| Verlagsort | Murnau a. Staffelsee |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Schwangerschaft / Geburt |
| Schlagworte | angstfreie Geburt • Atemübungen • Baby • Entspannung • Gebären • Geburt • Geburtshilfe • Geburtsschmerz • Hebamme • Hebammen • HypnoBirthing • Hypnose • Kaiserschnitt • Kinder • Konzentrationsübungen • Mongan-Methode • Mutter • Ratgeber • Sanfte Geburt • Säugling • Stillen |
| ISBN-13 | 9783863744885 / 9783863744885 |
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