Motivation und Zufriedenheit von Erzieherinnen und Erziehern: Wie attraktiv ist der Arbeitsplatz Kita?
Diplomica Verlag
978-3-95934-727-3 (ISBN)
Anja Dölker, geb. 1981, ist Erzieherin (Schwerpunkt Kleinkindpädagogik), absolvierte 2010 das Betriebswirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt Personalmanagement an der VWA Wiesbaden und beendet zurzeit ihr Studium zur "Pädagogik der frühen Kindheit" an der Hochschule Koblenz.
Textprobe:Kapitel 4.5.2, Arbeit selbst:In diesem Faktor stehen, laut der Definition nach Herzberg, die aktuelle Arbeit bzw. die Aufgaben innerhalb der Tätigkeit im Mittelpunkt. Die Aufgabe kann sich hierbei auf die Durchführung einer umfassenden Tätigkeit oder nur auf einen Teilaspekt davon beziehen. Die Arbeit kann in den Augen eines Mitarbeiters routiniert oder abwechslungsreich, kreativ oder trist, zu leicht oder zu schwer erscheinen.Für den "DGB-Index Gute Arbeit" wurden die Erzieherinnen gebeten, das Ausmaß der Möglichkeiten für kreatives Arbeiten zu benennen. Da der wesentlichste Teil der pädagogischen Arbeit auf selbstständiger Erarbeitung und Umsetzung von Angeboten beruht, kann vermutet werden, dass das pädagogische Fachpersonal häufig kreativ tätig ist, um bspw. neue Bildungsangebote zu entwickeln oder standardisierte Angebote auf die Bedürfnisse der Kinder anzupassen. Die Bewertung der pädagogischen Fachkräfte bestätigt diese Vermutung. Über 90% der Erzieherinnen führten an ihre eigenen Ideen in hohem bzw. sehr hohem Maß einbringen zu können.Der DGB befragte die pädagogischen Fachkräfte weiterhin zu körperlichen Anforderungen in der Tätigkeit, wie körperlich schwerer Arbeit und einseitiger physischer Belastung. Die Mehrheit der Erzieherinnen (94%) gab an nie oder lediglich in geringem Maße körperlich schwer zu arbeiten. Eine einseitige körperliche Belastung, welche bspw. in Folge häufig bestehender ungünstiger Körperhaltungen auftritt, wurde, wenn auch verhaltener, ebenfalls positiv bewertet. 68% der Fachkräfte fühlen sich bei der Arbeit nie oder selten einseitig belastet.Die von der GEW ausgewerteten Belastungsfaktoren "Körperliche Anstrengung", "Interaktion mit Kindern", "Interaktion mit Eltern" sowie "Qualitative Arbeitsbelastungen" können dem Motivator "Arbeit selbst" zugeordnet werden. Sie stehen, gemäß Herzbergs Definition des Aspekts, für den Schwierigkeitsgrad der Arbeit, da die Erhebungsteilnehmer explizit nach der Belastung durch diese Items befragt wurden. Die Merkmale wurden laut der Studie vom Großteil der pädagogischen Fachkräfte als "gering" bis "mäßig" belastend empfunden. Mäßig strapazierend waren demnach die körperliche Anstrengung, die Interaktion mit Kindern und die qualitativen Arbeitsbelastungen. (Unter "qualitativer Arbeitsbelastung" wird die Überforderung durch Arbeitsaufgaben verstanden.) Lediglich gering beeinträchtig fühlten sich die Erzieherinnen durch die Interaktion mit den Eltern.Die Belastungsfaktoren könnten weiterhin ergänzt werden, durch die Merkmale "hoher Geräuschpegel", "Personal- und Zeitmangel" sowie "Räumlich-materielle Ausstattung". Sie werden jedoch dem Hygienefaktor Arbeitsbedingungen zugewiesen, da sie keinen Aufgabenbereich der Tätigkeit an sich stellen. Zudem wird kein Merkmal mehrfach kategorisiert. Es ist indes zu berücksichtigen, dass derartige Arbeitsbedingungen, die Arbeit selbst, je nach Ausprägung, erschweren resp. erleichtern.Die Studie "Pädagogische Berufsarbeit Zufriedenheit" erfasste aus dem Aspekt "Tätigkeit" die Items "ist langweilig", "unterfordert mich" sowie "kann Ideen verwirklichen". Die Antworten fielen mehrheitlich positiv aus. Der Großteil der befragten Fachkräfte (84,8%) hielt die pädagogische Arbeit zu keiner Zeit für langweilig. Gut 66% fühlten sich nicht unterfordert und knapp 70% der Befragten waren der Ansicht eigene Ideen in der Arbeit verwirklichen zu können.4.5.3, Verantwortung:Dieser Aspekt umfasst alle Sachverhalte bezüglich des Maßes an Verantwortung und Autorität, hinsichtlich der eigenen Arbeit oder der Arbeit anderer. Zufriedenheit stellt sich bspw. durch einen neuen oder erweiterten Verantwortungsbereich ein. Ein Gefühl der Unzufriedenheit kann hingegen aus einem Mangel an Verantwortung herrühren.Der DGB erkennt den Aspekt Verantwortung in den Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten der Mitarbeiter. Er sieht darin die Chance zur langfristigen St
| Zusatzinfo | 8 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 220 mm |
| Gewicht | 134 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Gesundheit / Leben / Psychologie ► Psychologie |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Vorschulpädagogik | |
| Schlagworte | Arbeitszufriedenheit • Erzieher / Erzieherin • Erzieher/-in • Erzieherstreik • Herzberg, Frederick • Kindertagesstätte • Leistungsbereitschaft • Motivationsforschung • Sozialpädagogik |
| ISBN-10 | 3-95934-727-8 / 3959347278 |
| ISBN-13 | 978-3-95934-727-3 / 9783959347273 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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