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Buddhismus für Anfänger (eBook)

Eine Einführung in die Philosophie und Praxis
eBook Download: EPUB
2014 | 1. Auflage
192 Seiten
Scorpio Verlag
978-3-943416-66-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Buddhismus für Anfänger -  Lama Yeshe,  Lama Zopa Rinpoche
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Wie können wir Zufriedenheit, Glück und ein inneres Gleichgewicht erreichen? Wie entsteht Leid? Was bedeutet Meditation wirklich? In ihrer zeitlosen Einführung in den tibetischen Buddhismus erklären die Lamas Yeshe und Zopa Rinpoche leicht verständlich, authentisch und griffig, was sich hinter Dharma und Sangha, Samsara und Karma verbirgt. Das Buch fängt die mitreißende und humorvolle Direktheit der ersten Vortragsreise der beiden Lamas durch die Vereinigten Staaten im Jahr 1974 ein und gibt dem Leser das Gefühl, zwei großen Lehrern des Buddhismus unmittelbar zuzuhören. Die Lehren des Buddha sind gerade in unserer heutigen schnelllebigen Zeit wertvoller denn je. Doch oft fehlt uns ein vertieftes Verständnis, um sie wirklich im Alltag umsetzen zu können. Lama Yeshe und Lama Zopa Rinpoche wurden beide noch in tibetischen Klöstern ausgebildet. 1974 unternahmen sie eine Vortragsreise in die USA, auf der sie erstmals westlichen Interessenten von ihrer religiösen Praxis berichteten. Aus diesem Material entstand Buddhismus für Anfänger eine ebenso einfache wie überzeugende Einführung in den Buddhismus, die bis heute nichts von ihrer Kraft, Frische und Aktualität eingebüßt hat. Sie enthält einen abgeschlossenen Meditationskurs und stellt den Kernbestand buddhistischer Praxis dar. Die Autoren sprechen über den Sinn von Meditation, nennen die Ursachen von Unzufriedenheit und Leid und erörtern die Methoden, mit denen wir Schwierigkeiten überwinden und unseren Geist und unser Leben in den Griff bekommen können.

Lama Yeshe kam 1935 in Tibet zur Welt und lebte fast zwanzig Jahre lang als Mönch in Lhasa, bevor er dem Dalai-Lama 1959 ins Exil folgte. In seiner unverwechselbaren Art machte er westliche Zuhörer und Schüler von 1965 an bis zu seinem Tod im Jahr 1984 mit den Lehren des Buddhismus vertraut. Lama Zopa Rinpoche, geboren 1946 in Nepal, w ar zunächst der Hauptschüler von Lama Yeshe. Zusammen riefen sie die Foundation for the Preservation of the Mahayana Tradition (FPMT) ins Leben, einen weltweiten Verbund buddhistischer Zentren, Klöster und angeschlossener Einrichtungen, den Lama Zopa heute als spiritueller Direktor leitet.

Lama Yeshe kam 1935 in Tibet zur Welt und lebte fast zwanzig Jahre lang als Mönch in Lhasa, bevor er dem Dalai-Lama 1959 ins Exil folgte. In seiner unverwechselbaren Art machte er westliche Zuhörer und Schüler von 1965 an bis zu seinem Tod im Jahr 1984 mit den Lehren des Buddhismus vertraut. Lama Zopa Rinpoche, geboren 1946 in Nepal, w ar zunächst der Hauptschüler von Lama Yeshe. Zusammen riefen sie die Foundation for the Preservation of the Mahayana Tradition (FPMT) ins Leben, einen weltweiten Verbund buddhistischer Zentren, Klöster und angeschlossener Einrichtungen, den Lama Zopa heute als spiritueller Direktor leitet.

VORWORT
ZUR NEUAUFLAGE

Dieses Buch, die denkbar zugänglichste Einführung in die Philosophie und Praxis des Buddhismus, ist in seiner englischen Originalausgabe erstmals 1976 erschienen. Vieles hat sich seitdem geändert, aber die hier angesprochenen menschlichen Grundbedürfnisse sind die gleichen geblieben, und so ist dieses wegbereitende Werk heute so relevant, wie es damals war.

Als die beiden Autoren Ende der Sechziger- und Anfang der Siebzigerjahre in Nepal und Indien westliche Schülerinnen und Schüler zu unterweisen begannen, handelte es sich bei vielen von ihnen um Aussteiger, die ihren Platz nicht mehr in der Gesellschaft sahen, in der sie aufgewachsen waren. Verschiedene Ursachen, vor allem aber wohl der Krieg in Indochina, führten dazu, dass viele für die gesellschaftliche, politische und religiöse Führungsschicht in ihren Heimatländern nur noch Verachtung übrig hatten. Auf dem »Hippie-Trail« reisten sie nach Kathmandu, Dharamsala und zu ähnlichen Orten, inspiriert von so unterschiedlichen Büchern wie Ram Dass’ Be Here Now, Hermann Hesses Morgenlandfahrt und Siddhartha sowie den fantastischen Erzählungen Lobsang Rampas mit ihrem tibetischen Flair. Kaum weniger wichtig waren für manche von ihnen die Erfahrungen, die sie mit Drogen und ihren als bewusstseinserweiternd angesehenen Eigenschaften machten. Enttäuscht vom bürgerlichen Mythos des Wohlstands und seiner durch und durch materialistischen Prägung, machten sie sich auf die Suche nach etwas, das ihrer Sehnsucht nach tieferer Wahrheit entsprach.

Zu diesem bunten Völkchen gehörten auch einige, die es in einen Teil der Himalaja-Ausläufer verschlug, wo sie zwei höchst ungewöhnlichen Menschen begegneten, der eine Tibeter, der andere ein Sherpa. Lama Yeshe und Zopa Rinpoche entstammten einer so ganz anderen Kultur als die jungen Männer und Frauen, die sie nun kennenlernten, und doch besaßen diese beiden buddhistischen Mönche die außerordentliche Gabe, sehr direkt und verständnisvoll auf die Belange und Erfahrungen dieser so heterogenen Gruppe von spirituellen Suchenden einzugehen. Ihr »broken English«, wie Lama Yeshe es nannte, schränkte zwar die Kommunikation erheblich ein, doch die beiden verstanden sich auf die direkte Verbindung von Herz zu Herz in ihrem neuen Freundeskreis – über alle Unterschiede der Sprache, Kultur und Herkunft hinweg.

Ein besonders liebenswerter Zug der beiden Lamas – neben ihrer Herzlichkeit und ihrem unerschöpflichen Humor – lag darin, dass sie sich gegenüber ihren neuen ausländischen Schülern und Schülerinnen nie als irgendwie anders oder gar höher darstellten. Weder verlangten noch erwarteten sie als heilig oder sakrosankt angesehen zu werden, und sie wandten sich wiederholt gegen die bei manchen ihrer Schüler und Schülerinnen erkennbare Neigung, sie als unfehlbare Quelle erleuchteter Weisheit zu verehren. Lama Yeshe war es vor allem, der immer wieder hervorhob, dass die Antwort auf unsere Fragen in uns selbst liegt. Wir brauchen uns nur, sagte er, von den unsinnigen Ablenkungen und blinden Gewohnheitsmustern unseres Lebens zu lösen, dann werden wir nach und nach immer deutlicher die Stimme unserer eigenen Weisheit hören.

Natürlich besaßen die Lamas völliges Vertrauen zu den umfassenden Methoden, nach denen sie seit ihrer Kindheit praktiziert hatten. Aber sie verlangten von ihrem Publikum keineswegs, dass sie die Lehren des Buddha von vornherein als nicht hinterfragbar oder gar als unanfechtbare Wahrheit akzeptierten, sondern ermunterten sie eher, diese Lehren kritisch, ja skeptisch zu hinterfragen. Deshalb hatten wir Schüler nie das Gefühl, einer Predigt beizuwohnen, wir fühlten uns nicht gedrängt, einen neuen Glauben an die Stelle unseres alten zu setzen, der uns vielleicht nichts mehr sagte. Nein, offenbar handelte es sich bei den beiden um echte spirituelle Gefährten, die offen mit uns sprachen und etwas Intelligentes zu sagen hatten, und die bereit und in der Lage waren, uns auf unserem eigenen Weg zur Seite zu stehen.

Lama Yeshe wies uns immer wieder auf etwas hin, was uns keinen Zugang zu unserer eigenen inneren Weisheitsquelle finden ließ: unser zur Gewohnheit gewordenes Selbstmitleid, diese tief sitzende, aber eben falsche Anschauung, wir seien irgendwie unvollständig oder beschädigt und deshalb unfähig oder es nicht wert, glücklich zu sein. An dieser »Krankheit«, so schien ihm, litten viele, wenn nicht die meisten seiner neuen Schüler, und so scheute er keinen Aufwand, um uns von diesem spirituellen Leiden zu befreien. Es war so, wie ich in meinem Vorwort zu Lama Yeshes Buch Wege zur Glückseligkeit schrieb, dessen englische Originalausgabe 1987, drei Jahre nach seinem Tod, erschien:

Lama Yeshe besaß das wunderbare Vermögen, in den Menschen, mit denen er zu tun hatte, ein Zentrum des Friedens, der Weisheit und der Freude anzusprechen, dessen sie sich bis dahin allenfalls vage bewusst gewesen waren. Seine vielleicht tiefste Unterweisung bestand in nichts weiter als in der Aussage, dass wir alle nicht nur die Lösung für unsere Probleme bereits in uns tragen, sondern auch die Möglichkeit zu einem Leben von weitaus höherer Art, als wir es zu diesem Zeitpunkt für möglich hielten. Allem Anschein nach hatte Lama Yeshe diese Möglichkeit in sich selbst verwirklicht … Noch auffallender war, wie er in seinen Zuhörern und Zuhörerinnen die Zuversicht zu wecken vermochte, dass auch sie diese Anlage besaßen, die es nur noch zu entfalten galt.

Lama Zopa Rinpoche und Lama Yeshe im Kloster Kopan, 1973

Lama Yeshe und Zopa Rinpoche waren beide Lehrer mit großen Fähigkeiten, aber was viele von uns besonders erstaunlich fanden, war ihre Zusammenarbeit. Wie gut sie einander ergänzten, zeigte sich beim alljährlichen Hauptereignis, dem jeweils im November stattfindenden vierwöchigen Studienkurs auf dem Kopan-Hügel im Tal von Kathmandu. Bei den meisten dieser Kurse war Lama Zopa der Hauptlehrer, der hundertfünfzig und mehr Schüler und Schülerinnen durch die Meditationspraktiken führte, die in den überlieferten Lamrim-Lehren zusammengefasst sind – den Lehren über den »Stufenweg zur Erleuchtung«. (Der zweite Teil dieses Buchs stellt die Kurzfassung eines solchen Kurses dar.)

Mit unbeirrbar klarer Ausrichtung schuf Zopa Rinpoche eine meditative Atmosphäre, in der es sich kaum vermeiden ließ, dass wir mit den harten Tatsachen unseres Daseins konfrontiert wurden. Für mich selbst – und ich kann nur für mich selbst sprechen, da wir niemals genau das Gleiche erleben wie andere – war es oft so, dass ich bei der Auseinandersetzung mit den gegen mich selbst gerichteten Neigungen meines ungezügelten Denkens das Gefühl bekam, ich würde gewaltsam durch die niedersten Bereiche des Leidens gezerrt. Aber wenn dann die Last dieser rigorosen Selbsterforschung schier nicht mehr zu ertragen war, tauchte Lama Yeshe auf, und alles war plötzlich wie in Licht getaucht, alles löste sich in Gelächter auf. Und so, wie wir bis dahin erkannt hatten, dass wir uns »aus Gewohnheit« selbst die Hölle bereiten, konnten wir jetzt sehen und spüren, wie es möglich ist, unseren eigenen Himmel zu erschaffen.

Lama Zopa Rinpoche und Lama Ösel Rinpoche, Lama Yeshes Tulku, in Bodhgaya (Indien), 2000

Nach neun Jahren, in denen Lama Yeshe und Lama Zopa immer mehr Menschen aus dem Westen kennengelernt hatten, fassten sie 1974 den Entschluss zu einer ersten Reise in den Westen, um sich selbst ein Bild von der Welt zu machen, aus der ihre Schüler stammten. Wie in der nachfolgenden Einleitung zur englischen Erstausgabe dieses Buchs noch im Einzelnen dargestellt wird, ist »Buddhismus für Anfänger« die Aufzeichnung der Unterweisungen, die während dieser ersten Reise gegeben wurden (ergänzt um das Kapitel »Wie Verblendung entsteht«, das 1982 als 4. Kapitel in die überarbeitete Fassung der Originalausgabe dieses Buchs aufgenommen wurde). Alle Kapitel mit Ausnahme des sechsten enthalten Unterweisungen von Lama Yeshe.

Dieser erste Besuch in den Vereinigten Staaten und dann im darauffolgenden Jahr in Australien und Neuseeland war die Keimzelle dessen, was sich inzwischen zu einem weltumspannenden Netzwerk von über hundert Zentren in mehr als fünfundzwanzig Ländern entwickelt hat. Seit dem Tod von Lama Yeshe 1984 und der Entdeckung seines Tulkus im Jahr danach ist sein Herzenssohn Lama Thubten Zopa Rinpoche die lenkende Kraft hinter den zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten dieser Zentren.

Beim Erscheinen der Originalausgabe dieses Buchs gab es im Vergleich zu heute erst sehr wenig Bücher über den tibetischen Buddhismus, und Bücher von erfahrenen Praktizierenden, die zugleich intime Kenner der westlichen Mentalität waren, gab es erst recht kaum. Bücher zum tibetischen Buddhismus betrachten ihren Gegenstand eher unter historischen oder anthropologischen Gesichtspunkten. Wie Lama Yeshe selbst immer wieder betonte, studieren wir beim Studium des Buddhismus eigentlich uns selbst. Wir werden dazu angehalten, die von Buddha Shakyamuni vor über 2500 Jahren eingeführten und von späteren indischen und tibetischen Meistern ausgearbeiteten Analysemethoden und Meditationstechniken zur Erforschung unseres eigenen Geists anzuwenden, um herauszufinden, was ihn fesselt und was ihn befreien kann. Diese praktische Anwendung auf unsere eigene geistig-seelische Verfassung gehört zum Wesen des Buddhismus.

So verstörend diese Selbsterforschung oft zunächst ausfallen mag, sie erfreut sich bei vielen aufrichtigen Sucherinnen und Suchern, die vor all den Jahren erstmals auf dieses...

Erscheint lt. Verlag 10.3.2014
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Gesundheit / Leben / Psychologie Lebenshilfe / Lebensführung
Schlagworte Buddhismus • buddhistische Praktiken • Glaubenslehre • Meditation • Östliche Weisheit • Philosohie • Religion • Zufriedenheit
ISBN-10 3-943416-66-6 / 3943416666
ISBN-13 978-3-943416-66-4 / 9783943416664
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