Machtwirtschaft - nein danke!
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Die Märkte korrumpieren die Politik, sagen die einen. Der regulierende Staat erstickt die Wirtschaft, sagen die anderen. Neue Ideen braucht das Land, sagt Gerhard Schick! Er fordert eine undogmatische Politik, die vor allem eines will: die Interessen der Bürger vertreten. Eine, die sich egoistischen Investmentbankern, verantwortungslosen Staatsdienern und "kreativen Steuerzahlern" entgegenstellt und den Lobbyismus in die Schranken verweist.
Wo sind die Rettungsmilliarden geblieben? Wie stopft man die Steuerschlupflöcher von Facebook und Co.? Warum dient Politik den Banken? Schick stellt die entscheidenden Fragen und ist bereit für den Angriff auf "big business" und "bad state".
Die Märkte korrumpieren die Politik, sagen die einen. Der regulierende Staat erstickt die Wirtschaft, sagen die anderen. Neue Ideen braucht das Land, sagt Gerhard Schick! Er fordert eine undogmatische Politik, die vor allem eines will: die Interessen der Bürger vertreten. Eine, die sich egoistischen Investmentbankern, verantwortungslosen Staatsdienern und »kreativen Steuerzahlern« entgegenstellt und den Lobbyismus in die Schranken verweist.
Wo sind die Rettungsmilliarden geblieben? Wie stopft man die Steuerschlupflöcher von Facebook und Co.? Warum dient Politik den Banken? Schick stellt die entscheidenden Fragen und ist bereit für den Angriff auf »big business« und »bad state«.
Gerhard Schick, Jahrgang 1972, grüner Politiker, gilt als einer der versiertesten Ökonomen im Bundestag. Der promovierte Volkswirt genießt nicht nur in den eigenen Reihen einen Ruf als Experte. Als Parlamentarier kämpft er leidenschaftlich auf der Seite des Bürgers. Schick ist der Grüne der Zukunft.
INHALT
Einleitung 7
1 Da läuft was schief 11
Produkte, die uns schaden 12
Wachstum ohne Wohlstand 18
Scheinvermögen 28
2 Wirtschaft und Macht 37
Marktmacht 39
Das Netzwerk der Konzerne 50
Vorteile der Größe 54
Wachstumszwang und Renditefixierung 60
3 Die Macht der Finanzmärkte 65
Instabilität 66
Größe, Vernetzung und Geschwindigkeit 70
Starker Einfluss auf die Gesellschaft 79
Die Umverteilungsmaschine 85
4 Staatliches Versagen 95
Das Scheitern des Staates als Wirtschaftsakteur und Planer 96
Das Scheitern des Staates als Aufsicht 105
Ein linkes Dilemma 111
5 Mutti Staat 115
Einflussnahme und Privilegiensuche 116
Eine gefährliche Symbiose 122
Mutti kümmert sich 129
Der Staat der anderen 140
6 Eine Wirtschaft, die den Menschen dient 143
Dezentrale Steuerung und Freiheit 145
Jenseits der Wachstumsfixierung 149
Mehr als Rendite 161
7 Wirtschaftliche Macht zurückdrängen 169
Aktive Wettbewerbspolitik 170
Märkte auf die Kunden ausrichten 180
Finanzmärkte: Weniger ist mehr 184
Schneisen durch die Finanzmärkte 191
8 Kontrolle staatlicher Macht 197
Kulturwandel im Staat 198
Kräfteverhältnisse ändern 204
Transparenz 212
9 Gemeinsam das Gemeinwohl zurückerobern 219
Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft 220
Aus der Geschichte lernen: Bürgerprotest in den USA 230
Zeit für eine progressive Politik in Europa! 237
Die europäische Nicht-Demokratie überwinden 248
Mitmachen! Ein Schlussappell 257
Dank 261
Anmerkungen 263
Register 286
Debatte zur Wirtschaftspolitik: Ludwig Erhards linker Erbe
"Schick hat ein kluges, gut lesbares Buch geschrieben, das in vielen Passagen sehr offen von der Ohnmacht des Parlamentariers gegenüber dem Interessengeflecht aus Staat und Konzernen berichtet. Hoffentlich wird das Werk eine überfällige Debatte darüber auslösen, was gute linke Wirtschaftspolitik heute bedeutet." Christian Rickens (Spiegel Online, 12.02.2014)
Wenn Wachstum zum Mantra wird
"Gerhard Schicks 'Machtwirtschaft - nein danke' ist ein moralisches Buch eines moralischen Politikers. Auch wenn die Themen - Wachstum, Finanzkrise, Steuerpolitik nicht ganz neu sind: Es lohnt sich zu lesen." Maike Freund (Handelsblatt Online, 13.02.2014)
Der Teufel trägt Nadelstreifen
"Schick wendet sich in seinem neuen Buch gegen die unheilsame Verzahnung der Politik mit den großen Konzernen. Doch will der Grünenpolitiker nicht mehr Staat, sondern einen anderen Staat." (Neues Deutschland Online, 14.02.2014)
Aus den Fängen der FDP befreit
"In seinem Buch richtet der Grüne Gerhard Schick Wirtschaftspolitik aufs Gemeinwohl aus." Hannes Koch (taz.de, 16.02.2014)
Politisches Buch: "Machtwirtschaft. Nein Danke!"
"Das äußerst lesenswerte Buch ist auch eine Art deutsches 'Empört Euch!'" Christoph Rasch (NDR.de, 17.02.2014)
Wie Konzerne die Kleinen austricksen
"Schick analysiert die Machtverhältnisse in einer Wirtschaft, in der große Unternehmen ihre Stellung ungeniert ausnutzen - auf Kosten kleinerer Konkurrenten." Felix Wadewitz (Impulse, 01.03.2014)
Gute Besserung für den Staat!
"Bei den meisten Ökonomen, auf den Finanzmärkten und in der Wirtschaftspolitik hat grünes Denken bisher wenig Spuren hinterlassen ... Schick hat mit diesem Buch seinen Hut in den Ring geworfen." Petra Pinzler (Die Zeit, 01.03.2014)
Machtwirtschaft - nein danke
"Eine Kampfansage an Konzerne." (Frankfurter Rundschau, 17.05.2014)
Wettbewerb durch Zerschlagung
"Eine Kampfansage an das Big Business." (Die Welt, 28.06.2014)
Die Macht der Konzerne
"Tiefes Unbehagen erfasst den Leser angesichts von Schicks Schilderung, wie das Machtgeflecht aus Staat und Konzernen funktioniert. Man ist entsetzt über die Auswüchse der Finanzindustrie, die den Kern von Schicks Machtwirtschaft bilden, und verstört über die Unfähigkeit ihrer Kontrolleure." Catherine Hoffmann (Süddeutsche Zeitung, 01.07.2014)
Aufruf zum Ungehorsam
"Schick setzt nicht auf ein paar Reförmchen, er will den großen Angriff." (VDI-Nachrichten, 04.07.2014)
Schicks Marktwirtschaft
"Spannende und unkonventionelle Einsichten." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2015)
EINLEITUNG
Was ist das eigentlich für eine Wirtschaft, in der uns reihen-weise Produkte angeboten werden, die uns als Kundinnen und Kunden schaden? Warum werden in unseren reichen Gesellschaften so viele schlechte Nahrungsmittel mit viel billigem Zucker und Fett verkauft? Wie sinnvoll ist denn ein Wirtschaftssystem, mit dem wir unsere ökologischen Lebensgrundlagen zerstören, welches uns wiederkehrende Finanzkrisen beschert und unsere Gesellschaften durch wachsende Ungleichheit zerreibt? Und was taugt eigentlich ein Staat, der mit unserem Steuergeld spekuliert und der nicht mal in der Lage ist, einen Flughafen zu bauen?
Diese einzelnen Beispiele, aber auch im Großen die Klima-, Finanz- und Verteilungskrisen zeigen uns in aller Deutlichkeit, dass etwas grundsätzlich schiefläuft. Unsere Wirtschaft ist nicht mehr für die Menschen da. Die Bedürfnisse von uns allen spielen kaum noch eine Rolle. Was zählt, sind Macht und Geld. Ich nenne diese Wirtschaftsordnung, in die wir eingebunden und der wir ausgesetzt sind, deshalb Machtwirtschaft. Unternehmen müssen sich nicht mehr an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten, sondern kontrollieren sie gar, bringen sie dazu, Produkte zu kaufen, die die gewünschten Eigenschaften gar nicht aufweisen. Im machtwirtschaftlichen Wettstreit großer Unternehmen spielt die Leistung im Sinne der Kundinnen und Kunden eine geringere Rolle als Finanzkraft und Marktmacht. Da genau liegt der Unterschied zur Marktwirtschaft, in der die wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Bedürfnisse der Menschen hin ausgerichtet sein sollen.
Eigentlich gibt es genau dafür den Staat, um solche Machtstrukturen zu verhindern - als Interessenvertreter des Gemeinwohls, der sich einer Entwicklung zur Machtwirtschaft entgegenzustellen und dafür zu sorgen hat, dass der Wohlstand bei allen ankommt. Doch auch im politischen Raum gibt es eine Verbindung von Macht und Geld. Die Vermachtung unserer Wirtschaft findet hier ihr Gegenstück. Weniger das Wohl der Bürgerinnen und Bürger eines Landes als vielmehr die Verbindung zu den finanzstarken Interessen ist häufig ausschlaggebend im politischen Prozess. Große Unternehmen und Staat stehen häufig eher in einer symbiotischen Beziehung, als dass der Staat die großen Unternehmen kontrollieren würde. Oder der Staat wird zum Getriebenen der Finanzmärkte, statt diesen Regeln zu geben. Deswegen setzen viele Menschen trotz des eklatanten Versagens der losgelassenen Märkte nicht einfach auf den Staat. Sie empfinden die demokratischen Prozesse als vorgeschoben, erfahren sie als nicht relevant, weil die eigentlichen Entscheidungen woanders stattfinden.
Deswegen braucht es neue Konzepte und neue politische Strategien. Die zentrale Auseinandersetzung ist nicht, wie uns häufig eingeredet wird, eine zwischen Staat und Markt. Denn gerade die Manager, die häufig über Marktwirtschaft reden und den Sozialstaat als überzogen hinstellen, beziehen sehr gerne milliardenschwere staatliche Subventionen. Und umgekehrt muss, wer sich für die Interessen der kleinen Leute einsetzen will, oft erst einmal marktwirtschaftliche Strukturen gegen bestehende Oligopole durchsetzen und eine einseitige Parteinahme des Staates zugunsten der wirtschaftlich Starken überwinden.
Es geht auch nicht um Deutschland gegen Griechenland oder Deutschland gegen die Schweiz. Diese Länderspiele überlassen wir besser dem Fußball. Es braucht keine Kavallerie gegen die Schweiz und keinen Euro-Austritt Griechenlands. Was es braucht, ist eine progressive europäische Politik, die wieder die Interessen der breiten Mehrheit der Menschen in den Blick nimmt und deswegen gegen die Steuerhinterzieher sowohl in Deutschland als auch in Griechenland sowie ihre Helfer in den Schweizer Banken vorgeht. Denn beim heutigen System gibt es in jedem Land nur wenige Profiteure. Die Mehrheit in allen Ländern profitiert hingegen jeweils nicht davon. Deswegen sollte man diese Konflikte auch nicht national aufladen.
Die zent
| Erscheint lt. Verlag | 11.2.2014 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 215 mm |
| Gewicht | 495 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► Politik / Gesellschaft |
| Schlagworte | Ämterkauf • Bank • Banken • Bankensystem • Bankgewerbe • Banking Industry • Banking System • Bankwesen • Bankwirtschaft • Bestechlichkeit • Bestechung • bribery • Bundesparlament • Bundestag • Bündnis 90/Die Grünen • Bürger • Bürgergesellschaft • Bürgerliche Gesellschaft • Bürgerschaft • Capitalism • Citizen • Civil Society • Corruption • Deutsche • Deutschland; Politik/Zeitgeschichte • Deutschland; Wirtschaft • Egoismus • Eigeninteresse • Eigennutz • Eigennutzaxiom • Financial System • Finanzsystem • Geldinstitut • Germans • Geschäftsbank • Gesellschaft • Grünen • Interessenpolitik • Kapitalismus • Kapitalismustheorie • Kapitalistische Gesellschaft • Kaptalismus • Kongreß (Parlament) • Korruption • Kreditbank • Kreditinstitut • Kreditwesen • Kreditwirtschaft • Landtag • lobbying • Lobbyismus • Lobby / Lobbyismus • Lobbytätigkeit • Nationalversammlung • Nutzenmaximierung • Ökonomische Interessen • Parlament • parliament • Politics • Politik • Politisches Handeln • Protest • Regulierung • Reichstag • Rolle des Staates • Schmiergeld • Self-Interest • Society • Staat • Staatliche Ordnung • Staatliche Rolle • Staatsfunktion • Standespolitik • State • Steuer • Steuern • Tax • Utility Maximization • Verbandspolitik • Volksvertretung • Wirtschaftsinteressen • Wirtschaftsinteressenpolitik • Zivilgesellschaft |
| ISBN-10 | 3-593-39926-1 / 3593399261 |
| ISBN-13 | 978-3-593-39926-3 / 9783593399263 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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