Dies Buch gehört der Schule
Saint Albin (Verlag)
978-3-930293-80-3 (ISBN)
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Ingeborg Drewitz: Herzhaft in die Dornen der Zeit greifen Aus der Rede zur Namensgebung der Bettina-von-Arnim-Oberschule am 25. Juni 1981: Liebe Schülerinnen und Schüler, meine Damen und Herren, liebe Freunde der Schule, liebe Eltern, liebe Verantwortliche für die Arbeit in diesem Bezirk! Ich hab' mich gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich der Namensgebung dieser Schule nicht nur beiwohnen könnte und wollte, sondern auch dazu sprechen möchte, und ich hab' mich besonders gefreut über die Wahl des Namens "Bettina von Arnim". Denn das ist eine Frau, die schon unsere Probleme gekannt hat. Sie hat sieben Kinder gehabt, und die sind natürlich unterschiedlich begabt gewesen. So hat sie sich damals in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als ihre Kinder schulpflichtig wurden, mit den Schulmodellen beschäftigt, die Wilhelm von Humboldt entwickelt hatte; neben dem traditionellen Humanistischen Gymnasium wurde der Schultyp des Realgymnasiums eingeführt. Auß:erdem ist auch in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Beuth-Schule gegründet worden, die heute noch besteht, und die Kloedensche Gewerbeschule. Das heißt also, die Idee der humanistischen Bildung (mit Latein und Griechisch und Philosophie als Kernfächer) wurde durch Bildungsinhalte und Fertigkeiten, die im neu beginnenden Industriezeitalter nützlich waren, ergänzt. Bettina hat einige ihrer Söhne in diese Schulen gegeben und viel darüber nachgedacht. Es ist also schon deshalb legitim, diese Frau mit einer Schule in Verbindung zu bringen.(…) Am Ende zeigt sich, daß sich Bettines Leben, modellhaft wie ein Frauenleben, aus den verschiedensten Phasen fest zusammenfügt. Die Zeit des jungen Mädchens in Frankfurt, die Zeit als junge und liebende Frau, die Zeit als Mutter ihrer sieben Kinder, ihre Begeisterung, ihre Not, und schließlich die Phase der Schriftstellerin, die Phase der in die Politik zumindest eingreifenden Frau, der teilnehmenden Frau, der sozial engagierten Frau, der mutigen Frau, der oft attackierten Frau. Dieses Bild zum erstenmal in einer Biographie zu zeichnen, hatte ich das Glück. Seitdem wissen wir, daß hier eine der Vorkämpferinnen der Moderne, der modernen Demokratie, gelebt hat, gelebt und gewirkt hat, die wichtigen Jahre ihres Lebens in Berlin sie ist fünfmal umgezogen in Berlin, aber immer in der Stadt geblieben - hat teilgenommen, hat Zeugnis von der Revolution gegeben, Zeugnis von der möglichen Hoffnung die eine Utopie entworfen hat, die noch immer unsere Utopie sein konnte. Und ich glaube, deshalb ist es von großer Bedeutung, daß diese Schule ihren Namen übernommen hat. Sie gehört zu denen, die nicht zu vergessen sind - sie hat übrigens den Adelstitel nie geführt, sie hat immer "Bettine Arnim" unterschrieben. Vielen Dank und der Schule wirklich Freude an diesem Namen.
| Erscheint lt. Verlag | 31.1.2002 |
|---|---|
| Mitarbeit |
Anpassung von: Erhard Schwandt, Lutz Lienke, Jutta Lentz, Katja Manski, Berit Witt |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 270 x 190 mm |
| Gewicht | 600 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Wirtschaft | |
| Schlagworte | Arnim, Bettina von • Berlin • Bettina-von-Arnim-Schule • Felchow • HC/Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Biographien, Autobiographien • Höhere Schule • Karl Wagner • Kilian, Klaus • Klaus Kilian • Märkisches Viertel • Reinickendorf |
| ISBN-10 | 3-930293-80-3 / 3930293803 |
| ISBN-13 | 978-3-930293-80-3 / 9783930293803 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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