Der Hund als Untergebener
Officina Ludi Pressendrucke (Verlag)
978-3-00-043148-7 (ISBN)
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Kaum eine der Schriften Kurt Tucholskys rief bei seiner Leserschaft eine derart aufgebrachte Reaktion hervor wie sein berühmter satirischer Aufsatz »Traktat über den Hund« aus dem Jahr 1927.
Auch in zahlreichen weiteren Prosastücken, Feuilletons und Gedichten, die hier erstmals gesammelt vorliegen, hat sich Tucholsky humorvoll und teils sarkastisch mit dem nicht immer unproblematischen Verhältnis zwischen Herrn und Hund auseinandergesetzt.
Wegen seiner Lärmempfindlichkeit litt der sensible Autor sehr unter dem ständigem Hundegebell in seiner Nachbarschaft und der Intoleranz vieler Hundehalter. In seinem Aufsatz »Zwei Lärme« seufzte er: »Ich möchte einmal da leben, wo es kein Hundegebell und kein Klavierspiel gibt.«
Kurt Tucholsky, geb. am 9.1.1890 in Berlin, studierte in Berlin und in Genf Jura und promovierte 1915 in Jena. Seit 1913 war er Mitarbeiter der 'Schaubühne' und späteren 'Weltbühne', nach Siegfried Jacobsohns Tod zeitweilig auch ihr Herausgeber. Seit 1929 hielt sich Kurt Tucholsky in Schweden auf, wo er in Hindas am 21.12.1935 aus dem Leben schied. Tucholsky war einer der bedeutendsten und scharfzüngigsten Gesellschaftskritiker und Satiriker der Weimarer Republik, pessimistischer Aufklärer, dessen hellsichtige und häufig unterhaltsame Kritik das Ziel einer demokratischen und humanen Gesellschaft verfolgte und frühzeitig auf die Gefahren von antidemokratischer Gewalt hinwies. Er gilt als Meister der kleinen Textform, von der Glosse bis zur Reportage und vom Kabarettsong bis zum kleinen Roman. Ab 1932 veröffentlicht Tucholsky keine einzige Zeile mehr aus Verzweiflung über die politische Situation, seine Briefe unterzeichnet er mit "ein aufgehörter Deutscher" und "ein aufgehörter Schriftsteller".
Der Illustrator Klaus Ensikat, geboren 1937, ist seit 1965 freier Grafiker. Heute gehört er zu den führenden Buchgestaltern und Grafikern Deutschlands. 1995 erhielt er den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein illustratorisches Gesamtwerk, 1996 den Hans-Christian-Andersen-Preis, 2010 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Er hat eine Professur für angewandte Grafik in Hamburg und lebt abwechselnd in Hamburg und in Berlin.
»Der Hund lebt ständig im Dreißigjährigen Krieg. In jedem Briefträger wittert er den fahrenden Landsknecht, im Milchmann die schwedische Vorhut, im Freund, der uns besucht, den Gottseibeiuns. Er bewacht nicht nur den Hof seines Herrn, sondern auch den Weg, der daran vorbeiführt, und versteht niemals, daß die Leute, die dort gehen, neutral sind - diesen Begriff kennt er nicht. Seine Welt zerfällt in Freunde (seines Futternapfes) und in gefährliche Feinde.«
| Erscheint lt. Verlag | 17.9.2013 |
|---|---|
| Illustrationen | Klaus Ensikat |
| Nachwort | Claus Lorenzen |
| Verlagsort | Großhansdorf |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 215 x 285 mm |
| Gewicht | 530 g |
| Einbandart | Leinen |
| Themenwelt | Literatur ► Klassiker / Moderne Klassiker |
| Sachbuch/Ratgeber ► Natur / Technik ► Tiere / Tierhaltung | |
| Schlagworte | Ensikat • Hunde • Hundehasser • Hunde; Humor • Satire • Tiere |
| ISBN-10 | 3-00-043148-9 / 3000431489 |
| ISBN-13 | 978-3-00-043148-7 / 9783000431487 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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