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Bildung - Erfindung - Innovation. Band 2

DABEI-Expertenwissen für Erfinder und Unternehmer
Buch | Softcover
512 Seiten
2013
Iduso (Verlag)
978-3-9810837-5-0 (ISBN)
CHF 26,95 inkl. MwSt
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'Bildung-Erfindung-Innovation'
Dokumente der
Zukunftsverantwortung

Während in Europa Schuldenprobleme und Arbeitslosigkeit den Alltag bestimmen, erlebt Deutschland seit einigen Jahren eine zweite Nachkriegskonjunktur mit hohen Export-Raten und sinkender Arbeitslosigkeit.
In dieser Lage ist das zweibändige Werk 'Bildung-Erfindung-Innovation' Mahnung und Orientierungshilfe zugleich. Denn seit Anfang der achtziger Jahre hat sich die 'Deutsche Aktionsgemeinschaft Bildung-Erfindung-Innovation e.V. (DABEI) als gemeinnützige Organisation ausgewiesener Experten mehr als 25 Jahre öffentlich dafür eingesetzt, dass das rohstoffarme Deutschland - auch angesichts der wachsenden Konkurrenz aus Fernost - verstärkte Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Erfindung und Innovation ergreift, um seine Zukunftschancen zu wahren und auf Dauer nicht zu verspielen.

Durch die Dokumentation 'Bildung-Erfindung-Innovation' wird nunmehr festgehalten, mit welch vielfältigen Bemühungen sich DABEI ehrenamtlich dafür einsetzte, um Politik und Öffentlichkeit auf die Voraussetzungen des für Deutschlands Zukunft erforderlichen Innovationspotenzials überzeugend hinzuweisen und dem Innovationsge-schehen den inzwischen erreichten Stellenwert zu verschaffen.

Dazu wird in Band 1 offen gelegt, welche und wie viele Initiativen von DABEI zum Erreichen der Zie-le gestartet wurden. Bedeutende Repräsentanten kommen zu Wort. Wichtige Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft werden beschrieben. Die dies bezeugenden Texte sind zeitlos gültig und daher ein wichtiges Vermächtnis für zukünftiges Handeln.
Band 2 ist geradezu ein Lehrbuch für alle Akteure, die im Prozess der Aktivierung des geistigen Kapitals für das rohstoffarme Deutschland eine Rolle spielen wollen. Es erstreckt sich von der besonderen Förderung problemlösender Kreativität in der gesamten Bevölkerung und insbesondere im Bildungswesen über die Steigerung des Erfindungserfolgs bis zur Verbesserung der Innovationsvoraussetzungen im deutschen Wirtschaftsraum.

Mit dieser Zielsetzung ist die Veröffentlichung zugleich eine Mahnung, dass es in Deutschland trotz aller Erfolge immer noch erhebliche Defizite im Innovationssystem gibt, die den Wohlstand und das kulturelle Niveau auf Dauer nicht nur beeinträchtigen, sondern gefährden.

Die Veröffentlichung hat auch eine europäische Dimension. Die Bemühungen der EU, die Wettbewerbsfähigkeit aller Mitgliedsstaaten zu erhalten, sind allein durch Sanierung der Staatshaushalte nicht zu bewältigen. Insbesondere werden von Deutschland innovative Hilfestellungen erwartet. Dies stellt für die deutsche Wirtschaft, die sich traditionell vorrangig auf hohe Produktivität, Perfektionierung und Qualität eigener Produkte und Verfahren konzentriert hat, eine neue Herausforderung dar.

Die vorhandenen Problernlösungs- und Innovationspotentiale, die Deutschland und Europa in der Vergangenheit ausgezeichnet haben, müssen daher noch erheblich effizienter ausgebaut und genutzt werden. Insofern ist dieses Werk nicht nur ein Dokument dafür, wie in Deutschland ökonomische Zukunftsverantwortung verstanden werden muss, sondern auch eine Aufforderung, das Thema Bildung-Erfindung-Innovation im internationalren Kontext als deutsche und europäische Aufgabe sehr ernst zu nehmen und dazu die für eine sichere Zukunft notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

"Darum halte ich die Initiative der Deutschen Aktionsgemeinschaft für so wichtig und ak-tuell."
Artur Fischer, Senator E.h., Professor Dr. phil. h.c., Dr.-Ing. E.h., Gründer der fischerwerke, Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband, DABEI-Altkurator, Förderer und Ehrenmitglied

"Das aktuelle 'zweite deutsche Wirtschafts-wunder' ist kein Zufallsereignis. DABEI hat dazu vielseitig mitgeholfen. Die beiden Bän-de beweisen es."
Norbert Szyperski, Prof. Dr.rer. pol., Dr. rer. pol. h.c., Forscher, Unternehmer, Großes Bundes-verdienstkreuz, DABEI-Kurator, Altpräsident und Ehrenmitglied


Erfinder haben Ideen.
Ideen helfen Unternehmern.
Unternehmer schaffen Produkte.
Produkte erobern Märkte.
Märkte bringen Steuern.
Steuern helfen dem Staat.
Der Staat hilft den Erfindern.
Wirklich?


'Bildung-Erfindung-Innovation'
Dokumente der
Zukunftsverantwortung

Während in Europa Schuldenprobleme und Arbeitslosigkeit den Alltag bestimmen, erlebt Deutschland seit einigen Jahren eine zweite Nachkriegskonjunktur mit hohen Export-Raten und sinkender Arbeitslosigkeit.
In dieser Lage ist das zweibändige Werk 'Bildung-Erfindung-Innovation' Mahnung und Orientierungshilfe zugleich. Denn seit Anfang der achtziger Jahre hat sich die 'Deutsche Aktionsgemeinschaft Bildung-Erfindung-Innovation e.V. (DABEI) als gemeinnützige Organisation ausgewiesener Experten mehr als 25 Jahre öffentlich dafür eingesetzt, dass das rohstoffarme Deutschland - auch angesichts der wachsenden Konkurrenz aus Fernost - verstärkte Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Erfindung und Innovation ergreift, um seine Zukunftschancen zu wahren und auf Dauer nicht zu verspielen.

Durch die Dokumentation 'Bildung-Erfindung-Innovation' wird nunmehr festgehalten, mit welch vielfältigen Bemühungen sich DABEI ehrenamtlich dafür einsetzte, um Politik und Öffentlichkeit auf die Voraussetzungen des für Deutschlands Zukunft erforderlichen Innovationspotenzials überzeugend hinzuweisen und dem Innovationsge-schehen den inzwischen erreichten Stellenwert zu verschaffen.

Dazu wird in Band 1 offen gelegt, welche und wie viele Initiativen von DABEI zum Erreichen der Zie-le gestartet wurden. Bedeutende Repräsentanten kommen zu Wort. Wichtige Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft werden beschrieben. Die dies bezeugenden Texte sind zeitlos gültig und daher ein wichtiges Vermächtnis für zukünftiges Handeln.
Band 2 ist geradezu ein Lehrbuch für alle Akteure, die im Prozess der Aktivierung des geistigen Kapitals für das rohstoffarme Deutschland eine Rolle spielen wollen. Es erstreckt sich von der besonderen Förderung problemlösender Kreativität in der gesamten Bevölkerung und insbesondere im Bildungswesen über die Steigerung des Erfindungserfolgs bis zur Verbesserung der Innovationsvoraussetzungen im deutschen Wirtschaftsraum.

Mit dieser Zielsetzung ist die Veröffentlichung zugleich eine Mahnung, dass es in Deutschland trotz aller Erfolge immer noch erhebliche Defizite im Innovationssystem gibt, die den Wohlstand und das kulturelle Niveau auf Dauer nicht nur beeinträchtigen, sondern gefährden.

Die Veröffentlichung hat auch eine europäische Dimension. Die Bemühungen der EU, die Wettbewerbsfähigkeit aller Mitgliedsstaaten zu erhalten, sind allein durch Sanierung der Staatshaushalte nicht zu bewältigen. Insbesondere werden von Deutschland innovative Hilfestellungen erwartet. Dies stellt für die deutsche Wirtschaft, die sich traditionell vorrangig auf hohe Produktivität, Perfektionierung und Qualität eigener Produkte und Verfahren konzentriert hat, eine neue Herausforderung dar.

Die vorhandenen Problernlösungs- und Innovationspotentiale, die Deutschland und Europa in der Vergangenheit ausgezeichnet haben, müssen daher noch erheblich effizienter ausgebaut und genutzt werden. Insofern ist dieses Werk nicht nur ein Dokument dafür, wie in Deutschland ökonomische Zukunftsverantwortung verstanden werden muss, sondern auch eine Aufforderung, das Thema Bildung-Erfindung-Innovation im internationalren Kontext als deutsche und europäische Aufgabe sehr ernst zu nehmen und dazu die für eine sichere Zukunft notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

"Darum halte ich die Initiative der Deutschen Aktionsgemeinschaft für so wichtig und ak-tuell."
Artur Fischer, Senator E.h., Professor Dr. phil. h.c., Dr.-Ing. E.h., Gründer der fischerwerke, Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband, DABEI-Altkurator, Förderer und Ehrenmitglied

"Das aktuelle 'zweite deutsche Wirtschafts-wunder' ist kein Zufallsereignis. DABEI hat dazu vielseitig mitgeholfen. Die beiden Bän-de beweisen es."
Norbert Szyperski, Prof. Dr.rer. pol., Dr. rer. pol. h.c., Forscher, Unternehmer, Großes Bundes-verdienstkreuz, DABEI-Kurator, Altpräsident und Ehrenmitglied


Erfinder haben Ideen.
Ideen helfen Unternehmern.
Unternehmer schaffen Produkte.
Produkte erobern Märkte.
Märkte bringen Steuern.
Steuern helfen dem Staat.
Der Staat hilft den Erfindern.
Wirklich?

GELEITWORT VON DABEI-EHRENMITGLIED ARTUR FISCHER3
GELEITWORT VON PROFESSOR DR. NORBERT SZYPERSKI4
VORWORT DES HERAUSGEBERS5
INHALT7
EINFÜHRUNG ZUM ZWEITEN BAND11
I. BILDUNG UND KREATIVITÄT13
A)Die problemlösende Kreativität13
1.Das Phänomen Kreativität13
2.Die Besonderheiten problemlösender Kreativität18
3.Die Voraussetzungen für kreatives Problemlösen20
4.Kreativität als Innovationsvoraussetzung52
B)Die Förderung problemlösender Kreativität78
1.Die Bedeutung der Kreativitätsförderung80
2.Kreativitätsförderung und Psyche88
3.Kreativitätsförderung als Begabungsaufgabe102
4.Frühkindliche Kreativitätsförderung107
5.Kreativitätsförderung in der Familie112
6.Nachhaltige Kreativitätsförderung124
7.Technische Kreativität und ihre Förderung126
8.Frauenförderung und Kreativität132
C)Kreativität und Schule145
1.Die Bedeutung schulischer Kreativitätsbildung145
2.Kreativität in öffentlichen Schulen147
3.Statements zum Thema Schule und Kreativität151
4.Eigenständige Kreativitätspädagogik180
5.Kreativität und Lehrer184
D)Kreativität und Hochschule196
1.Technische Studien und die Zukunft196
2.Problemlösen und Hochschulpädagogik200
3.Kreativitätsförderung an der Universität206
4.Fachhochschule und Kreativität213
E)Außerschulische Kreativitätsförderung215
1.Der Wert außerschulischer Kreativitätsförderung215
2.Kreativitätsförderung im Vereinswesen217
3.Betriebliche Kreativitätsförderung225
II. FORSCHEN-ERFINDEN- PATENTIEREN228
A)Forschen und Erfinden228
1.Forscher oder Erfinder?229
2.Der Erfindungsprozess230
3.Die Grundlagen des erfinderischen Schaffens241
4.Die Bedeutung der Erfindungsverwertung246
5.Die Besonderheit des Erfindens249
B)Erfindungsstrategien257
1.Versuch–Irrtum-Verfahren257
2.Ideenkonferenz258
3.Die Chrie259
4.Analogisieren260
5.Bionik261
6.Kombinatorik, Morphologie262
7.Lösungssuche durch Umkehrung263
8.Systematisches Erfinden nach Altschuller264
9.Moderne Erfindungsmethodik269
10.Zur Struktur von Entdeckungs- und Erfindungspotentialen273
11.DANTE - Die Diagnose der erfinderischen Begabung276
C)Die Erfinderpersönlichkeit284
1.Der typische Erfinder284
2.Erfinderschicksale292
3.Benachteiligungen des Erfinders295
4.Erfindungsbarrieren311
5.Erfindungsklau?313
D)Erfinderförderung317
1.Keine Zukunft ohne Erfindung und Innovation317
2.Erfinderschulung durch Innovationsvereine320
3.Beseitigung von Erfindungswiderständen322
4.Verbesserung der Erfinderbesteuerung324
E)Die Erfindung und das Gewerbliche Schutzrecht335
1.Wozu gewerbliche Schutzrechte?335
2.Die Schutzrechtsverteidigung339
3.Das Patentwesen und seine Probleme341
4.Die politische Bedeutung des gewerblichen Rechtsschutzes348
5.Deutsche Schutzrechte und das europäische Patentwesen358
6.Die Patentprobleme in der Europäischen Union360


III. ZUKUNFTSCHANCE INNOVATION375
A)Innovation als ökonomisches Phänomen375
1.Der Innovationsbegriff377
2.Innovationsphasen379
3.Innovationsbarrieren384
4.Innovationsperspektiven der Hochschule405
B)Innovationsförderung im Unternehmen411
1.Befähigung zur Innovation411
2.Kreativität und Innovation412
3.Autonome Lernkompetenz413
4.Das Training am Lernort Arbeitsplatz415
5.Förderungshilfen des Vorgesetzten417
6.Bereicherung der Arbeitsanforderungen420
7.Kreativitätsfördernde Gestaltung der Organisationsstruktur421
8.Neue Lernwege im beruflichen Wirkungsraum423
9.Neue Ideen durch Wertanalyseprojekte425
10.Innovation durch Betriebliches Vorschlagswesen425
11.Zusätzlicher Spielraum durch neue Technologien426
12.Einführungsstrategien als Innovationsförderung429
C)Innovation und Arbeitsmarkt433
1.Grundaussagen433
2.Zusammenhänge Erfindung - Innovation441
3.Innovationskrise in Deutschland?444
4.Innovationen, Wachstum und Beschäftigung453
5.Das Innovationsklima und die kleinen Unternehmen460
6.Innovation als Gewerkschaftsthema468
7.Neues Innovationsdenken und -handeln469
D)Zusammenfassende Innovationsvisionen478
1.Die Innovationsschwäche der Deutschen beseitigen478
2.Innovationsprobleme erkennen und lösen479
3.Klimaverbesserung für Innovationen schaffen483
4.Die Innovationskultur stärken486
5.Verbesserungsvorschläge stärker nutzen490
6.Gewerbliche Schutzrechte innovativ einsetzen493
7.Innovationswiderstände abbauen494
8.Innovationstransfer verbessern502
9.Bessere Gründungsbedingungen schaffen503
10.Innovationen aus der Wissenschaft nutzen505
11.Kleine und mittlere Unternehmen besonders fördern507
NAMEN-INDEX511

Rezension von Prof. Dr. rer. oec. habil. Klaus Stanke - kreastanke@gmx.de - Tel.(035952) 32701
Das inhaltliche Engagement von DABEI wird besonders im Band 2 angesprochen, der den Untertitel trägt: „DABEI-Expertenwissen für Erfinder und Unternehmer“ (ISBN 978-3-9810837-5-0).
Matthias Heister bricht eine Lanze für die problemlösende Kreativität.
Dieses große Werk weist Dr. Matthias Heister auf beeindruckende Weise als Experten für die Bereiche Bildung, Erfindung und Innovation aus und zeigt seinen enormen Einsatz für DABEI über ein Vierteljahrhundert. Der Leser findet auf 500 Seiten in konzentrierter Form alle relevanten Themenkomplexe hinsichtlich Bildung, Erfindung und Innovation ausführlich zusammengestellt. Das Werk ist eine Fundgrube für Laien, insbesondere aber für die Fachwelt. Es ist sehr hilfreich, diesen Themenkomplex in ausführlicher Form zusammengestellt zu bekommen und als Diskussionsgrundlage für zukünftige Aktivitäten verwenden zu können.
Dr. Heister hat mit einem untrüglichen Gespür - gestützt auf seine jahrzehntelangen DABEI- Aktivitäten - die herausragende Wichtigkeit der „problemlösenden Kreativität“ (plK) für das rohstoffarme Deutschland erkannt und dargelegt, welche Maßnahmen staatlicherseits erforderlich sind, um den Erfindern in ihren oftmals schwierigen Situationen zu helfen und vor allen Dingen die europäischen Patentgegebenheiten grundlegend zu verändern und zu vereinfachen.
Herausheben möchte der Rezensent aus Teil I von Band 2 insbesondere die Kapitel A und B. Hier wird sehr gut erklärt, warum so viele über Kreativität sprechen und schreiben, sich aber dabei kaum mit der plK befassen, sondern mehr mit der Kreativität an sich, die man als „Alltagskreativität“, auch als „künstlerisch-musische Kreativität“ , beschreiben kann. Diese hat zweifelsfrei eine hohe Bedeutung für die Gesellschaft und insbesondere für künstlerisch kreative Menschen. Der relativ neue Begriff der „Kreativwirtschaft“ dafür verführt aber dazu, darin die Umsetzung der Kreativität in die Wirtschaftspraxis zu sehen, was aber im volkswirtschaftlich bedeutenden Sinne nur mit der plK gelingt - als deren typisches Anwendungsfeld der Erfindungen bzw. Innovationen vorwiegend auf technisch/wirtschaftlichen Feldern.
Die Ausführungen zur plK erklären recht anschaulich, welche Wege begangen werden müssen, bis man mittels plK schließlich Erfindungen generieren kann.
Hervorheben möchte der Rezensent die Ausführungen zu Intuition, zur Analyse/Synthese, Dialektik, Rolle der Aufgabenstellung (AST), plK und die Eigenschaften kreativer Menschen.
Leider treffen die klaren Ausführungen Dr. Heisters hinsichtlich der Versäumnisse, plK in den Ausbildungsbereichen innerhalb unserer Gesellschaft zu fördern, nach den Erfahrungen des Rezensenten voll zu. Es lassen sich auch heute noch keine wirksamen Ansätze erkennen, wie es in Familien, Schulen und Hochschulen und in Unternehmen sowie bei der staatlichen Förderung von Erfindern zu einem gesamtgesellschaftlich deutlich besseren Klima für problemlösende Kreativität kommen kann. Offensichtlich erscheint es den politisch für die Bildungseinrichtungen und das Patentwesen Verantwortlichen noch nicht so dringlich, sich um Einrichtungen und Maßnahmen zur Förderung von Kreativität zu kümmern. Erkennbar steht derzeit eher flache Bildungs-Breitenförderung anstatt Bildungs-Elitenförderung auf der politischen Agenda!
Im Teil II von Band 2 beeindrucken besonders die Kapitel A (Forschen und Erfinden), C (Die Erfinderpersönlichkeit), D (Erfinderförderung) und E (die Erfindung und das Gewerbliche Schutzrecht).Für B (Erfindungsstrategien) ist der Rezensent selbst auch Spezialist und Experte (www.kreativität-techniken.de).
Bezüglich des Stellenwertes der AST ist es für den Rezensenten kein entscheidender Unterschied, ob es sich um freie Erfinder oder um F/E-Teams handelt. Die AST ist zwar bei letzteren meist vorgegeben, aber auch der freie Erfinder hat sich im Erfindungsprozess mit der AST als sein Start-Kernproblem auseinanderzusetzen und sich diese für den Problem-Lösungsprozess „vor“-zugeben. Ohne diese entscheidende Stufe („eine gute AST = 50 % der Lösung!“) gelingt keine plK. Leider wird diese Seite (die AST) als Vorstufe der plK häufig auch in der Literatur über Erfindungsstrategien unterschätzt, deshalb hier dieser Verweis.
Es ist deprimierend in Teil II von Band 2 zu lesen und kompakt beschrieben zu bekommen, welchen geringen Stellenwert plK in der Gesellschaft einnimmt und welche Hemmnisse für den komplizierten und langwierigen Prozess bis hin zu einer erfolgreichen Erfindung zu überwinden sind. Das betrifft das oftmals gering geschätzte Ansehen der Erfinder/-innen, die Barrieren und Hindernisse, die beim Rechtsschutz zu überwinden sind, die notwendige Fähigkeit der Erfinder/-innen für ihre Erfindungen zu werben und mögliche Nutzer von ihrem Wert zu überzeugen, das Beschaffen der finanziellen Mittel, die Erstellung von Businessplänen und vieles andere mehr. Wenn schließlich tatsächlich ein Schutzrecht (evtl. nach Abwehr von Einsprüchen) erteilt wurde, sind meist hohe Kosten angefallen und die Schutzfrist oftmals erheblich durch langwierige Einspruchsverfahren verkürzt, sodass ein wirtschaftlicher Nutzen für den Erfinder in Frage gestellt werden kann.
Teil III Band 2. Eigentlich müsste man annehmen, dass der erfolgreichere Erfinder nicht der ‚freie Erfinder’ sei, sondern der in ein kreatives F&E-Team eines Industrieunternehmen eingebundene Forscher und Entwickler, da er dort auf wesentlich mächtigere Ressourcen zurückgreifen kann. Die Situation in vielen Unternehmen zeigt jedoch, dass dies trotz der immensen staatlichen Förderung nicht der Fall ist.
In Teil III wird klar benannt aufgezeigt, was zur Verbesserung der Innovationssituation umgesetzt werden sollte und müsste, es wird aber aus den Ausführungen auch erkennbar, dass der deutschen Politik eine erkennbare und klare Vision fehlt, wohin der Weg der deutschen Gesellschaft gehen soll und welche politischen Rahmenbedingungen dafür gesetzt werden müssten!
Dr. Klaus Stanke, Prof. Dr. rer. oec. habil.

Vorwort des Herausgebers Um die Voraussetzungen für das Gelingen nachhaltiger Innovationen zu verbessern und dafür die erforderlichen Bedingungen zu erfüllen, wurde Anfang der achtziger Jahre die 'Deutsche Aktionsgemeinschaft Bildung-Erfindung-Innovation (DABEI) e.V.' als Zusammenschluss namhafter Experten gegründet. Hintergründe wurden beleuchtet, Defizite aufgezeigt und Vorschläge erarbeitet. Dies zielte einerseits darauf, die Bedeutung innovativer Prozesse für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands allgemein bewusst zu machen und andererseits den Akteuren dieser Prozesse Hilfestellung zur Bewältigung ihrer Aufgaben zu geben. Durch diese Dokumentation soll festgehalten werden, was sich hinter dem Akronym DABEI verbirgt und welcher vielfältigen Bemühungen es in einer ehrenamtlich arbeitenden Organisation von Experten bedurfte, um Politik und Öffentlichkeit auf die Vor-aussetzungen des für Deutschlands Zukunft erforderlichen Innovationspotentials überzeugend hinzuweisen. Und es soll dar-gelegt werden, wie es gelingen konnte, dem Innovationsge-schehen den höheren Stellenwert in der Gesellschaft zu verleihen, der inzwischen wie selbstverständlich anerkannt wird. Durch die Dokumentation soll aber auch belegt werden, welch besonderer Sachverstand von DABEI zum Erreichen der Ziele eingesetzt wurde. Dazu bieten die Texte im zweiten Band nicht nur einschlägige Kenntnisse, sondern auch konkrete Hinweise. Sie reichen von der Förderung problemlösender Kreativität im Bildungswesen über die Steigerung des Erfindungserfolgs bis zur Verbesserung der Innovationsvoraussetzungen. Das zu diesem Zweck aufgrund wissenschaftlicher Studien und praktischer Erfahrung zusammengetragene Wissens- und Erfahrungspotential hat zweifellos zeitlose Bedeutung. Für die umfassenden Beiträge und den intensiven ehrenamtlichen Einsatz sei an dieser Stelle noch einmal allen Beteiligten besonders gedankt. Sie haben mit ihren Erkenntnissen, Ausführungen und Stellungnahmen, die im Rahmen der DABEI-Arbeit abgegeben wurden, wesentlich dazu beigetragen, der Öffent-lichkeit den Komplex Bildung-Erfindung-Innovation verständlich und wichtig zu machen. Dank den Experten, die während vieler Jahre ihren Sachverstand uneigennützig in die DABEI-Arbeit einbrachten und so wesentlich zur Anerkennung der Bemühungen von DABEI beitrugen. Dank allen Persönlichkeiten, die in Politik, Verwaltung und Medien den Wert der DABEI-Arbeit unterstrichen. Dank den Förderern die mit ihren Beiträgen und Spenden DABEI unterstützten. Dank schließlich auch der Lektorin, Frau Gudrun Gutheil, für die mit Fleiß und Akribie vorbereite-te Drucklegung des Werkes. Besonderer Dank gebührt DABEI-Ehrenmitglied und Altkurator Artur Fischer, der die Bemühungen von DABEI stets positiv begleitet hat und trotz des hohen Alters mit seinem Geleitwort die Bedeutung und Aktualität dieser Veröffentlichung eindrucksvoll unterstreicht. Dank auch Professor Norbert Szyperski, der nicht nur mit seinem Geleitwort, sondern vor allem auch durch seine fundierten Kenntnisse im Bereich Bildung-Erfindung-Innovation zum Niveau dieser Veröffentlichung wesentlich beigetragen hat. Möge nunmehr die längst fällige und endlich gelungene Veröf-fentlichung allen Verantwortlichen eine ständige Mahnung sein. Möge sie aber auch den wichtigen Akteuren - auf dem Weg von der Idee bis zur Verwirklichung als Innovation - umfassende Hilfestellung geben. Möge das Werk schließlich auch weiterhin dafür sorgen, dass der Einsatz problemlösender Kreativität im wei-testen Sinne den Stellenwert erhält und behauptet, der für Kultur und Wirtschaft eines rohstoffarmen Landes wie Deutschland grundlegend und existenzbestimmend ist Einführung zum zweiten Band Diese Dokumentation 25-jähriger DABEI-Arbeit berichtet nicht nur über das Engagement mit dem Ziel, dringend notwendige Entscheidungen zur Sicherung der Zukunftschancen Deutsch-lands in Politik und Öffentlichkeit wirksam zu artikulieren. Sie be-legt auch die intensiven Bemühungen seiner Mitglieder, um den für erforderlich gehaltenen Maßnahmen in den Bereichen Bil-dung und Kreativität, Forschung und Erfindung sowie Information und Innovaton fachlich und qualitativ gerecht zu werden. Da-zu wurden die in Deutschland gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen zahlreicher Experten eingeholt und durch die im ersten Band erwähnten Veröffentlichungen publik gemacht. Da für Deutschland das Thema Innovation ein Dauerthema sein wird, um den erreichten Stand ökonomisch und kultuell zu halten, sollen hier wichtige Teile des in DABEI zusammengetragenen Expertenwissens an die Öffentlichkeit weitergereicht werden. Dadurch kommt auch zum Ausdruck, wie solide DABEI am Erreichen der Satzungsziele gearbeitet hat und welcher Dank den an dieser Aufgabe beteiligten Persönlichkeiten geschuldet wird. Dieser zweite Band dient jedoch nicht nur dem Zweck, das in DABEI angereicherte Expertenwissen zusammenfassend zu vemitteln. Der zeitliche Abstand erlaubt auch, Bilanz zu ziehen, welche Fortschritte im Bereich Bildung-Erfindung-Innovation erzielt worden sind und was in Zukunft noch zu leisten ist. Dazu muss angemerkt werden, dass die Texte und Vorschläge lediglich zu direkten Verbesserungen im Bereich Bildung-Erfindung-Innovation mit Blick auf die ökonomische Zukunftssicherung formuliert worden sind und dass dadurch andere gesellschaftspolitisch notwendige Maßnahmen von innovativer Brisanz nicht als weniger bedeutend hingestellt werden. Solche Bereiche sind z. B.: •der nachhaltige Einfluss technischer Entwicklungen - von der gestiegenen Verkehrsmobilität bis zur Energie- und Wasserversorgung, von den Klimaproblemen bis zur medizinischen Vorsorge. •die gravierenden Veränderungen im Informationsbereich und in der Medienlandschaft mit ihren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft einschließlich der Politik und des Bildungswesens, •das Feld sozialer Umbrüche z. B. im Verständnis von 'Freiheit von' möglichst allen Verpflichtungen anstelle von 'Freiheit zum' Handeln in Übereinstimung mit den langfristigen sozialen Interessen. Gegenüber dem ersten Band, der nicht nur die Mängel aufzeigt, sondern auch - insbesondere durch die auszugsweise Beschreibung der Hightech-Strategie des Bundes und vieler anderer Initiativen - belegt, wie entscheidend sich die öffentliche Einstellung zum Innovationsproblem in dem beschriebenen Zeitraum geändert hat, ist das im zweiten Band festgehaltene Ex-pertenwissen zur Nutzung in der Zukunft gedacht. Solche Äußerungen ersetzen zwar nicht die zahlreichen einschlägigen Veröf-fentlichungen, haben aber als Motivationshilfe und Einstiegsinformation ihren besonderen Wert.

Erscheint lt. Verlag 1.3.2013
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 813 g
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik Politik / Gesellschaft
Kinder- / Jugendbuch Sachbücher Naturwissenschaft / Technik
Schlagworte Außerschulische Bildung • Erfinden • Forschen • Innovieren • Kreatives Problemlösen • Patentieren
ISBN-10 3-9810837-5-X / 398108375X
ISBN-13 978-3-9810837-5-0 / 9783981083750
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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