Eichmanns Memoiren
Campus (Verlag)
978-3-593-36381-3 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
keine Neuauflage - Artikel merken
Die "Memoiren" von Adolf Eichmann haben immer wieder die Weltpresse beschäftigt. Der ehemalige SS-Obersturmbannführer gilt als der Hauptverantwortliche für die Durchführung der "Endlösung", der die Deportationen Hunderttausender Menschen in die nationalsozialistischen Vernichtungslager organisiert und vorangetrieben hat. "Memoiren" hat er jedoch nie geschrieben. Die 1961 im Gefängnis in Israel verfassten Aufzeichnungen - seit kurzem im israelischen Staatsarchiv zugänglich - sind unter dem Galgen geschriebene Rechtfertigungsschriften: 1200 Seiten in Vorbereitung seines Kreuzverhörs vor dem israelischen Gerichtshof. Hinzu kommt noch ein vergessenes, 67 Tonbänder umfassendes Interview, das Eichmann 1956 bis 1959 in seinem argentinischen Versteck dem niederländischen Journalisten und ehemaligen SS-Offizier Willem Sassen gab. Mit Rückgriff auf entscheidende Stationen seiner NS-Karriere analysiert Irmtrud Wojak die Rechtfertig ungsstrategien Eichmanns und den fortschreitenden Prozess der Verdrängung dieser "Erscheinungsform Mensch" (wie er sich nannte) beim Versuch, die unermessliche Schuld von sich abzuweisen. Eichmanns Sichtweise fand zum Teil Eingang in die Holocaust-Forschung. Dies wird hier aufgedeckt und revidiert.
Irmtrud Wojak, Dr. phil., ist stellvertretende Leiterin des Fritz Bauer Instituts, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust in Frankfurt/Main. Zuletzt gab sie bei Campus gemeinsam mit Peter Hayes für das Fritz Bauer Institut "Arisierung" im Nationalsozialismus. Volksgemeinschaft, Raub und Gedächtnis" (2000) heraus.
Aus dem Inhalt:
Vorwort
Zur Einführung
Hans Mommsen
Vorgeschichte - Eichmanns Entführung
Eichmanns Memoiren
Das Sassen-Interview
"Meine Memoiren"
"Götzen"
"Damals konnte ich noch Lösungsversuche schöpferisch gebären"
Adolf Eichmann und die "Endlösung der Judenfrage" 1938-1941
Zuständig für "Auswanderung"
Pläne für ein "Judenreservat"
"Räumungsbeauftragter" und Spezialist für Deportation
Pläne für eine "territoriale Lösung" auf der Insel Madagaskar oder "weiter im Osten"
Entscheidung zur Deportation der Juden in den Osten - nach dem Krieg
"Physische Vernichtung" der Juden - im Krieg
"Ich war kein normaler Befehlsempfänger, dann wäre ich ein Trottel gewesen, sondern ich habe mitgedacht, ich war ein Idealist gewesen."
Adolf Eichmann und die Banalität des Bösen
| Reihe/Serie | Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts ; Sonderbd |
|---|---|
| Zusatzinfo | 16 z.T. farb. Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 140 x 215 mm |
| Gewicht | 542 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► 20. Jahrhundert bis 1945 |
| Schlagworte | Antisemitismus • Deutschland • Eichmann, Adolf • HC/Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) • Holocaust • Holocaust / Shoah • Israel • Judenverfolgung • Nationalsozialismus • SS |
| ISBN-10 | 3-593-36381-X / 359336381X |
| ISBN-13 | 978-3-593-36381-3 / 9783593363813 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich