Gustav Amsinck
Hamburg University Press - Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky (Verlag)
978-3-937816-92-0 (ISBN)
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Privat schätzte Gustav Amsinck die schönen Künste und das Reisen. Gemeinsam mit seiner Gattin Florence reiste er gerne nach Italien und auch immer wieder nach Hamburg, wo er das elegante Amsinck-Haus an der Binnenalster bewohnte.
Als im Jahre 1907 die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung ins Leben trat, gehörte er neben Alfred Beit und Max Warburg zu den wichtigsten Donatoren der neu gegründeten Stiftung.
Die vorliegende Biographie zeichnet den Aufstieg dieses Mannes nach, der mit hanseatischen Kaufmannstugenden in den Vereinigten Staaten zu Ansehen und Reichtum gelangte und dabei seiner Heimatstadt und seiner Familie zeitlebens eng verbunden blieb.
Von Hamburg in die Welt: Gustav Amsinck – ein Leben für Handel, Wissenschaft und Kultur Die Biographie Amsincks ist ein spannendes Stück lebendiger Geschichte: 1857 reiste der damals 20-Jährige in die Vereinigten Staaten. In der boomenden Metropole New York baute er das „Warencommisions- und Bankgeschäft“ seines Bruders mit Geschick, Fleiß und Ideenreichtum aus. Neben dem Kerngeschäft, dem Zucker- und Kaffeehandel, investierte der Merchantbanker in Innovationen wie Fassreifenpatente, Fertighäuser und war beim Bau des Panamakanals involviert. Das Gespür für gute Geschäfte hatte Amsinck, Sproß einer Kaufmannsdynastie, vom Vater geerbt – ebenso wie sein Interesse an Bildung, Wissenschaft und Kultur. In seiner neuen Heimat engagierte der Hanseat sich für Einrichtungen wie die „American Geographical Society“ und förderte z.B. das „Metropolitan Museum of Modern Art“. Seiner alten Heimat spendete er 100.000 Mark für die Gründung der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, der Wegbereiterin der 1919 gegründeten Universität. Für seine Aufenthalte in der Hansestadt hatte der Kaufmann sich bereits einige Jahre zuvor einen Wohnsitz geschaffen: Das repräsentative Patrizierhaus an der westlichen Binnen-Alster, in dem sich heute der Übsersee-Club befindet, trägt noch immer seinen Namen – das Amsinck-Haus. Dieser besonderen Mischung aus Verbundenheit zu seinen Wurzeln und Aufgeschlossenheit gegenüber seiner neuen Heimat, ihrer Kultur, ihren Menschen verdankte Gustav Amsinck einen großen Teil seines Geschäftserfolges. Er pflegte alte Verbindungen nach Hamburg, nahm aber auch am gesellschaftlichen Leben der New Yorker Upper Class lebhaften Anteil. Das Buch spiegelt so auch das Lebensgefühl der Finanz- und Handels-Elite im Big Apple des ausgehenden 19. Jahrhunderts wider – der Stadt, in der Gustav Amsinck 50 Jahre seines Lebens verbrachte.
Inhalt
Vorwort des Herausgebers. 4
Vorwort. 5
1. Die Familie Amsinck. 7
2. Die Generation der Brüder. 12
3. New York um 1850. 18
4. Partner bei L. E. Amsinck & Co.21
5. Das Handelsunternehmen G. Amsinck & Co. 28
6. Das Finanzhaus G. Amsinck & Co. 35
7. Ein Teil der Upper Class. 39
8. Kultur, Bildung und Bücher.44
9. Wohnen in Summit, New Jersey. 46
10. Spätes Eheglück. 51
11. Verbundenheit zu Hamburg und Italien. 56
12. Das Vermächtnis von Gustav Amsinck. 65
13. Die Witwe Florence Amsinck. 73
14. Die Firma nach Gustav Amsinck. 77
15. Anhänge.79
16. Quellen, Literatur und Bildnachweis.81
17. Namensregister. 87
Vorwort Die Nachfahren des Tuch- und Lakenhändlers Willem (Wilhelm) Amsinck, der 1576 aus Glaubensgründen seine niederländische Heimat verließ, um im toleranten Hamburg ein neues Leben zu beginnen, gehören zu einer der angesehensten Familien der Hansestadt, die über Jahrhunderte Bemerkenswertes geleistet hat. Das umfangreiche Werk Otto Hintzes „Die niederländische und hamburgische Familie Amsinck: ein Versuch einer Familiengeschichte“ legt beredtes Zeugnis von der Bedeutung der Amsincks und der Strahlkraft ihres Namens, die bis heute anhält, ab. Aus den Reihen der weitverzweigten Familie, die mit vielen anderen herausgehobenen Hamburger Geschlechtern familiär und geschäftlich verbunden war, sind erfolgreiche Kaufleute und Reeder, einflussreiche Politiker und auch Kunstsammler hervorgegangen. Der gute Klang des Namens manifestiert sich nicht zuletzt noch heute in der Benennung verschiedener Örtlichkeiten in Hamburg. Man denke an die Amsinckstraße, das Amsinckufer auf dem Kleinen Grasbrook, das Amsinck-Palais am Neuen Jungfernstieg (in dem heute der Übersee-Club residiert) und das Landhaus Amsinck mit dem dazu gehörenden Amsinckpark in Lokstedt. Nicht zu vergessen die monumentale Grabanlage eines Zweiges der Amsincks auf dem Niendorfer Friedhof. Und schließlich hält auch die Erdwin Amsinck-Stiftung die Erinnerung an einen wichtigen Vertreter der Familie wach. Zu den herausragenden Persönlichkeiten der vielköpfigen Amsinck-Familie zählt zweifellos Gustav Amsinck (1837—1909), dessen Wirken in der Alten und Neuen Welt und dessen rasanter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aufstieg als Kaufmann in New York von Constanze Rheinholz in diesem Band farbig geschildert werden. Die Liebe zu seiner Heimatstadt und seine enormen finanziellen Möglichkeiten waren die Voraussetzung dafür, dass Gustav Amsinck einer der großzügigsten Stifter in der Gründungsphase der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung werden Die Aufarbeitung seines interessanten Lebens ist durch vielerlei Gespräche der Autorin mit Oswald R. Amsinck, einem Großneffen von Gustav, gefördert worden. Zeit seines langen Lebens (1917—2011) hat er sich mit der Geschichte seiner Familie in all ihren Verästelungen beschäftigt. Er war auch der beste Hüter der richtigen Aussprache seines Familiennamens: „Kein singendes, sondern ein scharfes s, mein Lieber.“ Es gibt also gute Gründe, ihm diese Publikation nach seinem Tode zu widmen. Oswald R. Amsinck hat Jahrzehnte maßgeblich die Geschicke der Erdwin Amsinck-Stiftung geprägt. Diese war von Erdwin Amsinck 1892 in einem Nachtrag zu seinem Testament vorgesehen, sollte aber erst nach dem Tod des Ehepaares wirksam werden. Antonie Amsinck starb 1921, zwei Jahre später konnte die Stiftung ihre Arbeit aufnehmen. Erdwin Amsinck (1826—1897) war wie sein jüngerer Bruder Gustav kaufmännisch sehr erfolgreich, nicht zu reden von seinen Gemälde- und Hamburgensiensammlungen, die heute die Hamburger Kunsthalle und das Museum für Hamburgische Geschichte bereichern. Die Erdwin Amsinck-Stiftung hat sich über alle Schwierigkeiten der Zeitläufte hinweg ein bescheidenes Vermögen bewahrt, so dass sie die Drucklegung dieser Publikation nach besten Kräften unterstützen konnte. So sind die beiden Brüder Erdwin und Gustav im übertragenen Sinne erneut zusammengeführt worden. Ferner haben Peter und Henry Amsinck in vorbildlicher Familientradition dieses Buch großzügig gefördert. Allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, gebührt nachdrücklich der Dank der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und der Leser, wobei sich die Dankbarkeit an erster Stelle an die Autorin für ihre fesselnde Darstellung richtet. Wilhelm Hornbostel
| Erscheint lt. Verlag | 14.11.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Mäzene für Wissenschaft ; 11 |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 158 x 220 mm |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Sachbuch/Ratgeber ► Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft ► Wirtschaft | |
| Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Neuzeit (bis 1918) | |
| Schlagworte | 19. Jahrhundert • 20. Jahrhundert • Bankier • Donator • Hamburg • Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung • Handel • Kaufmann • New York • Universität Hamburg • Wirtschaft |
| ISBN-10 | 3-937816-92-5 / 3937816925 |
| ISBN-13 | 978-3-937816-92-0 / 9783937816920 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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