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Einstellungsgespräche erfolgreich führen (eBook)

Ein Praxisleitfaden für die Auswahl der besten Bewerber
eBook Download: PDF
2008 | 2008
VIII, 184 Seiten
Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
978-3-8349-9848-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Einstellungsgespräche erfolgreich führen - Eberhardt Hofmann
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Arbeitgebern wird die sichere Entscheidung zur Stellenbesetzung oftmals durch Taktik und eingeübtes Verhalten der Bewerber erschwert. Wie sie den richtigen Bewerber in Einstellungsgesprächen herausfiltern, zeigt dieses Buch allen Führungskräften und Personalverantwortlichen. Gesprächspläne, Auswertungsbögen und Checklisten ergänzen die praxisgerechten Kapitel.

Eberhardt Hofmann ist Arbeits- und Organisationspsychologe und für die Personalauswahl und -entwicklung in einem Großunternehmen verantwortlich.

Eberhardt Hofmann ist Arbeits- und Organisationspsychologe und für die Personalauswahl und -entwicklung in einem Großunternehmen verantwortlich.

Inhaltsverzeichnis 6
Einführung 10
Kapitel 1: Untersuchung zur Brauchbarkeit des Interviews 16
Kapitel 2: Den Bewerber zum Sprechen bringen 20
1. Offene (weite) und geschlossene (enge) Fragen 21
1.1 Die Logik der offenen Frage 23
1.2 Formale Aspekte 28
1.3 Vorteile offener Fragen 29
2. Zusammenfassen 30
2.1 Fragendes Zusammenfassen 31
2.2 Bewusst falsches Zusammenfassen 32
2.3 Zusammenfassung durch den Bewerber 33
2.4 Zusammenfassen und Informationsverarbeitung 34
3. Beispiele einfordern 35
Kapitel 3: Konkret werden 38
1. Effekte des Konkretisierens 40
2. Aufzählungen verlangen als eine Technik des Nachfragens 45
3. Umgang mit „Nichts“- „Noch nie“-Antworten 47
4. Einstiegs- und Nachfragen 50
Kapitel 4: Von der Worthülse zur individuellen Bedeutung – der zentrale Prozess 54
1. Die Schwierigkeit der Bedeutungsübertragung 54
2. Der Mikro- und der Makroprozess 64
3. Einwände 69
4. Nonverbale Beobachtung 72
5. Das Doppelproblem 74
Kapitel 5: Das Meta-Modell als formale Hilfe zum Nachfragen 78
1. Veranschaulichung des Modells 78
2. Universalquantifizierungen 80
3. Nominalisierungen 82
4. Sprachliche Tilgungen 84
Kapitel 6: Spezielle Fragen/Überprüfung der Antworten 86
1. Konkretisieren 87
2. Zum gängigen Stereotyp konträre Fragen 87
3. Zirkuläre Fragen 89
4. Projektive Fragen 91
5. Abstrakte Fragen 92
6. Mehrgliedrige Fragen 93
7. Anwendung der beschriebenen Fragetechniken 96
Kapitel 7: Quantifizierbare Antworten 98
1. Vorgehen bei der Konstruktion von Fragen mit quantifizierbaren Antworten 98
2. Interviewerverhalten beim Stellen von Fragen mit quantifizierbaren Antworten 101
Kapitel 8: Der Gesprächsplan 102
1. Begrüßung und Gesprächsbeginn 106
2. Ablauf des Gespräches erklären 107
3. Das Kernstück: Die Vorstellungen des Bewerbers erfassen 107
3.1 Faktoren der Arbeitszufriedenheit 108
3.2 Stufen der Mitwirkung 112
3.3 (Führungs-)Dilemmata 114
3.4 Die „Kultur“ einer Organisation 117
3.5 Idealtypische Gruppenmodelle 122
4. Spezielle Anforderungen 126
4.1 Charakteristische Situationen sammeln 127
4.2 Verhalten in charakteristischen Situationen 127
4.3 Quellen der Frustration 127
4.4 Umsetzung im Gespräch 128
5. Informationen zur Stelle 129
6. Dem Bewerber Gelegenheit zum Fragen geben 131
7. Abschluss des Gespräches 131
8. Zusammenspiel zwischen Personal- und Fachabteilung 131
Kapitel 9: Die Erweiterung des klassischen Vorstellungsgespräches durch Assessment- Center- Elemente 134
1. Die Bewerberpräsentation 134
2. Verhaltensbeobachtung während des Zweiergespräches 142
3. Simulation von Gesprächssequenzen 144
Kapitel 10: Durchführungstechnische Gesichtspunkte 146
1. Sitzposition 146
2. Notizen 147
3. Zeitplanung 150
4. Leistungskurve 152
5. Systematisches Auswerten 152
Kapitel 11: Auswertung des Interviews 154
1. Bauch- oder Kopfentscheidungen? 154
2. Der erste Eindruck 155
3. Vorgehen bei der Auswertung 156
4. Dynamik in Entscheidergruppen 158
Kapitel 12: Training des Interviewer-Verhaltens 162
1. Schriftliche Übungen 162
2. Praktische Übungen 162
3. Supervision und Rückmeldung 163
4. Lernprinzipien 164
4.1 Schritt für Schritt vorgehen 164
4.2 Von der seriellen zur parallelen Informationsverarbeitung 165
5. Beobachtungsblatt: Rückmeldung des Interviewerverhaltens 166
Zusammenfassung 168
Anhang 170
1. Aspekte einer Nachricht 170
2. Offene und geschlossene Fragen 171
3. Offene Fragen formulieren 172
4. Paraphrasieren 174
5. Nachfragen 174
6. Blech reden 176
7. Meta-Modell 177
8. Nominalisierungen 178
9. Originalität von Antworten 180
Abbildungsverzeichnis 182
Literaturverzeichnis 186
Zum Autor 188
Stichwortverzeichnis 190

Kapitel 2: Den Bewerber zum Sprechen bringen (S. 19-20)

Nachfolgend werden Methoden vorgestellt, mit deren Hilfe der Bewerber gezielt zum Sprechen gebracht werden kann. Ein häufiger Fehler im Vorstellungsgespräch besteht darin, dass die Redezeit des Interviewers im Vergleich zu der des Bewerbers relativ hoch ist. Ziel des Gespräches ist es ja, Informationen über den Bewerber zu erhalten. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn der Bewerber tatsächlich die Chance hat, viel von sich zu zeigen. Aus meiner Sicht sollte der Bewerber in der ersten Phase des Gespräches einen Redeanteil von ca. 80 % haben, der Interviewer dagegen nur ca. 20 %. In einer späteren Gesprächsphase (vgl. Kapitel 10) sind dann die Redeanteile anders verteilt, nämlich dann, wenn der Bewerber Fragen zur vakanten Stelle und zum Unternehmen stellen kann. In der ersten Gesprächsphase jedoch sollte der Interviewer mit relativ wenigen eigenen verbalen Beiträgen den Bewerber dazu bringen, seinerseits möglichst viel verbales Material zu produzieren. Wie in Kapitel 2 dargestellt, kann es auch eine generelle Fassadentechnik des Bewerbers sein, möglichst wenig zu sagen, was natürlich die Gesprächsführung erheblich erschweren kann.

Ein weiteres potenzielles Problem kann aus der Sicht des Gesprächs-„führers" die Aufrechterhaltung des Gespräches darstellen. Dies ist zwar im Prinzip eine generelle kommunikative Fähigkeit, im Vorstellungsgespräch ist sie jedoch besonders gefordert, da der Bewerber in aller Regel, bedingt durch die Natur des Vorstellungsgespräches, eher die passive Rolle inne hat, was die „Führung", d. h. die Strukturierung und den Ablauf des Gespräches betrifft. Der Interviewer hat, zumindest aus der Sicht des Bewerbers, ja in der Regel einen Gesprächsplan und weiß (anscheinend) genau, was er von dem Bewerber erfragen will.

Daher wird der Bewerber sehr wahrscheinlich dem Interviewer weitgehend die „Führung" und Lenkung des Gespräches überlassen. Dies ist dem Bewerber nicht anzukreiden, da es sich bei dem Bewerbungsgespräch strukturell um eine eher asymmetrische (Macht-)Situation handelt. Für den Interviewer handelt es sich um eine besondere kommunikative Situation, da er, anders als bei einem „normalen" Gespräch, weniger damit rechnen kann, dass der Gesprächspartner seinen Teil zu der Gesprächssteuerung beiträgt. Der Bewerber wird zwar auf der inhaltlichen Ebene bemüht sein, möglichst viel Information an den Mann (in diesem Fall den Interviewer) zu bringen, die Entscheidung, welche Fragen zu welchen Themenbereichen jedoch gestellt werden und wie das Gespräch strukturiert wird, liegt dabei im Gegensatz zu „normalen" Gesprächen fast vollständig beim Interviewer.

Der Interviewer ist daher doppelt belastet. Er muss einerseits seine Aufmerksamkeit auf das inhaltlich vom Bewerber Gesagte lenken, andererseits muss er parallel dazu einen Teil seiner Aufmerksamkeit dazu verwenden, den Fortgang des Gespräches zu steuern. Aus den genannten Gründen kann es für den Interviewer schwierig sein, den Gesprächsfluss in Gang zu halten und den Bewerber dazu zu bringen, bei einem möglichst großen Teil des Gespräches aktiv zu sein. In diesem Kapitel geht es darum, wie man sich die Aufgabe, das Gespräch zu steuern und den Gesprächsfluss aufrechtzuerhalten, möglichst leicht machen kann ohne den Zwang, permanent neue Fragen generieren zu müssen und stattdessen einen großen Teil der eigenen Aufmerksamkeit für die Antworten des Bewerbers zur Verfügung zu haben. Um dies zu ermöglichen, eignen sich besonders zwei kommunikative Techniken, das Stellen offener Fragen und die systematische Nutzung von Zusammenfassungen.

Erscheint lt. Verlag 20.9.2008
Zusatzinfo VIII, 184 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft Wirtschaft
Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management Personalwesen
Schlagworte Arbeitgeber • Assessment • Assessment-Center • Einstellungsgespräch • Führungskräfte • Mitarbeitergewinnung • Personalbeschaffung • Personalmanagement • Recruiting • Vorstellungsgespräch
ISBN-10 3-8349-9848-6 / 3834998486
ISBN-13 978-3-8349-9848-4 / 9783834998484
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