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Windvane Report (eBook)

Eine Zeitreise
eBook Download: EPUB
2021 | 1. Auflage
204 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-31089-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Windvane Report -  Peter Foerthmann
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In der Welt der Blauwassersegler wird Peter Foerthmann seit Jahrzehnten zurate gezogen, wenn es um Steuerfragen geht. Als Entwickler, Produzent sowie weltweiter Ansprechpartner in der komplexen Materie von Windsteuersystemen ist seine Expertise international gefragt. Seine Fachbücher sind in sechs Sprachen verfügbar und markieren heute den Stand der Technik - die einfachen Gesetzmäßigkeiten der Physik sind auch in Zeiten von Bits und Bytes immer noch gültig. Der Autor schildert in diesem Buch seine ganz persönliche Zeitreise im Verlauf von nun bald einem halben Jahrhundert. Aus seinem anfänglichen Manufakturbetrieb ist heute ein industriell produzierendes Industrieunternehmen geworden - das vermutlich kleinste in Deutschland! Dieses Buch markiert die Lebensstationen des Autors durch die Jahrzehnte, adressiert und vergleicht technische Entwicklungen und schildert Marktauseinandersetzungen im internationalen Wettbewerbsumfeld. Der Leser wird auf eine spannenden Reise durch Höhen und Tiefen mitgenommen und erfährt von den Schlüsselerlebnissen, die dem Buch seinen Titel zu gaben.

Peter Foerthmann, Jahrgang 1947, hat Segeln und Laufen vermutlich zeitgleich gelernt. Mit 16 Jahren der Schule überdrüssig, waren sieben Pazifik-Rundreisen auf einem Bananendampfer voll und ganz genug, um die Träume von Seefahrtsromantik mit Wonne zu begraben. Abitur, Ausbildung zum Exportkaufmann im Afrika Geschäft, BWL (Economics-)Studium - mit Anfang 20 war der Lebenshunger stets größer als der Kassenstand. Die Schiffsflotte wechselte im Dreivierteltakt, ebenso wie die Fahrmobile, womit man den Wünschen Flügel verschaffen konnte. Zur Volljährigkeit waren bereits zwei Dutzend Schiffe Geschichte. Restaurieren, neu beplanken, schleifen, lackieren, Maschinen reparieren, segeln so weit und viel es ging, bis ein Interessent an den Fersen hing und das Schiff in neue Hände ging, manchmal ganz erstaunlich flink! Es herrschte Goldgräberzeit für einen jungen Mann, der schon früh klare Vorstellungen für einen Lebensweg in Eigenverantwortung besaß. Mit 25 Jahren ein Schiffsneubau, mit 28 der Griff zu den Sternen, eine stebige Yawl, die im Jahre 1976 gegen die Firma »Windpilot« eingetauscht werden sollte. Der Rest ist Geschichte, die sich fortan immer nur um Heckverzierungen drehte. Ständig neue Ideen im Kopf, wurden die Standards für Windsteuersysteme seither neu geschrieben. 220 Internationale Bootsmessen, Fachbücher in 6 Sprachen - als Autodidakt gibt man sich selbst den Takt. Peter Förthmann betreibt mit seiner Frau das vermutlich kleinste industriell produzierende Unternehmen Deutschlands und vermarktet seine Produkte im Direktvertrieb. Er ist darüber zum Weltmarktführer geworden, sein Hang zum Schreiben zur Leidenschaft. Humorvolle Kolumnen, als Delikatesse mit spitzer Zunge niedergeschrieben, zeigen einen Mann, der mit sich und seinem Beruf im Reinen und noch lange nicht am Ende ist.

Peter Foerthmann, Jahrgang 1947, hat Segeln und Laufen vermutlich zeitgleich gelernt. Mit 16 Jahren der Schule überdrüssig, waren sieben Pazifik-Rundreisen auf einem Bananendampfer voll und ganz genug, um die Träume von Seefahrtsromantik mit Wonne zu begraben. Abitur, Ausbildung zum Exportkaufmann im Afrika Geschäft, BWL (Economics-)Studium - mit Anfang 20 war der Lebenshunger stets größer als der Kassenstand. Die Schiffsflotte wechselte im Dreivierteltakt, ebenso wie die Fahrmobile, womit man den Wünschen Flügel verschaffen konnte. Zur Volljährigkeit waren bereits zwei Dutzend Schiffe Geschichte. Restaurieren, neu beplanken, schleifen, lackieren, Maschinen reparieren, segeln so weit und viel es ging, bis ein Interessent an den Fersen hing und das Schiff in neue Hände ging, manchmal ganz erstaunlich flink! Es herrschte Goldgräberzeit für einen jungen Mann, der schon früh klare Vorstellungen für einen Lebensweg in Eigenverantwortung besaß. Mit 25 Jahren ein Schiffsneubau, mit 28 der Griff zu den Sternen, eine stebige Yawl, die im Jahre 1976 gegen die Firma »Windpilot« eingetauscht werden sollte. Der Rest ist Geschichte, die sich fortan immer nur um Heckverzierungen drehte. Ständig neue Ideen im Kopf, wurden die Standards für Windsteuersysteme seither neu geschrieben. 220 Internationale Bootsmessen, Fachbücher in 6 Sprachen - als Autodidakt gibt man sich selbst den Takt. Peter Förthmann betreibt mit seiner Frau das vermutlich kleinste industriell produzierende Unternehmen Deutschlands und vermarktet seine Produkte im Direktvertrieb. Er ist darüber zum Weltmarktführer geworden, sein Hang zum Schreiben zur Leidenschaft. Humorvolle Kolumnen, als Delikatesse mit spitzer Zunge niedergeschrieben, zeigen einen Mann, der mit sich und seinem Beruf im Reinen und noch lange nicht am Ende ist.

DIE SYSTEMTYPEN
VON HEUTE

Hilfsrudersystem Hydrovane an einer Ovni 435

Hilfsrudersysteme

Ein Hilfsruder ist ein zusätzliches Steuerruder, das ohne Verbindung zum Hauptruder eigenständig Steuerfunktionen übernimmt. Eine sinnvolle Proportion von Hauptruder- zu Hilfsruderfläche sollte das Verhältnis 1:3 nicht übersteigen, weil die sonst erzielbaren Steuerkräfte schlechter würden. Das Hauptruder wird festgesetzt und als Trimmklappe zur Feineinstellung der Anlage verwendet.

Die Steuerkraft dieser Systeme ist begrenzt, da sie ohne Servounterstützung arbeiten, sodass sie als vollwertige Windsteueranlage (WSA) nur bis zu einer bestimmten Schiffsgröße eingesetzt werden können. Die Montage erfolgt vorzugsweise mittig, da bei Seitenmontage der Wirkungsgrad beeinträchtigt wird, weil ein Ruder in der Luft naturgemäß keine Wirkung erzielen kann. Für den Wirkungsgrad ist zudem wichtig, dass bei zu geringer Distanz zum Hauptruder turbulentes Kielwasser guter Performance entgegenwirkt.

Hilfsrudersysteme können als Notruder verwendet werden, wobei zu bedenken ist, dass bei vollständigem Verlust des Hauptruders infolge dann fehlender Lateralfläche das Schiff mit der geringen Fläche eines Hilfsruders nur eingeschränkt zu steuern ist.

Pendelrudersysteme

Ein Pendelruder erzeugt durch seitliches Ausscheren Servokräfte, die über Leinen auf das Hauptruder übertragen werden. Die Kraftmenge wird bestimmt durch die Länge des Pendelarmes von der Pendelachse bis zum unteren Ende des Ruderblattes (Servokraft-Hebelarmlänge HL), meist 150–200 cm. Die Einsetzbarkeit ist nahezu unbegrenzt in Bezug auf die mögliche maximale Schiffsgröße, da mit längerem Schaft – also größerem Krafthebelarm – auch enorm große Hauptruder zu bewegen sind. Einzig wichtig: Eine Übertragung ist nur auf mechanische Steuersysteme (Rad oder Pinne) machbar, bei Radsteuersystemen sollte deren Umdrehungsanzahl zwischen den Anschlägen die Kennzahl 2,5–3 nicht übersteigen. Bei ersatzweiser Übertragung auf eine Notpinne ist zu bedenken, dass diese solide und in erreichbarer Nähe des Rudergängers liegen sollte.

Pendelrudersystem an der SV Thuriya beim Start zum Golden Globe Race

Merke: In Notsituationen sollte eine Windsteueranlage (WSA) sofort deaktiviert werden können, um von Hand steuern zu können.

Die Alltagstauglichkeit eines Pendelrudersystems ist gegeben, wenn das Pendelruder leicht zu schwenken ist (Lift-up). Nur einfachstes Handling gewährleistet, dass ein System auch für Kurzzeitbetrieb verwendet werden kann – und sei es, um einen Blick auf die Karte zu werfen. Die Handlingnachteile traditioneller Pendelrudersysteme waren sicherlich – neben ihrer Optik – der Hauptgrund, für ihre einst geringe Verbreitung. Vor Jahrzehnten galten mechanische WSA als typisches Merkmal einer weit gereisten Jacht, es soll allerdings hier und da auch Eigner gegeben haben, die eine WSA zur Imagepflege verwendeten, wenn ihre Schiffe jahrelang ungeduldig ihre Festmacher durchgescheuert hatten, derweil ihr Eigner wenig Hunger nach der grausamen See verspürte.

Hafenmanöver unter Maschine sind nur möglich, wenn ein Pendelruder aus dem Wasser gebracht wird, da ein Manöver ansonsten abrupt endet, wenn das Pendelruder (das nicht festgesetzt werden kann), von achtern angeströmt, mit Wucht gegen eventuell vorhandene seitliche Anschläge krachen würde. Diesen Fehler macht ein Segler nur einmal.

Es ist ein Merkmal moderner Systeme, dass ihr Pendelruder samt Pendelarm zur Seite in Lift-up-Parkposition geschwenkt werden kann. Bei traditionellen Systemen muss dafür zunächst eine Rastung oder ein Scharnier gelöst werden. Die Kraftübertragung von Pendelrudersystemen ist gleichermaßen für Pinnen- und Radsteuerung möglich, solange diese mechanisch ausgeführt ist.

Das hervorstechende Merkmal aller Pendelrudersysteme ist ihre enorme Servokraft, stark genug, selbst große Schiffe von 60 f und 30 t zu steuern, solange gute Übertragungsverhältnisse gegeben sind. Je nach Wahl des Systems steuern sie bereits bei geringster Geschwindigkeit selbst bei leichtesten Winden. Gegenüber Hilfsrudersystemen erzeugt die Pendelruderanlage ein Vielfaches an Kraft.

In Norwegen sind Colin-Archer-Replika bekannt, die bei 60–70 t Schiffsgewicht dennoch traditionell über Pinne gesteuert werden und mit Pendelrudersystemen ausgerüstet sind. Je nach Pendelruderschaftlänge (Krafthebelarmlänge HL) und Schiffsgeschwindigkeit ist so ein System durchaus in der Lage, Zugkräfte von bis zu 200 kg zu erzeugen. Die tatsächlichen Kräfte zum Verdrehen eines Hauptruders hingegen werden in aller Regel niemals so hoch werden, da der verantwortliche Rudergänger zuvor die Segelfläche reduzieren wird, um den Luvdruck zu verringern.

Leinenübertragung

Merke: Die zum Steuern notwendige Kraft im Arm des Rudergängers – oder seiner Frau! – wird bei >5–8 kg Zugkraft als luvgierig befunden. Ein erfahrener Skipper weiß, dass es dann Zeit zum Reffen oder Segelwechseln ist.

Die Leinenübertragung sollte sorgfältig arrangiert werden, denn Fehler verringern die Steuerleistung, da die konstruktiv bedingte maximale Leinenzuglänge nahezu sämtlicher Pendelrudersysteme 25 cm beträgt.

Pendelruderrudersysteme können nicht als Notruder verwendet werden.

Doppelrudersysteme

Doppelrudersystem Pacific Plus an der SV Adios Labor in Las Palmas

Die Kombination eines kraftvollen Pendelrudersystems mit einem hauptruderunabhängigen Hilfsruder vereint die Vorteile beider Systemarten und bringt die besten Steuerergebnisse überhaupt. Das Hauptruder wird zum Feintrimm verwendet und festgesetzt, sodass die Doppelruderanlage lediglich die Kurskorrekturen vornehmen muss, unbelastet von jeglichem Luvdruck. Doppelrudersysteme können wirkungsvoll arbeiten, solange die Größe des Hilfsruderblattes proportional zur Größe des Hauptruderblattes innerhalb der Verhältniszahl von ca. 1:3 liegt. Die Montage sollte ausschließlich mittig erfolgen, da bei Seitenmontage der Wirkungsgrad des Servosystems unterschiedlich wird, weil ein Ruder in der Luft – auf dem hohen Bug – naturgemäß nur geringere Wirkung erzielen kann. Ebenfalls wichtig und kritisch ist eine zu geringe Distanz zum Hauptruder, weil in einer turbulenten Zone hinter dem Hauptruder ein Hilfsruder naturgemäß weniger gut steuern kann.

Doppelrudersysteme können als Notruder verwendet werden.

SV Jonathan a Koopmans 44 in Antartica

Die Bootstypen

Die Wahl eines Schiffes ist für Segler oft genug eine Glaubensfrage. Sie wird beeinflusst von subjektiven Empfindungen und Gefühlen, die recht häufig mit praktischen Überlegungen wenig übereinstimmen. Denkfehler an dieser Stelle offenbaren sich oft erst später oder unter besonderen Umständen, z. B. bei Schwerwetter.

Die Vorstellung der wichtigen Bootstypen erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Merkmale der Eignung für ein Windsteuersystem.

Langkieler

Schiffe mit langem Kiel besitzen eine gute Kursstabilität, enorme Seetüchtigkeit und konstruktiv bedingt ein stabiles Rückgrat. Das Ruder ist achtern am Kiel angehängt. Die S-Spant-Bauweise in Verbindung mit V-förmigem Spantverlauf im gesamten Vorschiffbereich garantiert überaus weiches Einsetzen in die See und damit ein bequemes, ruhiges Schiff. Die kühnen Rettungsfahrten des legendären Norwegers Colin Archer, der mit seinem unmotorisierten Spitzgatt-Kutter selbst bei orkanartigen Windstärken im Nordatlantik in Seenot geratenen Fischern zu Hilfe gekommen ist, leben heute noch fort in den Köpfen der rund um den Globus treuen Fan-Gemeinde. Unzählige Schiffsneubauten sind durch diesen Mann befruchtet und stehen synonym für nahezu uneingeschränkte Seetüchtigkeit. Das Zeichen CA ist Seglern aller Nationalitäten ein fester Begriff.

SV Lucipara a Buchanan 47

Auch Bernard Moitessier hat sich für diesen Konstruktionstyp entschieden. Mit seiner Joshua machte er jene legendäre Regatta rund um die Welt, La Longue Route (LLR), bei der er den Sieg verschenkte, um geradewegs Kurs auf die Südsee zu nehmen. Dieser Schiffstyp wird heute unter der Bezeichnung Joshua fast unverändert gebaut.

In Bezug auf unser Thema bedeutet ein Langkieler: Das Schiff segelt mit guter Kursstetigkeit geradeaus; läuft es aus dem Ruder, ist die notwendige Steuerkraft groß, um wieder auf Sollkurs zu kommen, da das Hauptruder nicht balanciert ist. Windsteuersysteme sollten schon servounterstützt arbeiten, Autopiloten nicht zu schwach dimensioniert sein. Das Handling derartiger Schiffe bei Hafenmanövern verlangt starke Nerven und kühlen Kopf vom Skipper – oder einfach ein paar dicke Fender!

Ob die Seetüchtigkeit...

Erscheint lt. Verlag 26.4.2021
Mitarbeit Sonstige Mitarbeit: Erik Kinting
Verlagsort Ahrensburg
Sprache deutsch
Themenwelt Sachbuch/Ratgeber Beruf / Finanzen / Recht / Wirtschaft Wirtschaft
Reisen Reiseführer
Technik
Wirtschaft
Schlagworte Segelboot • Segeln • Segler • Selbststeuerung • Windsteueranlage • Windsteuerung
ISBN-10 3-347-31089-6 / 3347310896
ISBN-13 978-3-347-31089-6 / 9783347310896
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