Control and Ownership of Digital Assets
A Comparative Law Survey
Seiten
2025
Mohr Siebeck (Verlag)
978-3-16-200134-4 (ISBN)
Mohr Siebeck (Verlag)
978-3-16-200134-4 (ISBN)
Der Aufstieg der Blockchain-Technolgie hat die tradierte Verbindung zwischen Vermögensobjekten und an ihnen bestehendem Eigentum durchbrochen. Dieser Sammelband zeigt, wie 11 nationale Rechtsordnungen (u.a. USA, UK, Schweiz, Frankreich, Deutschland), die EU und UNIDROIT mit dieser Herausforderung umgehen.
Die Beiträgerinnen und Beiträger aus Wissenschaft und Praxis untersuchen, wie unterschiedliche Rechtssysteme die Fragen nach der Kontrolle und des Eigentums an digitalen Vermögenswerten angehen. Der rechtsvergleichende Ansatz offenbart nicht nur dogmatische Unterschiede, sondern auch gemeinsame Anliegen: die Gewährleistung rechtlicher Sicherheit, die Effizienz der Märkte und die Anpassung traditioneller Rechtskategorien an neue Technologien. Die einzelnen Beiträge decken eine Vielzahl von Rechtsordnungen ab. Die Beiträge aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Australien zeigen, wie Zivilrechtssysteme mit den Grenzen klassischer Lehren zur Körperlichkeit von Sachen umgehen. Das Kapitel zu den Vereinigten Staaten analysiert die Einführung von Artikel 12 in den Uniform Commercial Code, der den Begriff der „controllable electronic records" (kontrollierbaren elektronischen Aufzeichnungen) eingeführt hat. Die Kapitel zum Vereinigten Königreich und zu Brasilien verdeutlichen, wie Common-Law- und hybride Systeme flexible Rechtsgrundsätze auf neuartige technische Strukturen anwenden. Die Beiträge zu Hongkong und Singapur zeigen, wie asiatische Common-Law-Rechtsordnungen pragmatische richterliche Argumentation mit zunehmend detaillierter regulatorischer Aufsicht verbinden. Das Kapitel zu Mexiko hebt hervor, wie wegweisende gesetzliche Definitionen - etwa im Fintech-Gesetz von 2018 - zwar innovativ, aber zugleich zu eng gefasst waren und dadurch Lücken in der privatrechtlichen Einordnung von Vermögenswerten hinterließen. Das Kapitel zu Taiwan untersucht die gerichtliche Einordnung virtueller Vermögenswerte als „bewegliche Sachen" und plädiert zugleich für eine Weiterentwicklung hin zu einem registerbasierten System öffentlicher Bekanntmachung. Abschließend ordnet das Kapitel zu den UNIDROIT Principles on Digital Assets and Private Law (DAPL) diese nationalen Ansätze in den Kontext eines entstehenden internationalen Soft Law ein, in dem das Konzept der „Kontrolle" als funktionales Pendant zum Besitz verstanden wird. Insgesamt zeigen die Beiträge eine Annäherung darin, dass digitale Vermögenswerte grundsätzlich als Gegenstand von Eigentumsrechten behandelt werden müssen, zugleich aber auch eine Vielfalt in den dogmatischen und institutionellen Wegen, auf denen diese Anerkennung erreicht wird. This volume brings together leading scholars and practitioners to examine how diverse legal systems - both common law and civil law, national and international - approach the questions of control and ownership of digital assets. The comparative inquiry reveals not only doctrinal differences, but also shared concerns over legal certainty, market efficiency, and the adaptation of traditional legal categories to new technologies. The chapters traverse a wide range of jurisdictions. Contributions from Germany, France, Switzerland, and Australia illustrate how civil law systems grapple with the limitations of traditional doctrines of tangibility. The United States chapter analyzes the introduction of Article 12 to the Uniform Commercial Code, with its creation of "controllable electronic records". The United Kingdom and Brazil chapters demonstrate how common law and hybrid systems have sought to adapt flexible doctrines to novel technical architectures. The Hong Kong and Singapore chapters show how Asian common law jurisdictions combine pragmatic judicial reasoning with increasingly granular regulatory oversight. The Mexico chapter highlights how pioneering statutory definitions-such as those in the 2018 Fintech Act-proved both innovative and unduly narrow, creating gaps in the classification of assets under private law. The Taiwan chapter examines the courts' characterization of virtual assets as "movable things," while suggesting a shift toward a ledger-based model of public notice. Finally, the chapter on UNIDROIT's Digital Assets and Private Law Principles (DAPL) situates these national approaches within an emerging body of international soft law, where the concept of "control" serves as a functional analogue to possession. Taken together, these contributions illustrate convergence in recognizing that digital assets must be capable of being treated as objects of property rights, while also exposing divergence in the doctrinal and institutional means by which that recognition is achieved.
Die Beiträgerinnen und Beiträger aus Wissenschaft und Praxis untersuchen, wie unterschiedliche Rechtssysteme die Fragen nach der Kontrolle und des Eigentums an digitalen Vermögenswerten angehen. Der rechtsvergleichende Ansatz offenbart nicht nur dogmatische Unterschiede, sondern auch gemeinsame Anliegen: die Gewährleistung rechtlicher Sicherheit, die Effizienz der Märkte und die Anpassung traditioneller Rechtskategorien an neue Technologien. Die einzelnen Beiträge decken eine Vielzahl von Rechtsordnungen ab. Die Beiträge aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Australien zeigen, wie Zivilrechtssysteme mit den Grenzen klassischer Lehren zur Körperlichkeit von Sachen umgehen. Das Kapitel zu den Vereinigten Staaten analysiert die Einführung von Artikel 12 in den Uniform Commercial Code, der den Begriff der „controllable electronic records" (kontrollierbaren elektronischen Aufzeichnungen) eingeführt hat. Die Kapitel zum Vereinigten Königreich und zu Brasilien verdeutlichen, wie Common-Law- und hybride Systeme flexible Rechtsgrundsätze auf neuartige technische Strukturen anwenden. Die Beiträge zu Hongkong und Singapur zeigen, wie asiatische Common-Law-Rechtsordnungen pragmatische richterliche Argumentation mit zunehmend detaillierter regulatorischer Aufsicht verbinden. Das Kapitel zu Mexiko hebt hervor, wie wegweisende gesetzliche Definitionen - etwa im Fintech-Gesetz von 2018 - zwar innovativ, aber zugleich zu eng gefasst waren und dadurch Lücken in der privatrechtlichen Einordnung von Vermögenswerten hinterließen. Das Kapitel zu Taiwan untersucht die gerichtliche Einordnung virtueller Vermögenswerte als „bewegliche Sachen" und plädiert zugleich für eine Weiterentwicklung hin zu einem registerbasierten System öffentlicher Bekanntmachung. Abschließend ordnet das Kapitel zu den UNIDROIT Principles on Digital Assets and Private Law (DAPL) diese nationalen Ansätze in den Kontext eines entstehenden internationalen Soft Law ein, in dem das Konzept der „Kontrolle" als funktionales Pendant zum Besitz verstanden wird. Insgesamt zeigen die Beiträge eine Annäherung darin, dass digitale Vermögenswerte grundsätzlich als Gegenstand von Eigentumsrechten behandelt werden müssen, zugleich aber auch eine Vielfalt in den dogmatischen und institutionellen Wegen, auf denen diese Anerkennung erreicht wird. This volume brings together leading scholars and practitioners to examine how diverse legal systems - both common law and civil law, national and international - approach the questions of control and ownership of digital assets. The comparative inquiry reveals not only doctrinal differences, but also shared concerns over legal certainty, market efficiency, and the adaptation of traditional legal categories to new technologies. The chapters traverse a wide range of jurisdictions. Contributions from Germany, France, Switzerland, and Australia illustrate how civil law systems grapple with the limitations of traditional doctrines of tangibility. The United States chapter analyzes the introduction of Article 12 to the Uniform Commercial Code, with its creation of "controllable electronic records". The United Kingdom and Brazil chapters demonstrate how common law and hybrid systems have sought to adapt flexible doctrines to novel technical architectures. The Hong Kong and Singapore chapters show how Asian common law jurisdictions combine pragmatic judicial reasoning with increasingly granular regulatory oversight. The Mexico chapter highlights how pioneering statutory definitions-such as those in the 2018 Fintech Act-proved both innovative and unduly narrow, creating gaps in the classification of assets under private law. The Taiwan chapter examines the courts' characterization of virtual assets as "movable things," while suggesting a shift toward a ledger-based model of public notice. Finally, the chapter on UNIDROIT's Digital Assets and Private Law Principles (DAPL) situates these national approaches within an emerging body of international soft law, where the concept of "control" serves as a functional analogue to possession. Taken together, these contributions illustrate convergence in recognizing that digital assets must be capable of being treated as objects of property rights, while also exposing divergence in the doctrinal and institutional means by which that recognition is achieved.
is a Visiting Scholar at Georgetown University Law Center, Senior Lecturing Fellow at Duke Law School, Research Fellow at the Bank for International Settlements and CEO of Digital Self Labs.
is a Professor of Law at the University of Bern and President of the Swiss Takeover Commission.
is a Professor of Private Law, Business and Commercial Law, Banking Law, and Comparative Law, and is the Co-Director of the Institute for Law and Regulation of Digitalization (IRDi) at Marburg University's Faculty of Law.
| Erscheinungsdatum | 11.12.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Schriften zum Recht der Digitalisierung |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | englisch |
| Maße | 155 x 232 mm |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Privatrecht / Bürgerliches Recht |
| Recht / Steuern ► Wirtschaftsrecht | |
| Schlagworte | Blockchain • Civil Law • Common Law • comparative law • Control • digital assets • digital property • Distributed Ledger • electronic records • Fintech Regulation • Legal certainty • legal ownership • Multi-signature • Possession • private law • property rights • Smart Contracts • Tokenization • UCC Article 12 • UNIDROIT |
| ISBN-10 | 3-16-200134-X / 316200134X |
| ISBN-13 | 978-3-16-200134-4 / 9783162001344 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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