Verfassungs- versus Fachgerichtsbarkeit im europäischen Gerichtsverbund
Ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland und Frankreich
Seiten
2026
Mohr Siebeck (Verlag)
978-3-16-200180-1 (ISBN)
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- Noch nicht erschienen (ca. Februar 2026)
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In Deutschland und Frankreich eröffneten das Unionsrecht und teilweise auch die EMRK den Fachgerichten die Möglichkeit, von den zuvor unangefochtenen Positionen der Verfassungsgerichte abzuweichen. Diese versuchen nun, „ihren" Einfluss abzusichern - mit weitreichenden Folgen für ihr Verhältnis zur Fachgerichtsbarkeit.
Im europäischen Gerichtsverbund bemühen sich sowohl das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) als auch der Conseil constitutionnel (CC) darum, den - aus ihrer Sicht - berechtigten Einfluss zu sichern. Dieses Streben richtet sich nicht nur nach außen gegenüber den europäischen Gerichten, sondern auch nach innen gegenüber der Fachgerichtsbarkeit. Dabei sehen sich die Verfassungsgerichte einer Fachgerichtsbarkeit gegenüber, die durch das Unionsrecht und im französischen Kontext zusätzlich durch die EMRK dazu angeregt wird, von den Positionen der zuvor unangefochtenen „Hüter der Verfassung" abzuweichen. Dieser Widerstand gründet sich auf inter- bzw. supranationaler Ebene und entzieht sich damit der verfassungsgerichtlichen Kontrolle im Rahmen der herkömmlichen Kompetenzverteilung. Daniel Krotov untersucht, mit welchen prozessualen Mitteln BVerfG und CC in unions- und konventionsrechtlich beeinflussten Bereichen ihre Stellung gegenüber der Fachgerichtsbarkeit zu behaupten suchen und zeigt die Konsequenzen dieser Strategien für das Verhältnis zur Fachgerichtsbarkeit auf. Daniel Krotov examines the procedural means by which the Federal Constitutional Court and Conseil constitutionnel seek to assert their position vis-à-vis specialized courts in areas influenced by European human rights and EU law, and highlights the consequences of these strategies for the relationship with them.
Im europäischen Gerichtsverbund bemühen sich sowohl das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) als auch der Conseil constitutionnel (CC) darum, den - aus ihrer Sicht - berechtigten Einfluss zu sichern. Dieses Streben richtet sich nicht nur nach außen gegenüber den europäischen Gerichten, sondern auch nach innen gegenüber der Fachgerichtsbarkeit. Dabei sehen sich die Verfassungsgerichte einer Fachgerichtsbarkeit gegenüber, die durch das Unionsrecht und im französischen Kontext zusätzlich durch die EMRK dazu angeregt wird, von den Positionen der zuvor unangefochtenen „Hüter der Verfassung" abzuweichen. Dieser Widerstand gründet sich auf inter- bzw. supranationaler Ebene und entzieht sich damit der verfassungsgerichtlichen Kontrolle im Rahmen der herkömmlichen Kompetenzverteilung. Daniel Krotov untersucht, mit welchen prozessualen Mitteln BVerfG und CC in unions- und konventionsrechtlich beeinflussten Bereichen ihre Stellung gegenüber der Fachgerichtsbarkeit zu behaupten suchen und zeigt die Konsequenzen dieser Strategien für das Verhältnis zur Fachgerichtsbarkeit auf. Daniel Krotov examines the procedural means by which the Federal Constitutional Court and Conseil constitutionnel seek to assert their position vis-à-vis specialized courts in areas influenced by European human rights and EU law, and highlights the consequences of these strategies for the relationship with them.
Born 1997; studied law at the University of Cologne and the Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne (Master 1 and LL.B. in 2018, First Legal Examination in 2020); research assistant at the Academy for European Human Rights Protection at the University of Cologne; doctorate in 2025; legal traineeship (Referendariat) at the Higher Regional Court of Berlin (Kammergericht).
| Erscheint lt. Verlag | 28.2.2026 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Verfassungsentwicklung in Europa |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 232 mm |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht | |
| Recht / Steuern ► Öffentliches Recht ► Verfassungsrecht | |
| Schlagworte | Bundesverfassungsgericht • Conseil constitutionnel • Deutschland • EMRK • Europäische Integration • Europäischer Gerichtsverbund • Fachgerichtsbarkeit • Frankreich • Grundrechtsschutz • Justizkooperation • Kompetenzverteilung • Rechtsvergleich • Supranationales Recht • Unionsrecht • Verfassungsgerichtsbarkeit • Verfassungsprozessrecht |
| ISBN-10 | 3-16-200180-3 / 3162001803 |
| ISBN-13 | 978-3-16-200180-1 / 9783162001801 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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