Zugang zu effektivem (Menschen-)Rechtsschutz im internationalen Geschäftsverkehr
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-19566-4 (ISBN)
Geschäftsaktivitäten multinationaler Unternehmen werden häufig mit grundlegenden (Menschen-)Rechtsverletzungen im Globalen Süden in Verbindung gebracht. Die Arbeit beleuchtet dieses in Politik und Wissenschaft seit Längerem diskutierte Problem aus verfahrensrechtlicher Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, wie Betroffenen Zugang zu effektivem Rechtsschutz gewährt werden kann. Ausgangspunkt ist der dritte Stützpunkt der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, wonach Betroffenen grundsätzlich drei Wege zum Rechtsschutz offenstehen: staatliche Gerichtsverfahren, staatliche außergerichtliche und nicht-staatliche Rechtsschutzmechanismen. Analysiert werden die Hürden, denen Betroffene in staatlichen Verfahren gegenüberstehen, sowie das Potenzial von Schiedsverfahren nach den »Hague Rules on Business and Human Rights Arbitration« als nicht-staatliche Alternative. Dabei werden die materiell- und kollisionsrechtlichen Rahmenbedingungen für beide Verfahrensarten berücksichtigt. »Access to Effective Remedy for (Human) Rights Violations in Global Supply Chains: Can Arbitration Overcome Existing Barriers to Justice?«: Multinational corporations are frequently accused of (human) rights violations in the Global South. How can affected individuals gain more effective access to remedy? This work examines the issue from a procedural perspective, focusing on both State-based and non-State-based mechanisms – particularly arbitration under the »Hague Rules on Business and Human Rights Arbitration«.
1. Einleitung und Grundlagen
Das Problem des (in)effektiven Menschenrechtsschutzes im internationalen Geschäftsverkehr – Erläuterung wichtiger Grundbegriffe – Die Konstellationen von Menschenrechtsverletzungen im internationalen Geschäftsverkehr – Ausgangspunkt der Untersuchung: Stützpunkt 3 der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
2. Materiellrechtliche Grundlagen
Völkerrechtliche Schutzstandards und Haftungsgrundlagen – Unternehmerische Selbstregulierung im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte – Nationale Schutzstandards und Haftungsgrundlagen – Fazit zu den materiellrechtlichen Schutzstandards und Haftungsgrundlagen in Rechtsschutzverfahren gegen multinationale Unternehmen
3. Kollisionsrechtliche Fragen und Probleme
Das anwendbare Recht in deutschen Gerichtsverfahren – Das anwendbare Recht in Schiedsverfahren – Ergebnis: Schiedsgerichte sind bei der Ermittlung des anwendbaren Sachrechts flexibler als staatliche Gerichte
4. Staatliche Rechtsschutzmechanismen und damit verbundene Rechtsschutzhürden
Rechtsschutzhürden in staatlichen Zivilgerichtsverfahren – Rechtsschutzhürden in staatlichen außergerichtlichen Verfahren – Fazit zu staatlichen Rechtsschutzmechanismen
5. Nicht-staatlicher Rechtsschutz in Form von Schiedsverfahren als mögliche Antwort auf staatliche Rechtsschutzhürden
Grundlagen zu nicht-staatlichen Rechtsschutzmechanismen – Schiedsverfahren unter den »Hague Rules on Business and Human Rights Arbitration« – Fazit zum Rechtsschutzpotenzial von Schiedsverfahren als nicht-staatlichem Rechtsschutzmechanismus
6. Ergebnisse
| Erscheinungsdatum | 12.10.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Beiträge zum internationalen Handels- und Wirtschaftsrecht ; 8 |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 157 x 233 mm |
| Gewicht | 775 g |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht |
| Recht / Steuern ► Wirtschaftsrecht | |
| Schlagworte | Bangladesh accord • Business and human rights (BHR) • CSDDD • Hague Rules on Business and Human Rights Arbitration • LKSG • NKS-Beschwerdeverfahren • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen • PCA • Rechtsschutzhürden • UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte |
| ISBN-10 | 3-428-19566-3 / 3428195663 |
| ISBN-13 | 978-3-428-19566-4 / 9783428195664 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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