Die Dogmatik der "Berücksichtigung" im Internationalen Deliktsrecht
Zu Art. 17 Rom II-VO
2020
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-159656-8 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-159656-8 (ISBN)
Die "Berücksichtigung" von Verhaltensregeln im internationalen Deliktsrecht ist ein langjährig und kontrovers diskutiertes Rechtsphänomen. Yannick Diehl zeichnet die historische Entwicklung nach und entwirft ein umfassendes Konzept zur rechtlichen Einordnung dieser Rechtsfigur vor dem Hintergrund des Art. 17 Rom II-VO.
Im internationalen Deliktsrecht kommt es immer wieder zu Friktionen, wenn das anwendbare Recht nicht dem Recht des Ortes der schädigenden Handlung entspricht. Der maßgebliche haftungsbegründende Verhaltensmaßstab ist für den Schädiger, der sich im Regelfall am Recht des Handlungsortes orientiert, in solchen Konstellationen nur schwer vorherzusehen. Der europäische Verordnungsgeber hat daher mit Art. 17 Rom-II-VO eine Norm geschaffen, die die "Berücksichtigung" von Sicherheits- und Verhaltensregeln des Handlungsortes unabhängig vom anwendbaren Recht allgemein anordnet. Diese "Berücksichtigung" statutsfremder Regeln ist ein Fremdkörper im hergebrachten Methodengefüge des kontinentalen IPR. Vor diesem Hintergrund untersucht Yannick Diehl Möglichkeiten zur Entwicklung einer tragfähigen dogmatischen Untermauerung der bisher zu großen Teilen diffus gebliebenen Rechtsfigur. The account taken of the rules of safety and conduct in international tort law is an on-going and hot topic of debate. Yannick Diehl traces the historical development of this legal phenomenon to come up with a comprehensive concept for its categorisation against the backdrop of Art. 17 of the Rome II Regulation.
Im internationalen Deliktsrecht kommt es immer wieder zu Friktionen, wenn das anwendbare Recht nicht dem Recht des Ortes der schädigenden Handlung entspricht. Der maßgebliche haftungsbegründende Verhaltensmaßstab ist für den Schädiger, der sich im Regelfall am Recht des Handlungsortes orientiert, in solchen Konstellationen nur schwer vorherzusehen. Der europäische Verordnungsgeber hat daher mit Art. 17 Rom-II-VO eine Norm geschaffen, die die "Berücksichtigung" von Sicherheits- und Verhaltensregeln des Handlungsortes unabhängig vom anwendbaren Recht allgemein anordnet. Diese "Berücksichtigung" statutsfremder Regeln ist ein Fremdkörper im hergebrachten Methodengefüge des kontinentalen IPR. Vor diesem Hintergrund untersucht Yannick Diehl Möglichkeiten zur Entwicklung einer tragfähigen dogmatischen Untermauerung der bisher zu großen Teilen diffus gebliebenen Rechtsfigur. The account taken of the rules of safety and conduct in international tort law is an on-going and hot topic of debate. Yannick Diehl traces the historical development of this legal phenomenon to come up with a comprehensive concept for its categorisation against the backdrop of Art. 17 of the Rome II Regulation.
Geboren 1989; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Potsdam; Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Europäisches Privatrecht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Potsdam; seit 2018 Rechtsreferendar im Bezirk des Brandenburgischen Oberlandesgerichts; 2019 Promotion.
| Erscheint lt. Verlag | 5.8.2020 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht | |
| Schlagworte | Datumtheorie • Deliktsstatut • zwei-stufen-theorie |
| ISBN-10 | 3-16-159656-0 / 3161596560 |
| ISBN-13 | 978-3-16-159656-8 / 9783161596568 |
| Zustand | Neuware |
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