Die Industriepolitik der Europäischen Union
Analyse ihres Verhältnisses zur europäischen Wettbewerbspolitik anhand der Regelung des Art.173 Abs.3 Uabs.2 AEUV
2021
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160588-8 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160588-8 (ISBN)
Wenn Unternehmen in wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten geraten und damit Arbeitsplätze gefährdet werden, wird schnell der Ruf nach einem Einspringen des Staates laut. Auch von Seiten der Europäischen Union ist seit der Wirtschafts- und Finanzkrise ein verstärkter Fokus auf Industrie und Industriepolitik zu beobachten. Dies wirft die Frage auf, ob insoweit ein Widerspruch zum Wettbewerbskonzept der Union besteht und wie dieser gegebenenfalls aufzulösen ist.
Seit der Finanzkrise ist ein verstärkter Fokus der Union auf Industrie und Industriepolitik zu beobachten, woraus sich ein Widerspruch zu ihrem Wettbewerbskonzept ergibt. Svenja Solka analysiert die Vorgabe des Art. 173 Abs. 3 Uabs. 2 AEUV, wonach keine Grundlage für industriepolitische Maßnahmen besteht, die zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnten, und arbeitet die europäische Industriepolitik unter Einbeziehung der aktuell im Fokus stehenden Bereiche Biotechnologie und Automobilindustrie auf. Durch Gegenüberstellung ökonomischer Wettbewerbstheorien/-leitbilder mit den Wettbewerbsregeln der Union wird ihr Wettbewerbskonzept ermittelt. Für die Auflösung des Spannungsverhältnisses zur Industriepolitik gibt es zahlreiche Lösungsvorschläge. Im Gegensatz dazu zeigt die Autorin, dass eine Auflösung des Widerspruchs nicht möglich ist. Im Rahmen einer korrigierenden Auslegung des Art. 173 Abs. 3 Uabs. 2 AEUV zu benennen sind vielmehr die industriepolitischen Maßnahmen, die trotz ihres Konflikts zum Wettbewerbsverständnis der Union zu billigen sind. "Industry is at the heart of Europe and indispensable for finding solutions to the challenges of our society, today and in the future." - This statement of former Commissioner for Enterprise and Industry Antonio Tajani illustrates the European Union´s stronger focus on industry and industrial policy observable since the economic and financial crisis. After identifying the Union´s competition concept, it is examined if and how its tension towards industrial policy can be resolved.
Seit der Finanzkrise ist ein verstärkter Fokus der Union auf Industrie und Industriepolitik zu beobachten, woraus sich ein Widerspruch zu ihrem Wettbewerbskonzept ergibt. Svenja Solka analysiert die Vorgabe des Art. 173 Abs. 3 Uabs. 2 AEUV, wonach keine Grundlage für industriepolitische Maßnahmen besteht, die zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnten, und arbeitet die europäische Industriepolitik unter Einbeziehung der aktuell im Fokus stehenden Bereiche Biotechnologie und Automobilindustrie auf. Durch Gegenüberstellung ökonomischer Wettbewerbstheorien/-leitbilder mit den Wettbewerbsregeln der Union wird ihr Wettbewerbskonzept ermittelt. Für die Auflösung des Spannungsverhältnisses zur Industriepolitik gibt es zahlreiche Lösungsvorschläge. Im Gegensatz dazu zeigt die Autorin, dass eine Auflösung des Widerspruchs nicht möglich ist. Im Rahmen einer korrigierenden Auslegung des Art. 173 Abs. 3 Uabs. 2 AEUV zu benennen sind vielmehr die industriepolitischen Maßnahmen, die trotz ihres Konflikts zum Wettbewerbsverständnis der Union zu billigen sind. "Industry is at the heart of Europe and indispensable for finding solutions to the challenges of our society, today and in the future." - This statement of former Commissioner for Enterprise and Industry Antonio Tajani illustrates the European Union´s stronger focus on industry and industrial policy observable since the economic and financial crisis. After identifying the Union´s competition concept, it is examined if and how its tension towards industrial policy can be resolved.
Geboren 1982; Studium der Rechtswissenschaft in Hannover und Turku/Finnland; Ergänzungsstudium der Europäischen Rechtspraxis (MLE); Referendariat im Bezirk des OLG Celle in Niedersachsen mit Wahlstation im Büro des Representative of German Industry and Trade (RGIT) in Washington, D.C., USA; wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Erfurt; 2014 Promotion; seit 2014 Rechtsanwältin in Stuttgart.
| Erscheint lt. Verlag | 10.11.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Neue Staatswissenschaften |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht |
| Schlagworte | Automobilindustrie • Biotechnologie • Wettbewerbstheorien |
| ISBN-10 | 3-16-160588-8 / 3161605888 |
| ISBN-13 | 978-3-16-160588-8 / 9783161605888 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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