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Der Gerichtshof der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) als Verfassungsgericht - Kangnikoé Bado

Der Gerichtshof der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) als Verfassungsgericht

Zu den Verpflichtungen der Staaten aus den Urteilen des ECOWAS-Gerichtshofs

Kangnikoé Bado (Autor)

Online Resource
2017
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-154695-2 (ISBN)
CHF 129,95 inkl. MwSt
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Der Gerichtshof der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) ist befugt, menschenrechtswidrige Urteile innerstaatlicher Gerichte zu überprüfen. Bürgerinnen und Bürger der ECOWAS-Mitgliedstaaten können den Gerichtshof anrufen und genießen dadurch Individualrechtsschutz, auch wenn nach den innerstaatlichen Rechtsordnungen mancher Mitgliedstaaten Individualbeschwerden vor den Verfassungsgerichten unzulässig sind. Kangnikoé Bado setzt sich mit den hieraus resultierenden Konflikten zwischen regionaler und nationaler Ebene auseinander.
Der Gerichtshof der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), der ursprünglich zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten wirtschaftlicher Natur errichtet wurde, ist seit 2005 auch für Verstöße gegen Menschenrechte zuständig. Noch vor dem Afrikanischen Menschenrechtsgerichtshof, der seine Tätigkeit 2006 aufnahm, war er damit als gerichtliche Instanz für die effektive Durchsetzung der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker zuständig - und dies sogar ohne vorherige Erschöpfung des Rechtswegs. Dieser Menschenrechtsauftrag führte zu einem Zuständigkeitskonflikt zwischen dem ECOWAS-Gerichtshof auf der einen und den Verfassungsgerichten der Mitgliedstaaten auf der anderen Seite. Wie lässt sich der Konflikt lösen? Wie kann die Supranationalität des ECOWAS-Gerichtshofs völkerrechtlich eingeordnet werden? Wie sollte das Verhältnis zwischen dem Gerichtshof und den mitgliedstaatlichen Verfassungsgerichten ausgestaltet werden? Kangnikoé Bado untersucht diese Fragen und schlägt Lösungen zur Behebung des Spannungsverhältnisses zwischen den Gerichten beider Ebenen vor. Although originally established to address matters of regional integration only, the Court of the Economic Community of West African States has been tasked to rule on human rights violations since 2005. This has led to jurisdictional conflicts between national (constitutional) courts of ECOWAS member states and the court itself. The author analyses the relationship between the national and regional level, and develops proposals on how to overcome such legal variances.

Geboren 1981; Studium der Rechtswissenschaft an der Université de Lomé (Togo) und an der Université de Ouagadougou (Burkina Faso); Stipendiat des Lehrstuhls UNESCO für den Studiengang DEA (Diplome D´Ãtudes Approfondies) an der Universität d´Abomey-Calavi (Benin); Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung; 2012 LL.M. an der Universität Heidelberg; Wissenschaftlicher-Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität GieÃen; 2015 Promotion; seit 2016 Wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München.

Erscheint lt. Verlag 18.4.2017
Reihe/Serie Jus Internationale et Europaeum
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Themenwelt Recht / Steuern Allgemeines / Lexika
Recht / Steuern EU / Internationales Recht
Schlagworte Afrikanische Charta der Rechte der Menschen und Völker • Menschenrechte • Regionalorganisation • Supranationalität
ISBN-10 3-16-154695-4 / 3161546954
ISBN-13 978-3-16-154695-2 / 9783161546952
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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