Gefahrtragung und Überwindungspflicht
Ein Beitrag zum dogmatischen Zusammenspiel von Leistungspflicht, Gefahrtragung und geschuldeten Anstrengungen
2024
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-164091-9 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-164091-9 (ISBN)
Ausgehend vom gemeinen Recht des 19. Jahrhunderts untersucht Marc Häuser die dogmatischen Grundlagen der Pflicht des Schuldners zur Überwindung zufälliger Leistungshindernisse im BGB sowie den Einfluss der Gefahrtragungswertungen auf Bestehen und Umfang dieser Pflicht.
Auch 20 Jahre nach der Schuldrechtsmodernisierung bestehen noch zahlreiche Unklarheiten in Bezug auf die genaue Dogmatik und wertungsmäßige Rechtfertigung der Pflicht des Schuldners zur Überwindung zufällig eingetretener Leistungshindernisse. Ausgehend vom gemeinen Recht des 19. Jahrhunderts untersucht Marc Häuser die dogmatischen Hintergründe dieser Pflicht und ihre Stellung im Gefahrtragungssystem des BGB. Dabei werden tradierte Begriffe wie die der Leistungs- und Gegenleistungsgefahr kritisch hinterfragt, der Einfluss der Gefahrtragungswertungen auf die Überwindungspflicht offengelegt und die genaue Rollenverteilung zwischen § 242 BGB und § 275 II BGB analysiert. Eine Kernthese ist hierbei, dass die Wertungsgrundlage für die Überwindungspflicht der Schutz des Synallagmas ist, den der Gesetzgeber lediglich von der Gegenleistungsebene auf die Leistungsebene vorverlagert hat. Starting from the ius commune of the nineteenth century, Marc Häuser examines the dogmatic foundations of the debtor's duty to overcome accidental impediments to performance in the German Civil Code (BGB) as well as the influence of the assumption of risk assessments on the existence and scope of this duty.
Auch 20 Jahre nach der Schuldrechtsmodernisierung bestehen noch zahlreiche Unklarheiten in Bezug auf die genaue Dogmatik und wertungsmäßige Rechtfertigung der Pflicht des Schuldners zur Überwindung zufällig eingetretener Leistungshindernisse. Ausgehend vom gemeinen Recht des 19. Jahrhunderts untersucht Marc Häuser die dogmatischen Hintergründe dieser Pflicht und ihre Stellung im Gefahrtragungssystem des BGB. Dabei werden tradierte Begriffe wie die der Leistungs- und Gegenleistungsgefahr kritisch hinterfragt, der Einfluss der Gefahrtragungswertungen auf die Überwindungspflicht offengelegt und die genaue Rollenverteilung zwischen § 242 BGB und § 275 II BGB analysiert. Eine Kernthese ist hierbei, dass die Wertungsgrundlage für die Überwindungspflicht der Schutz des Synallagmas ist, den der Gesetzgeber lediglich von der Gegenleistungsebene auf die Leistungsebene vorverlagert hat. Starting from the ius commune of the nineteenth century, Marc Häuser examines the dogmatic foundations of the debtor's duty to overcome accidental impediments to performance in the German Civil Code (BGB) as well as the influence of the assumption of risk assessments on the existence and scope of this duty.
Geboren 1989; Studium der Rechtswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität GieÃen und der University of Nottingham; 2014 Erstes juristisches Staatsexamen; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung der Justus-Liebig-Universität GieÃen; Rechtsreferendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main; 2023 Zweites juristisches Staatsexamen; 2024 Promotion.
| Erscheint lt. Verlag | 29.11.2024 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien zum Privatrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Privatrecht / Bürgerliches Recht |
| Schlagworte | § 275 BGB • Gemeines Recht • Unmöglichkeit |
| ISBN-10 | 3-16-164091-8 / 3161640918 |
| ISBN-13 | 978-3-16-164091-9 / 9783161640919 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich