Das Verhältnis von Eltern und Kindern in der chinesischen Familienrechtsgesetzgebung
Vom Qing-Kodex zum Zivilgesetzbuch der Republik China
2020
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-159497-7 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-159497-7 (ISBN)
Über mehrere Jahrtausende waren in China Kinder ihren Eltern auch rechtlich strikt untergeordnet. Ab den späten Qing gab es mehrere Versuche, das rechtliche Paradigma kindlicher Pietät zu reformieren. Simon Dewes untersucht diese Versuche sowie die schließlich durch das ZGB der Republik China erfolgte rechtliche Emanzipation der Kinder.
Über mehrere Jahrtausende war das Verhältnis von Eltern und Kindern in China durch eine strikte Unterordnung der Kinder geprägt. Abgesichert wurde die starke Stellung der Eltern durch verschiedene Faktoren: wirtschaftliche, religiöse, ideologische, aber nicht zuletzt auch rechtliche. Durch diverse Reformvorhaben zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet dieser Pfeiler chinesischer Kultur jedoch noch in der Endphase der Qing-Dynastie ins Wanken und wurde in der Republik China schließlich mit Erlass des neuen Zivilgesetzbuchs (1929-1931) durch ein Rechtsregime abgelöst, das von weitgehender Emanzipation der Kinder von ihren Eltern geprägt war. Simon Dewes zeichnet die Abwendung von dem tradierten Eltern-Kind-Verhältnis des Qing-Kodex, die über mehrere Familienrechtsentwürfe andauernde Suche nach neuem Recht sowie die Lösung des Zivilgesetzbuchs mitsamt ihren Beweggründen an den Quellen nach. Children in Imperial China were both strictly subordinated and legally bound to their parents. Beginning in the late Qing dynasty, several attempts were made to reform the legal paradigm of filial piety. Simon Dewes analyses the steps that were taken and investigates how children were finally legally emancipated by the Republic of China's Civil Code.
Über mehrere Jahrtausende war das Verhältnis von Eltern und Kindern in China durch eine strikte Unterordnung der Kinder geprägt. Abgesichert wurde die starke Stellung der Eltern durch verschiedene Faktoren: wirtschaftliche, religiöse, ideologische, aber nicht zuletzt auch rechtliche. Durch diverse Reformvorhaben zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet dieser Pfeiler chinesischer Kultur jedoch noch in der Endphase der Qing-Dynastie ins Wanken und wurde in der Republik China schließlich mit Erlass des neuen Zivilgesetzbuchs (1929-1931) durch ein Rechtsregime abgelöst, das von weitgehender Emanzipation der Kinder von ihren Eltern geprägt war. Simon Dewes zeichnet die Abwendung von dem tradierten Eltern-Kind-Verhältnis des Qing-Kodex, die über mehrere Familienrechtsentwürfe andauernde Suche nach neuem Recht sowie die Lösung des Zivilgesetzbuchs mitsamt ihren Beweggründen an den Quellen nach. Children in Imperial China were both strictly subordinated and legally bound to their parents. Beginning in the late Qing dynasty, several attempts were made to reform the legal paradigm of filial piety. Simon Dewes analyses the steps that were taken and investigates how children were finally legally emancipated by the Republic of China's Civil Code.
Geboren 1980; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Trier; 2006 Erstes Juristisches Staatsexamen; Referendariat am Kammergericht Berlin; 2009 Zweites Juristisches Staatsexamen; Studium der Geschichte und Philosophie an der Universität Trier und der Humboldt-Universität zu Berlin; 2010 Bachelor of Arts an der HU Berlin; mehrjährige Aufenthalte in Peking; Tätigkeit als Rechtsanwalt; seit 2018 Syndikusrechtsanwalt bei der Daimler AG.
| Erscheint lt. Verlag | 18.12.2020 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Schriften zum Ostasiatischen Privatrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht | |
| Schlagworte | Chinesische Rechtsgeschichte • Familienoberhaupt • kaiserzeitliches chinesisches Recht • Kindespietät • Kindschaftsrecht |
| ISBN-10 | 3-16-159497-5 / 3161594975 |
| ISBN-13 | 978-3-16-159497-7 / 9783161594977 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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