Der Mensch in der Wirklichkeit des Rechts
Zur normativen Erfassung des Individuums durch Kategorien und Gruppen
2022
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-161028-8 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-161028-8 (ISBN)
Wie nimmt das Recht den einzelnen Menschen wahr, wie macht es sich ein eigenes Bild von der "Wirklichkeit? Die Rechtsordnung kann sich identitätspolitischen Diskursen und ihren sprachlichen Emanationen nur schwer entziehen. Dies führt zu der Frage nach Leistungen und Begrenzungen juristischer Begriffsbildungen. Inwiefern das Recht den Menschen kategorial und gruppenbezogen erfasst, analysiert Judith Froese ausgehend von einer soziologisch inspirierten Theorie der Klassifikationen.
Welchen Anteil hat das Recht daran, wie Menschen sich selbst und andere wahrnehmen? Die Frage stellt sich, da herkömmliche Ordnungskategorien zunehmend an "Selbstverständlichkeit" einbüßen. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Geschlecht, das als Kategorie zunehmenden Dekonstruktionsbestrebungen ausgesetzt ist, zugleich aber in einer gruppenbezogenen Lesart eine Rekonstruktion erfährt. Von diesem Paradoxon aus widmet sich Judith Froese dem Kernproblem, dem Verhältnis von Recht und Wirklichkeit. Recht hat es mit der Ordnung der Wirklichkeit zu tun, wird aber nur in und durch Sprache wirksam. Daher kann sich die Rechtsordnung gegenwärtigen identitätspolitischen Diskursen und ihren sprachlichen Emanationen kaum entziehen. Dies führt zu der Frage nach Leistungen und Begrenzungen juristischer Begriffsbildungen im Allgemeinen und der Wahrnehmung des Menschen in der Welt des Normativen im Besonderen. Inwiefern das Recht den Menschen kategorial und gruppenbezogen erfasst, analysiert und problematisiert Judith Froese ausgehend von einer soziologisch inspirierten Theorie der Klassifikationen. How does law perceive the individual and form its own picture of "reality"? The legal system can hardly escape identity-political discourses and their linguistic emanations. This leads to the question of the achievements and limitations of legal conceptualizations. On the basis of a sociologically inspired theory of classifications, Judith Froese analyzes the extent to which law captures the human being categorically and in relation to groups.
Welchen Anteil hat das Recht daran, wie Menschen sich selbst und andere wahrnehmen? Die Frage stellt sich, da herkömmliche Ordnungskategorien zunehmend an "Selbstverständlichkeit" einbüßen. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Geschlecht, das als Kategorie zunehmenden Dekonstruktionsbestrebungen ausgesetzt ist, zugleich aber in einer gruppenbezogenen Lesart eine Rekonstruktion erfährt. Von diesem Paradoxon aus widmet sich Judith Froese dem Kernproblem, dem Verhältnis von Recht und Wirklichkeit. Recht hat es mit der Ordnung der Wirklichkeit zu tun, wird aber nur in und durch Sprache wirksam. Daher kann sich die Rechtsordnung gegenwärtigen identitätspolitischen Diskursen und ihren sprachlichen Emanationen kaum entziehen. Dies führt zu der Frage nach Leistungen und Begrenzungen juristischer Begriffsbildungen im Allgemeinen und der Wahrnehmung des Menschen in der Welt des Normativen im Besonderen. Inwiefern das Recht den Menschen kategorial und gruppenbezogen erfasst, analysiert und problematisiert Judith Froese ausgehend von einer soziologisch inspirierten Theorie der Klassifikationen. How does law perceive the individual and form its own picture of "reality"? The legal system can hardly escape identity-political discourses and their linguistic emanations. This leads to the question of the achievements and limitations of legal conceptualizations. On the basis of a sociologically inspired theory of classifications, Judith Froese analyzes the extent to which law captures the human being categorically and in relation to groups.
ist Professorin für Öffentliches Recht mit Nebengebieten an der Universität Konstanz.
| Erscheint lt. Verlag | 6.4.2022 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Jus Publicum |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► Öffentliches Recht | |
| Schlagworte | Diversität • Identität • Identitätspolitik • Konstruktivismus • Normalität |
| ISBN-10 | 3-16-161028-8 / 3161610288 |
| ISBN-13 | 978-3-16-161028-8 / 9783161610288 |
| Zustand | Neuware |
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