Das Prinzip der Gefahrengemeinschaft im Privatversicherungsrecht
2021
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160441-6 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160441-6 (ISBN)
Die Existenz einer rechtlich relevanten Gefahrengemeinschaft der Versicherungsnehmer ist seit jeher heftig umstritten. Gegen die vorherrschende individualistische Tendenz, der auch die VVG-Reform des Jahres 2008 folgt, führt Julia Caroline Scherpe den dogmatisch fundierten Nachweis des Prinzips der Gefahrengemeinschaft und entwickelt darauf basierende Leitlinien für das Privatversicherungsrecht.
Der Begriff der Gefahrengemeinschaft ist ein fester Bestandteil des versicherungswissenschaftlichen Schrifttums, dennoch fehlte bisher eine vertiefte dogmatische Auseinandersetzung mit diesem Phänomen. Vielmehr wird die Existenz einer Gefahrengemeinschaft weithin entweder kritiklos unterstellt oder aber kategorisch abgelehnt. Julia Caroline Scherpe belebt die Gefahrengemeinschaftsdiskussion neu und unterlegt sie nach verfassungsrechtlicher Herleitung erstmals mit einem dogmatischen Fundament. Das so herausgearbeitete Prinzip der Gefahrengemeinschaft im Privatversicherungsrecht wird auf seine Verwirklichung im geltenden Versicherungsvertragsrecht hin untersucht. Hierbei erfolgt eine Überprüfung verschiedener Bereiche mit praktischer Relevanz - Gleichbehandlung der Versicherungsnehmer (durch das Urteil des EuGH vom 1.3.2011 zu Unisex-Tarifen ganz aktuell betroffen), AGB-Kontrolle, "Abschaffung" des Alles-oder-Nichts-Prinzips im Wege der VVG-Reform 2008, die - soweit erforderlich - Reformvorschlägen zugeführt werden. The existence of a legally relevant risk-bearing community of insured persons has always been highly controversial. Contrary to the prevailing individualistic trend, also followed in the 2008 reform of the German Insurance Contract Act, Julia Caroline Scherpe provides dogmatically substantiated evidence of the principle of the risk-bearing community and based on this develops guidelines for private insurance law.
Der Begriff der Gefahrengemeinschaft ist ein fester Bestandteil des versicherungswissenschaftlichen Schrifttums, dennoch fehlte bisher eine vertiefte dogmatische Auseinandersetzung mit diesem Phänomen. Vielmehr wird die Existenz einer Gefahrengemeinschaft weithin entweder kritiklos unterstellt oder aber kategorisch abgelehnt. Julia Caroline Scherpe belebt die Gefahrengemeinschaftsdiskussion neu und unterlegt sie nach verfassungsrechtlicher Herleitung erstmals mit einem dogmatischen Fundament. Das so herausgearbeitete Prinzip der Gefahrengemeinschaft im Privatversicherungsrecht wird auf seine Verwirklichung im geltenden Versicherungsvertragsrecht hin untersucht. Hierbei erfolgt eine Überprüfung verschiedener Bereiche mit praktischer Relevanz - Gleichbehandlung der Versicherungsnehmer (durch das Urteil des EuGH vom 1.3.2011 zu Unisex-Tarifen ganz aktuell betroffen), AGB-Kontrolle, "Abschaffung" des Alles-oder-Nichts-Prinzips im Wege der VVG-Reform 2008, die - soweit erforderlich - Reformvorschlägen zugeführt werden. The existence of a legally relevant risk-bearing community of insured persons has always been highly controversial. Contrary to the prevailing individualistic trend, also followed in the 2008 reform of the German Insurance Contract Act, Julia Caroline Scherpe provides dogmatically substantiated evidence of the principle of the risk-bearing community and based on this develops guidelines for private insurance law.
| Erscheint lt. Verlag | 17.5.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Freiburger Rechtswissenschaftliche Abhandlungen |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Steuern / Steuerrecht |
| Recht / Steuern ► Wirtschaftsrecht ► Bank- und Kapitalmarktrecht | |
| Schlagworte | Gefahrengemeinschaft • Privatversicherung • Versicherung • Versicherungsrecht |
| ISBN-10 | 3-16-160441-5 / 3161604415 |
| ISBN-13 | 978-3-16-160441-6 / 9783161604416 |
| Zustand | Neuware |
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