Zur Souveränitätskonzeption des Europäischen Gerichtshofs
Die Autonomie des Unionsrechts und das Völkerrecht
2018
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-155824-5 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-155824-5 (ISBN)
Der EuGH hat wesentlich zur Konstitutionalisierung des gemeinsamen Rechts durch einen Dialog mit den nationalen Gerichten beigetragen. Zugleich grenzt er die Rechtsordnung nach außen vom Völkerrecht ab und zeigt damit eine Konzeption des Unionsrechts, die an zentrale Elemente staatlicher Souveränität erinnert.
Vor dem Hintergrund elementarer Herausforderungen der Europäischen Union entwickelt der Europäische Gerichtshof die Unionsrechtsordnung konsequent weiter. Während seine nach innen gerichtete Rechtsprechung entscheidend zur Konstitutionalisierung der Verträge beigetragen hat und judikativer Dialog und Einbindung der nationalen Gerichte das Wesen der Unionsrechtsordnung prägen, zeigt sich in der Abgrenzung von völkerrechtlichen Streitschlichtungsinstitutionen ein entgegengesetztes Bild: In der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs scheint hier eine Konzeption des Wesens der Unionsrechtsordnung durch, die an klassische Elemente nationaler Souveränität erinnert. Damit durchdringt das Europarecht nicht nur die nationalen Rechtsordnungen, sondern grenzt sich gleichzeitig nach außen hin konsequent von einem zunehmend fragmentierten Völkerrecht ab. The ECJ has promoted the constitutionalisation of the European legal order based on a dialogue with national courts. At the same time, the Court isolates the Union's legal system from public international law, revealing a conception of the EU's legal order resembling central elements of national sovereignty.
Vor dem Hintergrund elementarer Herausforderungen der Europäischen Union entwickelt der Europäische Gerichtshof die Unionsrechtsordnung konsequent weiter. Während seine nach innen gerichtete Rechtsprechung entscheidend zur Konstitutionalisierung der Verträge beigetragen hat und judikativer Dialog und Einbindung der nationalen Gerichte das Wesen der Unionsrechtsordnung prägen, zeigt sich in der Abgrenzung von völkerrechtlichen Streitschlichtungsinstitutionen ein entgegengesetztes Bild: In der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs scheint hier eine Konzeption des Wesens der Unionsrechtsordnung durch, die an klassische Elemente nationaler Souveränität erinnert. Damit durchdringt das Europarecht nicht nur die nationalen Rechtsordnungen, sondern grenzt sich gleichzeitig nach außen hin konsequent von einem zunehmend fragmentierten Völkerrecht ab. The ECJ has promoted the constitutionalisation of the European legal order based on a dialogue with national courts. At the same time, the Court isolates the Union's legal system from public international law, revealing a conception of the EU's legal order resembling central elements of national sovereignty.
| Erscheint lt. Verlag | 28.2.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Jus Internationale et Europaeum |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht | |
| Recht / Steuern ► Öffentliches Recht | |
| Schlagworte | EuGH • Fragmentierung • Gemischte Abkommen • Konstitutionalisierung • Souveränität |
| ISBN-10 | 3-16-155824-3 / 3161558243 |
| ISBN-13 | 978-3-16-155824-5 / 9783161558245 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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