Der pacta-tertiis-Grundsatz im Völkerrecht
Scheinbare und tatsächliche Ausnahmen
2019
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-157670-6 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-157670-6 (ISBN)
Können Verträge im Völkerrecht Staaten binden, die sich daran nicht beteiligen? In manchen Konstellationen scheint eine solche Drittwirkung vorzuliegen. Andreas Witte befasst sich mit der Frage, wie dies völkerrechtstheoretisch erklärt werden kann. Dabei berücksichtigt er Fallstudien und Analogien zwischen Völkerrecht und Zivilrecht.
Der pacta-tertiis-Grundsatz, wonach Verträge für Dritte ohne ihre Zustimmung weder Rechte noch Pflichten begründen, gilt als einer der Grundpfeiler des Völkerrechts. Die Frage nach der Existenz etwaiger Ausnahmen wird jedoch oft nur oberflächlich und auf wenige Fallgruppen begrenzt gestellt. Andreas Witte geht neue Wege, indem er in Form von Fallstudien bislang weniger beachtete Konstellationen einer möglichen Drittwirkung von Verträgen untersucht. Zentrale Fragestellung ist, ob die dabei identifizierte Auswirkung eines Vertrags auf Nichtparteien eine schlichte Ausnahme von pacta tertiis darstellt, oder ob sie dogmatisch ohne das Postulieren einer solchen erklärt werden kann. Gelegentliche Seitenblicke in Form der - im Völkerrecht verbreiteten und nützlichen, jedoch nicht immer risikofreien - Zivilrechtsanalogie reichern dabei die Untersuchung an. The principle of pacta tertiis, according to which treaties do not establish rights or obligations for third parties without their consent, is regarded as one of the foundations of public international law. Andreas Witte looks into the possible existence of exceptions to this rule and, using case studies and occasional analogies to private law, casts a new light on these.
Der pacta-tertiis-Grundsatz, wonach Verträge für Dritte ohne ihre Zustimmung weder Rechte noch Pflichten begründen, gilt als einer der Grundpfeiler des Völkerrechts. Die Frage nach der Existenz etwaiger Ausnahmen wird jedoch oft nur oberflächlich und auf wenige Fallgruppen begrenzt gestellt. Andreas Witte geht neue Wege, indem er in Form von Fallstudien bislang weniger beachtete Konstellationen einer möglichen Drittwirkung von Verträgen untersucht. Zentrale Fragestellung ist, ob die dabei identifizierte Auswirkung eines Vertrags auf Nichtparteien eine schlichte Ausnahme von pacta tertiis darstellt, oder ob sie dogmatisch ohne das Postulieren einer solchen erklärt werden kann. Gelegentliche Seitenblicke in Form der - im Völkerrecht verbreiteten und nützlichen, jedoch nicht immer risikofreien - Zivilrechtsanalogie reichern dabei die Untersuchung an. The principle of pacta tertiis, according to which treaties do not establish rights or obligations for third parties without their consent, is regarded as one of the foundations of public international law. Andreas Witte looks into the possible existence of exceptions to this rule and, using case studies and occasional analogies to private law, casts a new light on these.
Geboren 1983; Studium der Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaften in Bayreuth und Oxford; Deutsche Bundesbank, Frankfurt; seit 2014 Europäische Zentralbank, Frankfurt, derzeit als Principal Legal Counsel in der Generaldirektion Rechtsdienste, Abteilung Bankenaufsichtsrecht; 2019 Promotion.
| Erscheint lt. Verlag | 3.9.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Jus Internationale et Europaeum |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht | |
| Schlagworte | Drittwirkung • Relativität der Rechtsverhältnisse • Völkerrechtliche Verträge • Zivilrechtsanalogie im Völkerrecht |
| ISBN-10 | 3-16-157670-5 / 3161576705 |
| ISBN-13 | 978-3-16-157670-6 / 9783161576706 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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