Ausländische öffentlich-rechtliche Forderungen in der Insolvenz
Zur Befugnis von Gläubigern aus ausländischem öffentlichem Recht zur Teilnahme an deutschen Insolvenzverfahren
2023
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-161818-5 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-161818-5 (ISBN)
Auf der Grundlage des europäischen Sekundärrechts und des autonomen deutschen Internationalen Insolvenzrechts untersucht Neil Kranzhöfer, ob die öffentlich-rechtlichen Forderungen ausländischer Staaten im deutschen Insolvenzverfahren zur Tabelle angemeldet und befriedigt werden können. Darüber hinaus befasst er sich mit der kollisions- und verfahrensrechtlichen Bewältigung der Einbeziehung solcher Forderungen in das Insolvenzverfahren.
In vielen Insolvenzverfahren umfassen öffentlich-rechtliche Forderungen, besonders Steuerforderungen, einen erheblichen Teil der offenen Verbindlichkeiten. Angesichts der fortschreitenden Internationalisierung des Rechts- und Wirtschaftslebens rückt die Frage nach der Behandlung solcher Forderungen ausländischer Hoheitsträger im deutschen Insolvenzverfahren in den Vordergrund. Seit dem Inkrafttreten der Europäischen Insolvenzverordnung sieht das Unionsrecht vor, dass die öffentlich-rechtlichen Forderungen der EU-Mitgliedstaaten in jedem europäischen Insolvenzverfahren wenigstens anteilig zu erfüllen sind. Hingegen wird den entsprechenden Forderungen von Drittstaaten die Befriedigung im Insolvenzverfahren traditionell unter Rückgriff auf völkerrechtliche Argumente verwehrt. Neil Kranzhöfer widmet sich der kritischen Untersuchung dieses "Nichtteilnahmegrundsatzes". On the basis of European secondary law and autonomous German international insolvency law, Neil Kranzhöfer examines whether the public law claims of foreign states can be filed and satisfied in German insolvency proceedings. Furthermore, he deals with the conflict and procedural law management of the inclusion of such claims in the insolvency proceedings.
In vielen Insolvenzverfahren umfassen öffentlich-rechtliche Forderungen, besonders Steuerforderungen, einen erheblichen Teil der offenen Verbindlichkeiten. Angesichts der fortschreitenden Internationalisierung des Rechts- und Wirtschaftslebens rückt die Frage nach der Behandlung solcher Forderungen ausländischer Hoheitsträger im deutschen Insolvenzverfahren in den Vordergrund. Seit dem Inkrafttreten der Europäischen Insolvenzverordnung sieht das Unionsrecht vor, dass die öffentlich-rechtlichen Forderungen der EU-Mitgliedstaaten in jedem europäischen Insolvenzverfahren wenigstens anteilig zu erfüllen sind. Hingegen wird den entsprechenden Forderungen von Drittstaaten die Befriedigung im Insolvenzverfahren traditionell unter Rückgriff auf völkerrechtliche Argumente verwehrt. Neil Kranzhöfer widmet sich der kritischen Untersuchung dieses "Nichtteilnahmegrundsatzes". On the basis of European secondary law and autonomous German international insolvency law, Neil Kranzhöfer examines whether the public law claims of foreign states can be filed and satisfied in German insolvency proceedings. Furthermore, he deals with the conflict and procedural law management of the inclusion of such claims in the insolvency proceedings.
Geboren 1993; Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg, Genf und Lausanne; 2017 Erste juristische Prüfung; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsches Recht der Universität Lausanne; Rechtsreferendariat am Landgericht Freiburg.
| Erscheint lt. Verlag | 8.5.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht |
| Recht / Steuern ► Privatrecht / Bürgerliches Recht ► Zivilverfahrensrecht | |
| Schlagworte | Grenzüberschreitende Forderungsdurchsetzung • Internationale Vollstreckungshilfe • Völkerrechtliche Immunität |
| ISBN-10 | 3-16-161818-1 / 3161618181 |
| ISBN-13 | 978-3-16-161818-5 / 9783161618185 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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