Die grenzüberschreitende Unternehmensrestrukturierung im europäischen Rechtsrahmen
2023
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-162420-9 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-162420-9 (ISBN)
Präventive Restrukturierungsrahmen nach der Restrukturierungsrichtlinie ermöglichen es finanziell angeschlagenen Unternehmen, ihre Schuldenlast durch einen Mehrheitsmechanismus auch gegen den Willen einzelner Gläubiger(-gruppen) zu reduzieren. Fabian Kratzlmeier untersucht den kollisions- und international-zivilverfahrensrechtlichen Rechtsrahmen darauf, ob die damit bewirkte Kollektivierung in grenzüberschreitenden Sachverhalten erhalten bleibt und somit der Fortführungsmehrwert auch international tätiger Unternehmen gesichert werden kann.
Spätestens seit der Verabschiedung der Restrukturierungsrichtlinie ist der Sanierungsgedanke auch in Kontinentaleuropa angekommen. Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten, finanziell angeschlagenen Unternehmen gewisse Sanierungsinstrumente zur Verfügung zu stellen, um Hold out-Strategien vorzubeugen und wertvolle Betriebsstrukturen zu erhalten. Was aber, wenn der Schuldner auch im (europäischen) Ausland operiert und dort über Gläubiger und/oder Vermögenswerte verfügt? Ausgehend von dem international-rechtlichen Defizit der Richtlinie untersucht Fabian Kratzlmeier die Wechselwirkungen zwischen den neuartigen Sanierungsverfahren und dem bestehenden kollisions- und international-zivilverfahrensrechtlichen Rechtsrahmen. Im Zentrum steht die Frage, ob die auf materiell-rechtlicher Ebene bewirkte Kollektivierung auch bei grenzüberschreitenden Sachverhalten konsequent fortgeführt werden kann oder die Richtlinie vor der internationalen Dimension des zu sanierenden Unternehmens kapituliert. Betrachtet wird zudem die Bedeutung des internationalen Privat- und Zivilverfahrensrechts als Regulierungsinstrument zur Ordnung des sich abzeichnenden Wettbewerbs der Restrukturierungsrechtsordnungen. Directive 2019/1023 on preventive restructuring frameworks enables financially stressed enterprises to subject (substantially) all creditors to a common scheme in order to prevent hold out-strategies and, thereby, preserve going concern value. Given the lack of conflict of laws provisions in the Directive itself, Fabian Kratzlmeier assesses the international scope of these new restructuring frameworks and their coherence with the existing set of cross-border legislation on the EU level, in particular the European Insolvency and BrusselsIbis regulations.
Spätestens seit der Verabschiedung der Restrukturierungsrichtlinie ist der Sanierungsgedanke auch in Kontinentaleuropa angekommen. Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten, finanziell angeschlagenen Unternehmen gewisse Sanierungsinstrumente zur Verfügung zu stellen, um Hold out-Strategien vorzubeugen und wertvolle Betriebsstrukturen zu erhalten. Was aber, wenn der Schuldner auch im (europäischen) Ausland operiert und dort über Gläubiger und/oder Vermögenswerte verfügt? Ausgehend von dem international-rechtlichen Defizit der Richtlinie untersucht Fabian Kratzlmeier die Wechselwirkungen zwischen den neuartigen Sanierungsverfahren und dem bestehenden kollisions- und international-zivilverfahrensrechtlichen Rechtsrahmen. Im Zentrum steht die Frage, ob die auf materiell-rechtlicher Ebene bewirkte Kollektivierung auch bei grenzüberschreitenden Sachverhalten konsequent fortgeführt werden kann oder die Richtlinie vor der internationalen Dimension des zu sanierenden Unternehmens kapituliert. Betrachtet wird zudem die Bedeutung des internationalen Privat- und Zivilverfahrensrechts als Regulierungsinstrument zur Ordnung des sich abzeichnenden Wettbewerbs der Restrukturierungsrechtsordnungen. Directive 2019/1023 on preventive restructuring frameworks enables financially stressed enterprises to subject (substantially) all creditors to a common scheme in order to prevent hold out-strategies and, thereby, preserve going concern value. Given the lack of conflict of laws provisions in the Directive itself, Fabian Kratzlmeier assesses the international scope of these new restructuring frameworks and their coherence with the existing set of cross-border legislation on the EU level, in particular the European Insolvency and BrusselsIbis regulations.
Geboren 1994; Studium der Rechtswissenschaften in München, Montréal und Regensburg; 2017 Erste Juristische Prüfung; juristischer Vorbereitungsdienst in Regensburg und London; 2019 Zweite Juristische Staatsprüfung; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Unternehmensrecht der Universität Regensburg; LL.M.-Graduiertenstudium an der University of Chicago; 2022 Promotion (Regensburg); wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und öffentliche Finanzen.
| Erscheint lt. Verlag | 3.8.2023 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht |
| Recht / Steuern ► Wirtschaftsrecht | |
| Schlagworte | COMI (center of main interest) • Internationales Insolvenzrecht • Restrukturierung • Sanierung • Wettbewerb der Rechtsordnungen |
| ISBN-10 | 3-16-162420-3 / 3161624203 |
| ISBN-13 | 978-3-16-162420-9 / 9783161624209 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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