Europäisierung des Verwaltungsprozessrechts im Diskurs der Rechtswissenschaft
2021
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160842-1 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160842-1 (ISBN)
Seit langem diskutiert die Rechtswissenschaft die Europäisierung des Verwaltungsprozessrechts. Die Betrachtung des Diskurses zeigt, dass dogmatische Vorstellungen die Wahrnehmung der Europäisierung beeinflussen. Dabei werden Vorannahmen und Entwicklungspfade z. B. bei der Klagebefugnis oder der Kontrolldichte sichtbar.
Die Europäisierung des Verwaltungsprozessrechts wird seit langem als prägendes rechtswissenschaftliches Phänomen wahrgenommen und diskutiert. Statt ihre Konsequenzen dogmatisch zu untersuchen, betrachtet Sönke Knickmeier den dogmatischen Diskurs selbst. Dabei zeigt sich, dass die nationale Vorstellung von Dogmatik die Wahrnehmung europarechtlich geforderter Rechtsänderungen beeinflusst. Die gewählte Perspektive einer Beobachtung zweiter Ordnung vermag etwaige Vorannahmen zu explizieren und Entwicklungspfade sowie Pfadabhängigkeiten aufzuzeigen. Zugleich werden dadurch potentielle Weiterungen von Argumentationen für die Verarbeitung von Anforderungen des Europarechts sichtbar gemacht. Als Beispiele dienen insbesondere klassische Themen des Verwaltungsprozessrechts wie die Klagebefugnis bzw. subjektive öffentliche Rechte, die Bedeutung des Verfahrensrechts und die Kontrolldichte. The Europeanisation of administrative procedural law has long been discussed in legal scholarship. An examination of the discourse shows that national dogmatic ideas influence the perception of Europeanisation, making preliminary assumptions and development paths visible in the areas of legal standing and control density, for example.
Die Europäisierung des Verwaltungsprozessrechts wird seit langem als prägendes rechtswissenschaftliches Phänomen wahrgenommen und diskutiert. Statt ihre Konsequenzen dogmatisch zu untersuchen, betrachtet Sönke Knickmeier den dogmatischen Diskurs selbst. Dabei zeigt sich, dass die nationale Vorstellung von Dogmatik die Wahrnehmung europarechtlich geforderter Rechtsänderungen beeinflusst. Die gewählte Perspektive einer Beobachtung zweiter Ordnung vermag etwaige Vorannahmen zu explizieren und Entwicklungspfade sowie Pfadabhängigkeiten aufzuzeigen. Zugleich werden dadurch potentielle Weiterungen von Argumentationen für die Verarbeitung von Anforderungen des Europarechts sichtbar gemacht. Als Beispiele dienen insbesondere klassische Themen des Verwaltungsprozessrechts wie die Klagebefugnis bzw. subjektive öffentliche Rechte, die Bedeutung des Verfahrensrechts und die Kontrolldichte. The Europeanisation of administrative procedural law has long been discussed in legal scholarship. An examination of the discourse shows that national dogmatic ideas influence the perception of Europeanisation, making preliminary assumptions and development paths visible in the areas of legal standing and control density, for example.
Geboren 1983; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg und Aarhus Universitet; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ãffentliches Recht, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Hamburg; Rechtsreferendar beim Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg; Richter im Justizdienst des Landes Niedersachsen, Verwaltungsgericht Oldenburg.
| Erscheint lt. Verlag | 4.10.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Beiträge zum Verwaltungsrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht | |
| Recht / Steuern ► Öffentliches Recht | |
| Schlagworte | Klagebefugnis • Kontrolldichte • Rechtswissenschaftstheorie • Subjektive öffentliche Rechte • Verfahrensrecht |
| ISBN-10 | 3-16-160842-9 / 3161608429 |
| ISBN-13 | 978-3-16-160842-1 / 9783161608421 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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