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Souveränität und Legitimität von Herrschaftsgewalt - Utz Schliesky

Souveränität und Legitimität von Herrschaftsgewalt

Die Weiterentwicklung von Begriffen der Staatslehre und des Staatsrechts im europäischen Mehrebenesystem

Utz Schliesky (Autor)

Online Resource
2020
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-157990-5 (ISBN)
CHF 239,95 inkl. MwSt
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Utz Schliesky untersucht zwei zentrale Begriffe der Staatslehre und des Staatsrechts, Souveränität und Legitimität, auf ihre Tauglichkeit für aktuelle Herausforderungen wie insbesondere die Europäische Union. Er entwirft ein neues System gemeinsamer Souveränität und ein Konzept einer pluralen Legitimation, um Demokratie auch in supranationalen Strukturen verwirklichen zu können.
Die dauerhafte Existenz einer Staats- bzw. Herrschaftsgewalt hängt davon ab, ob sie Souveränität und Legitimität für sich beanspruchen kann. Utz Schliesky zeichnet die Entwicklung dieser Zentralbegriffe der Staatslehre und des Staatsrechts seit dem Mittelalter nach und überprüft, inwieweit ihre heutige Fassung geeignet ist, den Herausforderungen durch die europäische Integration und auch durch innerstaatliche Entwicklungen zu genügen. Die in Zeiten des staatsrechtlichen Positivismus und einer anderen Verfassungsordnung am Vorbild des modernen Nationalstaates entwickelten Konzepte für Souveränität und Legitimität sind weder europatauglich noch können sie vielfältige Verzahnungen zwischen Herrschaftsträgern und Gesellschaft erklären. Aus Sicht der überkommenen Konzeptionen der Staats(rechts)lehre lassen sich insoweit nur "Auflösungserscheinungen" konstatieren. Um der pluralistischen Struktur der Herrschaftsgewalten und der Legitimationssubjekte gerecht werden zu können, ist eine Weiterentwicklung der Begriffe "Souveränität" und "Legitimität" erforderlich. Auf der Grundlage der historischen Entwicklung und der praktischen Herausforderungen an Staatslehre und Staatsrecht entwirft Utz Schliesky ein System gemeinsamer Souveränität der im europäischen Mehrebenensystem existenten Herrschaftsgewalten sowie ein normatives Konzept pluraler demokratischer Legitimation. Every state in history has needed sovereignty and legitimacy of administrative power, and the modern state is no exception to this. However these concepts are under pressure from European integration and inner-state cooperation. Utz Schliesky shows the historical development of these concepts which are central to the theory of the state; he proves that their structure is not suited to the multiple levels of the European Union and its members. He outlines a system of common sovereignty and a new concept of plural legitimation so that these concepts may be used for the purpose for which they were created.

ist Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landtages und Vorstandsmitglied des Lorenz-von-Stein-Instituts für Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Erscheint lt. Verlag 18.5.2020
Reihe/Serie Jus Publicum
Verlagsort Tübingen
Sprache deutsch
Themenwelt Recht / Steuern EU / Internationales Recht
Recht / Steuern Öffentliches Recht
Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management
Schlagworte Herrschaftsgewalt • Souveränität • Staatslehre • Staatsrecht
ISBN-10 3-16-157990-9 / 3161579909
ISBN-13 978-3-16-157990-5 / 9783161579905
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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