Sprache und Recht bei der Europäischen Aktiengesellschaft
2018
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-155795-8 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-155795-8 (ISBN)
Rechtstermini in europäischen Rechtsakten - wie der SE-Verordnung - werden häufig (ungewollt) unter Rückgriff auf nationale Rechtskonzepte ausgelegt. Wendelin Mayer ermittelt durch Rechtsvergleichung einen für die autonome Auslegung tauglichen Ausgangspunkt als ein gemeinsames 'Vorverständnis' und zeigt Einflüsse von Sprachverwirrung bei der Auslegung europäischen Rechts auf.
Was bedeutet 'Rechtspersönlichkeit' der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) und ist dafür relevant, was der Terminus in den Rechtsordnungen der europäischen Mitgliedsstaaten bezeichnet? Während Rückgriffe auf nationales Recht zunächst grundsätzlich der autonomen Auslegung zuwiderlaufen, geschehen sie doch häufig und unbewusst. Bedingt auch durch sich überschneidende Termini nationaler (z.B. deutscher) und europäischer Rechtssprache kommt es hier zu einer Sprachverwirrung, die ein europäisch-einheitliches Rechtsverständnis gefährdet. Wendelin Mayer plädiert dafür, den Rückgriff gerade nicht auszuschließen, sondern Rechenschaft abzulegen über das - regelmäßig von nationalem Recht geprägte - Vorverständnis, um eine Auseinandersetzung mit diesem zu ermöglichen. Ausgangspunkt für eine autonome Auslegung sollte dann ein durch Rechtsvergleichung ermitteltes, gemeinsames Vorverständnis sein. Legal terms in European legal texts - such as the Societas Europaea regulation - are often (unintentionally) interpreted by drawing on national legal notions. Wendelin Mayer's comparative study aims at breaking this seemingly bewitching spell of linguistic confusion and establishing a common European starting point for autonomous interpretation.
Was bedeutet 'Rechtspersönlichkeit' der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) und ist dafür relevant, was der Terminus in den Rechtsordnungen der europäischen Mitgliedsstaaten bezeichnet? Während Rückgriffe auf nationales Recht zunächst grundsätzlich der autonomen Auslegung zuwiderlaufen, geschehen sie doch häufig und unbewusst. Bedingt auch durch sich überschneidende Termini nationaler (z.B. deutscher) und europäischer Rechtssprache kommt es hier zu einer Sprachverwirrung, die ein europäisch-einheitliches Rechtsverständnis gefährdet. Wendelin Mayer plädiert dafür, den Rückgriff gerade nicht auszuschließen, sondern Rechenschaft abzulegen über das - regelmäßig von nationalem Recht geprägte - Vorverständnis, um eine Auseinandersetzung mit diesem zu ermöglichen. Ausgangspunkt für eine autonome Auslegung sollte dann ein durch Rechtsvergleichung ermitteltes, gemeinsames Vorverständnis sein. Legal terms in European legal texts - such as the Societas Europaea regulation - are often (unintentionally) interpreted by drawing on national legal notions. Wendelin Mayer's comparative study aims at breaking this seemingly bewitching spell of linguistic confusion and establishing a common European starting point for autonomous interpretation.
Geboren 1986; Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg; Referendariat in Freiburg, München und Tokyo; Masterstudiengang (LL.M.) in Comparative, European and International Laws am Europäischen Hochschulinstitut (European University Institute, EUI) in Florenz, Italien; 2017 Promotion (Freiburg); seit 2016 Rechtsanwalt in München.
| Erscheint lt. Verlag | 31.8.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht |
| Schlagworte | Autonome Auslegung • Europarecht • Methodik/Methodenlehre/Methodologie • Sprachverwirrung |
| ISBN-10 | 3-16-155795-6 / 3161557956 |
| ISBN-13 | 978-3-16-155795-8 / 9783161557958 |
| Zustand | Neuware |
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