Der sogenannte biologische Vater
Ein Vergleich der französischen und deutschen Rechtsentwicklung
2021
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160941-1 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-160941-1 (ISBN)
Was die (rechtliche) Familie zusammenhält, ist nach althergebrachter Lesart in Deutschland die Blutsverwandtschaft, in Frankreich jedoch der Wille zur Elternschaft. Edda E. Pauli untersucht, inwieweit diese Grundannahmen heute noch berechtigt sind und welche Auswirkungen sie in Vergangenheit und Gegenwart auf die Rechtsposition des biologischen Vaters haben.
Edda E. Pauli beschäftigt sich mit dem Werdegang des "sogenannten biologischen Vaters" vom juristischen Niemand der Nachkriegszeit bis zur Zentralgestalt des deutschen Abstammungsrechts im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Parallel dazu skizziert sie die Rechtsentwicklung im Nachbarland Frankreich, in dem dieselbe Figur nicht gleichermaßen im familienrechtlichen Diskurs hervorsticht. Um dieser Diskrepanz auf die Spur zu gehen, untersucht sie die Entwicklung der Stellung des biologischen Vaters in unterschiedlichen Situationen: bei der Vaterschaftsanerkennung, der Anfechtung und der gerichtlichen Feststellung. Daneben beleuchtet sie auch dessen Rechtsposition bei der künstlichen Verwandtschaft (Adoption, Samenspende). Im Ergebnis zeigt sich, dass einige althergebrachte "Vorurteile" über die Konzeption des jeweiligen nationalen Abstammungsrechts ihre Berechtigung seit langem verloren haben. Lore has it that the so-called biological father is a central character in Germany's law of kinship whereas in France he plays only a minor role because the will to parenthood counts more. Edda E. Pauli examines to what extent these assumptions can still be justified today and what their past and present effect is on the legal status of the father.
Edda E. Pauli beschäftigt sich mit dem Werdegang des "sogenannten biologischen Vaters" vom juristischen Niemand der Nachkriegszeit bis zur Zentralgestalt des deutschen Abstammungsrechts im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Parallel dazu skizziert sie die Rechtsentwicklung im Nachbarland Frankreich, in dem dieselbe Figur nicht gleichermaßen im familienrechtlichen Diskurs hervorsticht. Um dieser Diskrepanz auf die Spur zu gehen, untersucht sie die Entwicklung der Stellung des biologischen Vaters in unterschiedlichen Situationen: bei der Vaterschaftsanerkennung, der Anfechtung und der gerichtlichen Feststellung. Daneben beleuchtet sie auch dessen Rechtsposition bei der künstlichen Verwandtschaft (Adoption, Samenspende). Im Ergebnis zeigt sich, dass einige althergebrachte "Vorurteile" über die Konzeption des jeweiligen nationalen Abstammungsrechts ihre Berechtigung seit langem verloren haben. Lore has it that the so-called biological father is a central character in Germany's law of kinship whereas in France he plays only a minor role because the will to parenthood counts more. Edda E. Pauli examines to what extent these assumptions can still be justified today and what their past and present effect is on the legal status of the father.
Geboren 1980; Studium der Slawistik und Romanistik in Regensburg und an der HU Berlin; Studium der dt-frz. Rechtswissenschaften an den Universitäten Paris (X)-(heute: Universität Paris Ouest Nanterre La Défense) und Potsdam; 2007 1. Staatsexamen; 2009 2. Staatsexamen; Rechtsanwältin in München; seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Regensburg.
| Erscheint lt. Verlag | 9.8.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► EU / Internationales Recht |
| Recht / Steuern ► Privatrecht / Bürgerliches Recht | |
| Schlagworte | Biologische Wahrheit • Heterologe Insemination • Vaterschaftsanfechtung |
| ISBN-10 | 3-16-160941-7 / 3161609417 |
| ISBN-13 | 978-3-16-160941-1 / 9783161609411 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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