Das nicht-praktizierte Patent
2018
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-156159-7 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-156159-7 (ISBN)
"Non-practicing entities" prägen seit nunmehr gut einer Dekade die patentrechtliche Diskussion. Martin Stierle nimmt einen Perspektivenwechsel vor. Er löst sich vom Blick auf den nicht-praktizierenden Patentinhaber. Anhand der Patentfunktionslehre entwirft er eine Praktizierungsobliegenheit, die für alle Formen nicht-praktizierter Patente Geltung beansprucht.
"Patenttrolle" sind wesentlicher Bestandteil der patentrechtlichen Diskussion der letzten Dekade. Angeregt durch die US-amerikanische Entwicklung sieht die wohl herrschende Lehre in Deutschland den Zugang von nicht-praktizierenden Patentinhabern zum Unterlassungsrecht kritisch, während die deutsche Rechtsprechung dessen ungeachtet Unterlassungsansprüche auch "non-practicing entities" zubilligt. Martin Stierle nimmt einen Perspektivenwechsel vor. Er löst sich vom Blick auf den Patentinhaber und betrachtet das Problem schutzrechtsbezogen. Im Mittelpunkt steht das nicht-praktizierte Patent in all seinen Facetten (Sperr-, Lizenzierungspatente, schlafende Patente etc.). Anhand der Patentfunktionslehre entwirft er eine Praktizierungsobliegenheit für das geltende Recht, die unabhängig von der Art des Patentinhabers Geltung beansprucht. Sein Konzept unterfüttert er mit rechtshistorischen, rechtsvergleichenden und rechtsökonomischen Überlegungen. "Non-practicing entities" have shaped discussions on patent law over the last decade. Martin Stierle offers a fresh perspective and draws the focus away from non-practicing patent holders. Taking patent function theory, he drafts an obligation to practice that applies to all kinds of non-practiced patents.
"Patenttrolle" sind wesentlicher Bestandteil der patentrechtlichen Diskussion der letzten Dekade. Angeregt durch die US-amerikanische Entwicklung sieht die wohl herrschende Lehre in Deutschland den Zugang von nicht-praktizierenden Patentinhabern zum Unterlassungsrecht kritisch, während die deutsche Rechtsprechung dessen ungeachtet Unterlassungsansprüche auch "non-practicing entities" zubilligt. Martin Stierle nimmt einen Perspektivenwechsel vor. Er löst sich vom Blick auf den Patentinhaber und betrachtet das Problem schutzrechtsbezogen. Im Mittelpunkt steht das nicht-praktizierte Patent in all seinen Facetten (Sperr-, Lizenzierungspatente, schlafende Patente etc.). Anhand der Patentfunktionslehre entwirft er eine Praktizierungsobliegenheit für das geltende Recht, die unabhängig von der Art des Patentinhabers Geltung beansprucht. Sein Konzept unterfüttert er mit rechtshistorischen, rechtsvergleichenden und rechtsökonomischen Überlegungen. "Non-practicing entities" have shaped discussions on patent law over the last decade. Martin Stierle offers a fresh perspective and draws the focus away from non-practicing patent holders. Taking patent function theory, he drafts an obligation to practice that applies to all kinds of non-practiced patents.
Geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung in Bayreuth und Wien; DFG-Graduiertenkolleg "Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit"; 2013 LL.M. University of California, Berkeley School of Law; 2014 Attorney at Law (NY); seit 2014 Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums und Wettbewerbsrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 2018 Zweites Staatsexamen.
| Erscheint lt. Verlag | 23.8.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Geistiges Eigentum und Wettbewerbsrecht |
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Wirtschaftsrecht |
| Schlagworte | Non-Practicing Entity • Patentfunktionslehre • Patenttroll • Rechtsmissbrauch • Sperrpatent |
| ISBN-10 | 3-16-156159-7 / 3161561597 |
| ISBN-13 | 978-3-16-156159-7 / 9783161561597 |
| Zustand | Neuware |
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