Reform der Tötungsdelikte
Plädoyer für ein Privilegierungskonzept
2016
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-154697-6 (ISBN)
Mohr Siebeck (Hersteller)
978-3-16-154697-6 (ISBN)
Weshalb lässt sich Mord als eine Erschwerungsnorm, sei es als Qualifikationstatbestand oder in Form von Regelbeispielen, nicht überzeugend begründen? Anette Grünewald untersucht dies und plädiert für ein Privilegierungskonzept. Danach ist Mord die einfache vorsätzliche Tötung und damit zugleich der Grundtatbestand, während der Totschlag eine Privilegierung darstellt.
Über die Reformbedürftigkeit der Tötungsdelikte, insbesondere des Mordparagrafen, besteht in der Strafrechtswissenschaft seit Jahrzehnten ein Konsens. Desgleichen besteht Einigkeit darüber, dass die in § 211 StGB absolut angeordnete lebenslange Freiheitsstrafe in vielen Fällen keine adäquate Sanktion darstellt. Darüber hinaus gehen die Auffassungen aber auseinander. Anette Grünewald zeigt, weshalb sich Mord als eine Erschwerungsnorm, sei es als Qualifikationstatbestand oder in Form von Regelbeispielen, nicht überzeugend begründen lässt, und plädiert für ein Privilegierungsmodell. Danach ist Mord die einfache vorsätzliche Tötung und damit zugleich der Grundtatbestand, während der Totschlag eine Privilegierung darstellt. The law on killing, and in particular the paragraph dealing with murder, has been in urgent need of reform for decades. The main problem is that the act of murder carries with it a mandatory life sentence, which in many cases has proved to be inadequate. In this volume, Anette Grünewald pleads for a privileged status concept. Murder could then be taken as a clear case of premeditated killing and at the same time the basic element of the offence. Manslaughter meanwhile would be granted privileges.
Über die Reformbedürftigkeit der Tötungsdelikte, insbesondere des Mordparagrafen, besteht in der Strafrechtswissenschaft seit Jahrzehnten ein Konsens. Desgleichen besteht Einigkeit darüber, dass die in § 211 StGB absolut angeordnete lebenslange Freiheitsstrafe in vielen Fällen keine adäquate Sanktion darstellt. Darüber hinaus gehen die Auffassungen aber auseinander. Anette Grünewald zeigt, weshalb sich Mord als eine Erschwerungsnorm, sei es als Qualifikationstatbestand oder in Form von Regelbeispielen, nicht überzeugend begründen lässt, und plädiert für ein Privilegierungsmodell. Danach ist Mord die einfache vorsätzliche Tötung und damit zugleich der Grundtatbestand, während der Totschlag eine Privilegierung darstellt. The law on killing, and in particular the paragraph dealing with murder, has been in urgent need of reform for decades. The main problem is that the act of murder carries with it a mandatory life sentence, which in many cases has proved to be inadequate. In this volume, Anette Grünewald pleads for a privileged status concept. Murder could then be taken as a clear case of premeditated killing and at the same time the basic element of the offence. Manslaughter meanwhile would be granted privileges.
Studium der Rechtswissenschaft und der Philosophie in Freiburg i. Br. und in Hamburg; 1999 Promotion; 2009 Habilitation; anschlieÃend Lehrstuhlvertretungen; seit 2013 Inhaberin eines Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin.
| Erscheint lt. Verlag | 13.4.2016 |
|---|---|
| Verlagsort | Tübingen |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Strafrecht |
| Schlagworte | Affekttötung • Heimtücke • Mord • Niedrige Beweggründe • Totschlag |
| ISBN-10 | 3-16-154697-0 / 3161546970 |
| ISBN-13 | 978-3-16-154697-6 / 9783161546976 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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