Die Angebotslösung des Delistings in § 39 Abs. 2 und 3 BörsG
Auslegungsfragen und Reformpotenziale für ein interessenwahrendes Gegenleistungssystem
Seiten
2025
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-19516-9 (ISBN)
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-19516-9 (ISBN)
Die jüngsten tatsächlichen, aber auch legislatorischen Entwicklungen haben der konfliktreichen Saga zu der Regulierung des Delistings ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Vor diesem Hintergrund steckt die Abhandlung den Umfang der bestehenden Lücken im Rechtsschutz der Anleger bei einem Delistingangebot ab und unterbreitet einen Reformvorschlag, der geeignet ist, eine anlassübergreifende und interessenwahrende Harmonisierung der Bewertung von börsennotiertem Anteilseigentum zu implementieren.
Entscheidet ein Emittent sich, ein Delisting zu initiieren, kollidieren die Interessen der verschiedenen Beteiligten. Eine der Lehren aus der Corona-Pandemie ist, dass die gesetzgeberische Antwort auf diesen Interessenkonflikt – die Angebotslösung in § 39 Abs. 2 und 3 BörsG – nicht ausnahmslos geeignet ist, einen interessenwahrenden Kompromiss zu gewährleisten. Der Autor untersucht in einem ersten Schritt die Auslegungs- und Analogiefähigkeit der Preisberechnungsvorschriften des § 39 Abs. 3 Satz 3 und 4 BörsG, bevor er anschließend die Möglichkeit sekundärer Rechtsschutzinstrumente beleuchtet. Auf der Grundlage aufgezeigter Rechtsschutzlücken entwickelt die Arbeit in einem zweiten Schritt einen Reformvorschlag für ein interessenwahrendes Gegenleistungssystem. Ein Schwerpunkt liegt darauf, unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung ein Kompensationssystem zu entwickeln, das bewertungsanlassübergreifend eine für alle Beteiligten und in jedem Einzelfall angemessene Gegenleistung garantiert. »The Delisting Offer Solution Pursuant to Section 39 (2) and (3) BörsG. Issues of Interpretation and Potential for Reform of an Interest-Based Compensation System«: Recent factual and legislative developments have added yet another chapter to the contentious saga of delisting regulation. Against this backdrop, this thesis examines the existing gaps in investor legal protection in relation to delisting offers and proposes a reform to the valuation of listed shares capable of universal application. The proposal strengthens the legal protection of investors going forward and ensures a balance of interests between the parties involved.
Entscheidet ein Emittent sich, ein Delisting zu initiieren, kollidieren die Interessen der verschiedenen Beteiligten. Eine der Lehren aus der Corona-Pandemie ist, dass die gesetzgeberische Antwort auf diesen Interessenkonflikt – die Angebotslösung in § 39 Abs. 2 und 3 BörsG – nicht ausnahmslos geeignet ist, einen interessenwahrenden Kompromiss zu gewährleisten. Der Autor untersucht in einem ersten Schritt die Auslegungs- und Analogiefähigkeit der Preisberechnungsvorschriften des § 39 Abs. 3 Satz 3 und 4 BörsG, bevor er anschließend die Möglichkeit sekundärer Rechtsschutzinstrumente beleuchtet. Auf der Grundlage aufgezeigter Rechtsschutzlücken entwickelt die Arbeit in einem zweiten Schritt einen Reformvorschlag für ein interessenwahrendes Gegenleistungssystem. Ein Schwerpunkt liegt darauf, unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung ein Kompensationssystem zu entwickeln, das bewertungsanlassübergreifend eine für alle Beteiligten und in jedem Einzelfall angemessene Gegenleistung garantiert. »The Delisting Offer Solution Pursuant to Section 39 (2) and (3) BörsG. Issues of Interpretation and Potential for Reform of an Interest-Based Compensation System«: Recent factual and legislative developments have added yet another chapter to the contentious saga of delisting regulation. Against this backdrop, this thesis examines the existing gaps in investor legal protection in relation to delisting offers and proposes a reform to the valuation of listed shares capable of universal application. The proposal strengthens the legal protection of investors going forward and ensures a balance of interests between the parties involved.
A. Einführung
Entwicklung der Regulierung des freiwilligen Delistings – Überblick über die Angebotslösung des § 39 Abs. 2 und 3 BörsG – Dimensionen der Problemstellung – Aufgabenstellung
B. Die Angebotslösung de lege lata
Berechnung des Delistingangebots – Verbleibender Rechtsschutz außerhalb von § 39 BörsG – Ausnahmen von dem Angebotserfordernis
C. Die Angebotslösung de lege ferenda
Zwingende Vorgaben höherrangigen Rechts – Erfordernis von gesetzlichen Schutzinstrumenten – Instrumente des Anlegerschutzes – Ausgestaltung des Angebotserfordernisses – Vorschlag einer »Großen Lösung« für Bewertungssysteme – Rechtsschutz
Reformvorschlag für einen neuen Gesetzentwurf
| Erscheinungsdatum | 04.05.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht ; 270 |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 157 x 233 mm |
| Gewicht | 580 g |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Wirtschaftsrecht ► Bank- und Kapitalmarktrecht |
| Recht / Steuern ► Wirtschaftsrecht ► Gesellschaftsrecht | |
| Schlagworte | Abfindung • Angemessenheit • Anlegerschutz • aussagekraft • Börsenkurs • Gegenleistung • Unternehmensbewertung • Unternehmenswert • Widerruf • Zulassung |
| ISBN-10 | 3-428-19516-7 / 3428195167 |
| ISBN-13 | 978-3-428-19516-9 / 9783428195169 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
Buch | Softcover (2025)
dtv Verlagsgesellschaft
CHF 20,85
Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Bewertungsgesetz …
Buch (2024)
Springer Gabler (Verlag)
CHF 39,15