Demokratische Legitimation von Strafverfahren.
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Strafrechtliche Hauptverhandlungen sind in mannigfacher Weise Thema massenmedialer Berichterstattung. Täglich hört und liest man über begangene Straftaten und Strafverfahren, in denen diese Taten rechtlich aufgearbeitet werden. Gerichtsberichterstattung fasziniert die Bevölkerung, weckt Emotionen und ruft Betroffenheit hervor. Trotz dieses teilweise irrationalen Interesses an Strafverfahren galt seit 1964 das Verbot der Fertigung von Ton- und Fernsehrundfunkaufnahmen sowie der Ton- und Filmaufnahmen zum Zwecke der öffentlichen Vorführung aus der Gerichtsverhandlung,
169 S. 2 GVG a.F., welches insbesondere im Vorfeld des NSU-Prozesses stark kritisiert wurde. Trotz aller Einwände der Reformgegner in der rechtspolitisch und verfassungsrechtlich geführten Diskussion kam es jüngst mit Einführung des "Gesetzes zur Erweiterung der Medienöffentlichkeit in Gerichtsverfahren und zur Verbesserung der Kommunikationshilfen für Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen (EMöGG)" zu einer moderaten Lockerung dieser Vorschrift. Im Ergebnis steht die Autorin der konkreten Ausgestaltung des EMöGG kritisch gegenüber und zeigt notwendigen Verbesserungsbedarf auf.
Katrin Wick, née Wagener, studied law at the Philipps University of Marburg from 2010 to 2015 with a focus on national and international criminal law. From 2011 to 2015 she worked as a student research assistant at the Institute for Criminology, International Criminal Law and Comparative Law, Chair Prof. Dr. Safferling, LL.M. (LSE) and as a member of the Independent Academic Commission at the Federal Ministry of Justice. During her doctorate, she worked as a research assistant at Clifford Chance Deutschland LLP. Currently, Katrin Wick is completing her legal traineeship in the district of the Higher Regional Court of Frankfurt/Main.
Katrin Wick, geb. Wagener, studierte von 2010 bis 2015 Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt nationale und internationale Strafrechtspflege an der Philipps-Universität Marburg. Von 2011 bis 2015 arbeitete sie als studentische Hilfskraft am Institut für Kriminalwissenschaften und Institut für Rechtsvergleichung, Lehrstuhl Prof. Dr. Safferling, LL.M. (LSE), sowie von 2012 bis 2015 als Projektmitarbeiterin der Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission beim Bundesministerium der Justiz zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Promotionsbegleitend war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Clifford Chance Deutschland LLP tätig. Den juristischen Vorbereitungsdienst absolviert sie derzeit im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt/M.
1. Einleitung
2. Öffentlichkeit von Strafverfahren
Einzelne Aspekte des Öffentlichkeitsgrundsatzes im Strafverfahren – Historische Entwicklung der Öffentlichkeit des Strafverfahrens – Verfassungsrechtliche Vorgaben und Funktionen des § 169 Abs. 1 S. 1 GVG n.F.
3. Grenzen des Öffentlichkeitsgrundsatzes
Beschränkungen des Öffentlichkeitsgrundsatzes – Der Öffentlichkeitsgrundsatz und die Grundrechte der Verfahrensbeteiligten – Die divergierenden Ziele der Verfahrensbeteiligten
4. Vergleichbare Regelungsmöglichkeiten
Sonderregelung von Bild- und Tonaufnahmen in § 17a BVerfGG n.F – Der Öffentlichkeitsgrundsatz im internationalen Vergleich
5. Das EMöGG
Der Öffentlichkeitsgrundsatz nach dem EMöGG – Reaktionen auf das Reformvorhaben in der Fachliteratur – Eigene Bewertung des EmöGG
6. Ergebnis
Ausblick – Zusammenfassung
Literatur- und Stichwortverzeichnis
| Erscheinungsdatum | 08.08.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Schriften zum Strafrecht ; 327 |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 157 x 233 mm |
| Gewicht | 700 g |
| Themenwelt | Recht / Steuern ► Allgemeines / Lexika |
| Recht / Steuern ► Strafrecht ► Strafverfahrensrecht | |
| Schlagworte | EmöGG • Öffentlichkeitsgrundsatz • Strafverfahren |
| ISBN-10 | 3-428-15470-3 / 3428154703 |
| ISBN-13 | 978-3-428-15470-8 / 9783428154708 |
| Zustand | Neuware |
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