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Öffentlichkeit und Neue Medien im gerichtlichen Verfahren.

Reichweite und Grenzen der Gerichtsberichterstattung im Zeitalter der Massenmedien.
Buch | Softcover
384 Seiten
2018
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-15431-9 (ISBN)
CHF 153,85 inkl. MwSt
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Christian Hirzebruch geht in seiner verfassungsrechtlichen Studie der Frage nach, wie die Judikative einer sich wandelnden und beschleunigenden Medienlandschaft begegnen soll. Er zeigt auf, wie Öffentlichkeitsgrundsatz, Persönlichkeitsrechte und der Schutz eines geordneten Gerichtsverfahrens gleichermaßen gewahrt bleiben können, und plädiert für eine adäquate Repräsentation der Vertreter möglichst verschiedener Medien während der Verhandlung – über die klassischen Medien Print und Rundfunk hinaus.
Twittern aus dem Gerichtssaal? Liveübertragungen einer Gerichtsverhandlung? Verteilung von Zuschauerplätzen im Gerichtssaal? Diese Fragen sind in der deutschen Gerichtsbarkeit höchst umstritten – und gelangten beispielsweise zu Beginn des NSU-Prozesses erneut verstärkt in die öffentliche Debatte. Christian Hirzebruch geht in seiner verfassungsrechtlichen Studie der Frage nach, wie die Judikative einer sich wandelnden und beschleunigenden Medienlandschaft begegnen soll: Wie können Öffentlichkeitsgrundsatz, Persönlichkeitsrechte und der Schutz eines geordneten Gerichtsverfahrens gleichermaßen gewahrt bleiben? Welche (Medien-)Öffentlichkeiten sollen im Gerichtssaal abgebildet sein? Der Autor verfolgt die These, dass Gerichtsöffentlichkeit nicht nur die Anwesenden im Gerichtssaal, sondern auch die Medienöffentlichkeit umfasst, und plädiert daher für eine adäquate Repräsentation der Vertreter möglichst verschiedener Medien während der Verhandlung – über die klassischen Medien Print und Rundfunk hinaus. Weiterhin gelangt Hirzebruch zu dem Schluss, dass eine Echtzeit-Textberichterstattung in Form von sog. Live-Tickern ebenso zulässig sein sollte wie eine audiovisuelle Übertragung bestimmter Verfahren, z.B. an Verfassungs- oder obersten Bundesgerichten.

Christian Hirzebruch studierte von 2008 bis 2013 Rechtswissenschaften an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, mit dem Schwerpunkt »Wirtschaft und Wettbewerb«. Im Jahr 2013 legte er die Erste Juristische Prüfung ab. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei im Bereich des Presse- und Rundfunkrechts tätig. Daneben arbeitete er als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Öffentliches Recht von Herrn Professor Dr. Stefan Haack und später an der Gottfried-Meulenbergh-Stiftungsprofessur für Öffentliches Recht, insbesondere das Eigentumsgrundrecht bei Herrn Professor Dr. Foroud Shirvani, jeweils an der Universität Bonn. Während dieser Zeit promovierte er zum Thema »Öffentlichkeit und Neue Medien im gerichtlichen Verfahren«. Seit August 2016 absolviert er das Referendariat am Landgericht Bonn mit Stationen bei einer Rundfunkanstalt, in der Praxisgruppe »Technology, Media & Communications« einer deutschen Großkanzlei und beim Verwaltungsgericht Köln.

Einführung und Problemstellung

Zeitalter der Neuen Medien – Gewachsenes Interesse der Bevölkerung an rechtlichen Themen – Funktionswandel von Gerichtsöffentlichkeit? – Neue Gefahren durch gerichtliche Öffentlichkeit – Gang und Ziel der Untersuchung

1. Dogmatische Grundlagen

Die Neuen Medien – Zur Öffentlichkeit des gerichtlichen Verfahrens

2. Gerichtsberichterstattung und Neue Medien

Generelle Grenzen der Gerichtsberichterstattung – Die verhandlungsbegleitende Textberichterstattung und die Nutzung Neuer Medien im Gerichtssaal – Der Schutz vor Bildnisveröffentlichungen und Bildnisaufnahmen im Rahmen der Gerichtsberichterstattung – Die Zulässigkeit der Anfertigung und Verbreitung von Bildaufnahmen im Umfeld der gerichtlichen Verhandlung – Die Zulässigkeit der Aufnahme und des Verbreitens von Foto- und Filmaufnahmen innerhalb der gerichtlichen Verhandlung – Neuer Ansatz zur Anfertigung von audiovisuellen Aufnahmen innerhalb der gerichtlichen Verhandlung

3. Gerichtsöffentlichkeit heute

Gerichtsöffentlichkeit als Medienöffentlichkeit – Gerichtsöffentlichkeit und Neue Medien – Wesentliches Ergebnis der Untersuchung – Zusammenfassende Thesen

Literaturverzeichnis

Personen- und Sachverzeichnis

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Schriften zum Öffentlichen Recht ; 1379
Zusatzinfo 384 S.
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 157 x 233 mm
Gewicht 600 g
Themenwelt Recht / Steuern Allgemeines / Lexika
Recht / Steuern Öffentliches Recht Verfassungsrecht
Recht / Steuern Strafrecht Strafverfahrensrecht
Schlagworte Gerichtsberichterstattung • Gerichtsberichtserstattung • Gerichtsöffentlichkeit • Gerichtsöffentlichkeit • Neue Medien • Öffentlichkeitsgrundsatz • Öffentlichkeitsgrundsatz
ISBN-10 3-428-15431-2 / 3428154312
ISBN-13 978-3-428-15431-9 / 9783428154319
Zustand Neuware
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